Es mag Schnickschnack sein, sich seine Startseite mit verschiedenen Gadgets wie beispielsweise Links zu diversen Nachrichtensendern/-magazinen/-anbietern aufzumöbeln. Immerhin kann man dadurch im Vorüberfliegen die eine oder andere Schlagzeile erhaschen, lachen, verwundert oder verärgert sein.
Solchen Schlagzeilen immanent ist nun auch die Notwendigkeit, auf engstem Raum so prägnant zu formulieren, dass das Interesse des Lesers geweckt wird. Hin und wieder führt dies gerne mal in die Irre:
“Tiger entkommen Eisbären” war da zu lesen.
Nun leben beide Arten normalerweise nicht einmal auf dem selben Kontinent, was das Konfliktpotential doch deutlich mindert, also vermuteten die cleversten meiner Hirnzellen sofort, es habe sich eine Beinahe-Katastrophe in einem Zoo ereignet. Sind Knut oder Flocke ausgetickt? Eisbären werden wegen des derzeit grassierenden Knuddeligkeitsvirus ja gerne in ihrer Gefährlichkeit unterschätzt, also schien mir der Gedanke nicht allzu haltlos..
Die schnöde Auflösung:
Die Nürnberger Icetigers treffen in den Eishockey-Playoffs nicht auf die Berliner Eisbären.
Ein gehöriger Teil meiner Hirnzellen droht mir nun mit Streik, wenn ich sie weiterhin mit derlei Nebensächlichkeiten belästige. Danke dafür, Spiegel-online!