Liebe im Frühling

31 03 2008

Zapp.zapp.zapp…da bin ich doch versehentlich beim Hin- und Herwechseln zwischen ARTE und PHOENIX auf einem „dieser“ Sender gelandet, in welchem zu diesem Zeitpunkt eine Sendung lief, während der es möglich ist, Botschaften per SMS per Laufbandschrift in das laufende Programm einblenden zu lassen. Dort, wo man normalerweise über den Zustand von DAX-Werten oder Future Bonds informiert wird, schieben sich nun Beleidigungen, Heiratsanträge oder Liebesbriefe von rechts nach links (es sei denn, man schaut El Jazeera).

Was erblickten nun vorgestern meine von den Strahlen der Frühlingssonne fast geblendeten Augen?:

„Steffi, ich habe dich uebelst lieb!“

Ich kann mich nicht mehr dafür verbürgen, ob die Angebetete wirklich Steffi hieß, aber es war definitiv ein Frauenname. Ja, ich weiß, auch mir entschlüpfte früher ein „Habdichverdammtlieb“, aber es liest sich nun halt doch sehr… merkwürdig.

 Steffi, falls Du das hier liest: Er hat dich offenbar sehr gerne!

Darauf ein Glas der neuen Coke light plus Grüntee!





NeuSchwan, ohne Stein

27 03 2008

(für Neueinsteiger: hier  gibt es die Vorgeschichte)

„So, eigentlich passt es nicht zum Thema unserer Sendung, aber ich habe einen alten Bekannten in der Leitung. Hallo nach Münster!“ 

„Ja, hallo, Domian!“ 

“Ja, Mensch, mein lieber Schwan, ich höre es gibt Neuigkeiten. Deine Ex wurde von ihrem Galant sitzen…ähhh… schwimmen gelassen. Wie geht es dir denn nun?“

 „Das ist ein großes Gefühlsdurcheinander. Sie behauptet übrigens offenbar, dass sie ihn verlassen hat. Es hätte ihm an Größe und Robustheit gemangelt…“ 

„Was ja nun eindeutig für dich spräche. Angeblich will man sie ja nun wieder in deinen Bereich stecken.“ 

„Ja, einerseits freue ich mich natürlich. Weißt du, es war ein harter Winter für mich, der Spuren hinterlassen hat…“ 

„Aber die kann man doch ganz gut übermalen, oder?“ 

„Nicht DIESE Spuren, herrje! Es war hart, so zurückgelassen zu werden. Da kommt dieser Kerl angeflattert und zack! ist man nicht mehr interessant.“ 

„Wir hatten aber damals bereits darüber gesprochen, dass eure unterschiedliche…hmmm…Herkunft ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellt. Eure Verbindung war, verzeih mir, wenn ich das jetzt so sage, doch recht ungewöhnlich.“

„Aber deshalb umso wertvoller. Das Ganze hat Splitter in mir hinterlassen. Mal ganz ehrlich, Domian, ich denke mir manchmal, vielleicht ist sie einfach nur eine kleine Schlampe, die sich irgendeinem Kerl an den Hals wirft.“ 

„Also willst Du sie gar nicht mehr zurück?“ 

„Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht können wir uns ja wieder annähern. Außerdem…sie hat einfach wunderschöne Federn…*seufz*…“ 

„Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass sich die Dinge in deinem Sinne entwickeln werden. Halt mich bitte auf dem laufenden. Ja?“ 

„Na klar, machs gut!“ 

„So, nun wieder zum eigentlichen Thema der heutigen Sendung „Mein Partner steht auf Gemüsesex“. In der Leitung nun Rosa Kohl…“





Fire, walk with me…

26 03 2008

Da hat es doch vor kurzem tatsächlich einer der 5 Tibeter  gewagt, ganz in der Nähe des ChinaNOKÜberWichtigManns mal ein wenig zu demonstrieren, während die Menschen in …ähhh…wie heißt der Ort doch gleich, wo das olympische Feuer startet?…verflixt…ich komm noch drauf…doch einfach nur ein wenig ergriffen sein wollten, weil just der olympische Flammenwerfer in der Salatschüssel entfacht wurde. Dieser Dalai Lama und seine Leute schrecken ja wirklich vor gar nix zurück; nicht einmal vor einer Freundschaft mit RoKoCop…

Dieser Blog ist zu klein, um ausführlich und substanziell unpeinlich auf die China-Tibet-Problematik eingehen zu können. Was mir jedoch mal wieder auffiel: Immer wenn ein asiatischer Politiker redet, überkommt mich ein merkwürdiges Gefühl. Mag es an der eigenen Grammatik dieser Sprachen liegen, an den ungewohnten Betonungen, an der Stimmlage der Sprecher, jedenfalls klingt es für mich immer, als hätte soeben jener die Menschenrechte für abgeschafft erklärt und die sofortige Gleichschaltung Aller angeordnet.

Das ist ja nun nicht grad eine die Völkerverständigung fördernde Empfindung, ich weiß. Das sind die allerschlimmsten; sich über asiatische Politiker ereifern, aber den Hunger mittels Nr. 43 mit Cashewsnusse und rote Curry bekämpfen…





Betrunkener Fünftbeatle verursacht Zwischenlandung beim Pflegedienst

25 03 2008

Neil Aspinnal ist gestorben! Er chauffierte JohnPaulGeorgeRingo früher durch die Gegend und kümmerte sich später hauptsächlich um deren Finanzen. Deshalb wird er offenbar in allen heute verfügbaren Nachrufen als der „5.Beatle“ bezeichnet und reiht sich damit in eine bereits bestehende illustre Schar sogenannter Fünftbeatles ein. Beispielsweise Stuart Sutcliffe, der ja immerhin tatsächlich mal ein 5. Beatle war, nur halt vor dem großen Erfolg ins Schattenreich wechselte. Ein weiterer wäre der große Manager Brian Epstein, noch einer der Haus- und Hofproduzent George Martin. Auch der Organist Billy Preston, der für viele Beatles-Stücke in die Tasten gehauen hatte, wird des öfteren des Fünftbeatletums bezichtigt.

Wer darf sich denn nun alles als Fünftbeatle bezeichnen? Ich dachte, auch hier gälte des Highlander-Prinzip, demzufolge es nur einen geben kann. Muss man demnächst lesen, dass Lester Howlin verstorben ist, der die Jungs regelmäßig mit Drogen versorgte und deshalb als 5. Beatle galt? Oder Lucy Ballbridge, die Besitzerin der Wäscherei, in der….? Heinz Würtruppenhausen, der frühere Nachbar des Assistenten des Eigentümers des „Star-Clubs“?…herrje…

Ein betrunkener Russe bringt ein Flugzeug zur Zwischenlandung, indem er zur Erlangung weiteren Alkohols behauptet, er wäre „TerrrrristunnbringdieganzeMeschinezum*hicks*exploriern…“. Sehr umsichtig gehandelt, aber jetzt mal ehrlich: Wäre es denn, sofern er sich tatsächlich als Terrorist und nicht als 5. Beatle erweisen sollte, nicht am allereinfachsten gewesen, ihn weiterhin schön abzufüllen, am besten bis zur Bewusstlosigkeit? Muss ja nicht unbedingt ein Molotow-Cocktail sein…

Demletzt wäre ich fast von einem Auto des Mobilen Pflegedienstes angefahren worden. Ich möchte mich darüber jedoch nicht beschweren. Wahrscheinlich hatte er es nur eilig, zu seiner Pflegeperson zu kommen. Über derlei Engagement sollte man eher begeistert sein. Außerdem sollte man honorieren, dass hier derart vorbildlich Kundenakquirierung betrieben wird nach dem Motto „Kundschaft hat man nicht, Kundschaft macht man sich“. Im übrigen hätte es mich schlimmer treffen können. Es hätte ja auch der Fahrer eines Leichenwagens auf der Suche nach Arbeit sein können.

Ich möchte die Augen der geneigten Leserschaft nochmals auf meinen etwas südlicher gelegeneren Post „Krikelkrakel“  richten und suche immer noch fachkundige Leser/Innen, die nähere Auskünfte darüber geben können, welche Rückschlüsse spezielle Formen des Krakelns beim Telefonieren auf den Verursacher ermöglichen, insbesondere Schleifen und Schaufelräder.





Krikelkrakel

22 03 2008

Natürlich kritzel ich herum beim Telefonieren. Machen ja viele. Warum eigentlich?

Ich dachte ja, es sei die pure Langeweile. Ganz so einfach scheint es aber nicht zu sein. wie ich just in einem Magazin, das ich aus Altersgründen eigentlich gar nicht mehr lesen sollte, was mir fast ein verruchtes Gefühl verleiht (NEIIIIN, nicht YPS, ich meinte NEON), soll es damit zusammenhängen, dass beim Telefonieren nicht alle unsere Sinne ausreichend gefordert werden und die Krakeleien uns dabei helfen, die Konzentration zu bewahren.

Vorwiegend male ich Schleifen und Spiralen, aber auch mal verschiedene eckige geometrische Formen. Hin und wieder male ich eine Art Schaufelrad, entdecke aber dann voller Schreck, dass es einem Hakenkreuz ähneln könnte und vermale es schnell, man weiß ja nie, wer solche Schreibtischunterlagen aus dem Müll fischt und auswertet. Es sind aber zumeist sehr harmonische Figuren, teilweise sogar symmetrisch.

Ich möchte gar nicht wissen, was das nun wieder über mich aussagt..





We will shock you!

20 03 2008

Könnte mal bitte jemand etwas gegen diesen Obi-Wan  OBI-Wahn tun, zu glauben, echt witzige Werbespots kreiert zu haben? Es sind ja nicht mal echte schlechtsingende MitarbeiterInnen, sondern gecastete Laiendarsteller, die so tun, als wären sie schlechtsingende MitarbeiterInnen…behaupte ich zumindest mal, ohne Belege dafür zu haben.

 Wenn ihr mal wieder einen Queen-Song für eure Spots vergewaltigen wollt, wie wäre es denn mit „Fat bottomed Girls“ oder „I’m going slightly mad“?





Advices 4 the young @ Heart

20 03 2008

Keine Panik, ihr seid nicht so dick, wie ihr denkt.

Kümmert euch um eure Freunde, sie sind wesentlicher Bestandtteil eures Lebens! Denkt dran, wie froh ihr wärt, wenn sie für euch da wären. Es ist keine Frage der Zeit, sondern der Prioritäten.

Trinkt mehr Wasser, auch nicht immer Sprudel! Kohlensäure setzt sich auch im Körper fest.

Lasst neue Musik in eure Zimmer. Kauft euch Platten von Duffy, The Kills, A Mountain of One, Hercules and Love Affair, Why? oder was auch immer euch gefällt. Leiht euer Ohr einigen Songs von Madredeus. So traurig kann Schönheit bzw. so schön kann Traurigkeit sein. Habt keine Angst vor Jazz und Klassik; auch da gibt es wunderbare Werke. Singt selbst!

Seit nett zu euren Knien! Ihr werdet sie vermissen, wenn sie hin sind.

Esst mal wieder indisch! Für mich ist es echtes Seelenfutter.

Denkt nicht so viel über vermeintliche Probleme nach!. Das, was euch wirklich umhauen wird, passiert vermutlich an einem Dienstagnachmittag aus heiterem Himmel und ohne, dass ihr vorher einen Gedanken daran verloren habt.

Setzt euch vor Sonnenaufgang mit einem warmen Getränk ans offene Fenster und lauscht einige Zeit den Vögeln (nicht den Vögelnden!), falls ihr das Glück habt, welche in eurer Nähe zu haben! Das setzt mir am Winter neben zu wenig Licht am meisten zu; das Zwitschern nicht zu hören.

Küsst Euch!

Plant Urlaub oder zumindest einen Kurztrip an die See oder in die Berge oder in eine interessante Stadt. Die Vorfreude darauf trägt euch über die nächsten Wochen.

Lasst euch nicht von Anderen bewerten. Keiner kennt euch wirklich so gut wie es euch angemessen wäre.

Geht mal wieder in eine Ausstellung! Findet die Exponate toll, interessant oder elend langweilig, aber setzt euch mal wieder damit auseinander.

Verbringt nicht mehr Zeit mit der Pflege eurer Haare als der eurer Seele!

Sucht euch täglich Gründe zum Lachen. Ihr findet sie, und sei es die Lächerlichkeit des meisten, was wir tun oder sagen

Wenn ihr auf derartige Ratschläge steht, dann versucht an die schon lange vergriffene Single „Sunscreen“ von Baz Luhrmann zu kommen, die Pate für diesen Post stand. Da bekommt ihr noch eine nette Stimme und einen angenehmen Souldownbeat dazu.

Hütet euch vor allzu viel  Ratschlaggebern. Viel zu viele drängen einem welche auf und längst nicht alle sind so nett wie ich.

Vor allem aber: Habt eine schöne Osterzeit!!!!!

   





Cola gegen Harnflecken

18 03 2008

Ach was haben es Junggesellen heute so gut: Meterweise Bücher mit Tipps für oder gegen den Alltag und dann auch noch im Netz Frag-Mutti.de. Dort findet man dann so putzige Überschriften wie „Katzentoiletten leichter reinigen: vorbeugen“. Das leuchtet sofort ein. Mit ausgestrecktem Körper wird es schließlich viel schwieriger, vollgepieseltes Streu herauszukratzen. Man bekommt leckere Menütipps und es wird einem geraten, hartnäckige Rückstände in der Toilette mit Cola zu entfernen. Ob dies auch mit Coke Zero möglich ist, ist allerdings noch ungeklärt.

 

Woran man allerdings mäkeln könnte, ist die geschlechterspezifische Aufteilung der Genres wie zu Adenauers Zeiten. Bei Frag Mutti gibt es Tipps zum Kochen, Putzen, Waschen und ähnlichem, bei Frag Vati findet man natürlich Handwerkertipps, alles rund ums Auto und dergleichen. Wer hat denn da am Kalender gedreht?

 

Ein großer Lacher findet sich dann auch noch, denn bei Frag Vati existiert auch eine Rubrik „Gepflegtes Auftreten“. Ja, der ist echt gut! Haben wir Jungmänner doch sicher alle schon mal unseren Erzeuger um Rat gebeten, wieviel Zentimeter die Arschkerbe maximal aus der Jogginghose herausschauen darf, während wir uns samstagsnachmittäglich fußballschlusskonferenzlauschend über unser Auto beugen.

 

Ach, übrigens: Salatgurken bleiben länger frisch, wenn man sie später kauft.

  





Charlotte und die Löcher

16 03 2008

 roche.jpg

Charlotte hat mir vorgelesen! Aus ihrem Buch! Nun gut, nicht mir allein, das wäre etwas merkwürdig, die ist ja auch glücklich verheiratet und so.

„Feuchtgebiete“ ist ein Roman, aber natürlich denkt jede/r, dass die ausgiebigen Beschäftigungen mit den eigenen unteren Körperregionen und was man da so alles machen kann oder sollte, nicht nur der Romanheldin Helen widerfahren sind, sondern dass die Charlotte auch ganz oft an sich selbst rumgepopelt hat. Das macht ihr aber offenbar nicht allzuviel aus. Nur, solltet ihr ihre Verwandtschaft kennen, sprecht diese bitte nicht darauf an.

 Es ist angenehm zu wissen, dass es noch Frauen gibt, die nicht mit dem Aufschrei „OH GOTT, EIN HAAR!!“ einen Nervenzusammenbruch bekommen und das gemütliche Ineinandersein rüde für eine Badezimmersession unterbrechen. Ich gehöre gottseidank zu einer Generation, die die junge Nena noch miterleben durften und bin unter anderem auch deshalb an Achsel- und andere Haare gewöhnt. Es kann seine ganz eigene Qualität haben, ihr antiseptischen jungen Dinger. Muss letztlich jede mit sich selbst ausmachen, aber ich möchte schon ein wenig dazu ermutigen, den Ladyshave auch mal liegen zu lassen.

Zwei Dinge sind mir gestern dann aber doch aufgefallen: Zum einen freut sich Frau Roche immer noch diebisch über eine „anstößige“ Formulierung. Das wirkte auf mich mitunter etwas spätpubertär und so, als ob hier die Lust an der Provokation im Vordergrund stünde, was dem Roman sicher nicht gerecht wird. Zum anderen erwähnt sie zwar, dass die Geschichte auch noch andere Dimensionen als die ausführliche Darstellung ihrer blumenkohlförmigen Hämorrhoiden besitzt, lässt das Publikum vorlesungshalber aber nur sehr bedingt daran teilnehmen. Das ist ein wenig schade, denn es mag sich doch der eine oder andere im Saal befunden haben, der nicht nur darauf aus war, zu erfahren, was Helen mit dem in ihr vorhandenen Sperma so anstellt und dergleichen.

Trotzdem: War nett und die Frau ist ganz schön okay.





Das ist der Wahrheit

12 03 2008

Aha, 95 Jahre Lügendetektor! Wer feiert sowas eigentlich? Die Jungs und Mädels beim BKA vielleicht?

 “Mensch, weißt Du noch, als wir unseren bekommen hatten? Ich bin dem Lieferer ja fast mit meinem Porsche hintendraufgef…

PIIIEEEPPPP!!!…

ähh…ach nee, das war der Mercedes…

PIIIEEEPPPP!!!!

…ja, okay, mein alter Golf. Naja, und der schnucklige Latino neben mir…

PIIIEEEPPP!!!!

…ist ja gut, mein Oller hätte vor Schreck fast seinen Kaffee…

PIIIEEEPPPP!!!

…JAAA, seinen Schnaps verschüttet. Er war ja eh so aufgeregt, weil er auf dem Weg zum Country-Club…

PIIIEEEPPP!!!!

…zum VHS-Kurs…

PIIIEEEPPPP!!!!

..zum Wettbüro war. KANN MAL JEMAND DIESES SCHEISSDING HIER WEGTUN?!?!?!?“