Ein Kessel Buntes

4 03 2008

Ivan Rebroff, der alte Zobelvernichter und Kalinkahersteller, ist tot! Les „Mexikoooo“ Humphries, der seinerzeit mitverantwortlich für JürgenDrews war, ist auch tot (vermutlich zumindest)! Nicht, dass beide sehr lebensbestimmend für mich gewesen wären, aber es brechen wiederum kleine Mosaiksteinchen aus dem, was mal Kindheit und Jugend bei mir war, heraus. Ihr wisst ja: Hitparade, Wim Thoelke, Badedas-Vollschaumbad, Brauner Bär…naja, Generation Minigolf halt. Ich muss das Zurückliegende immer umfassender aus dem eigenen Hirnkastel heraus zusammenbasteln und vieles verwischt oder verschwindet langsam. Merkwürdiges Konstrukt, diese Vergänglichkeit…

Hamburg kann man wirklich gern haben, schöne Stadt und so. Aber man darf als Frankfurter Fußballmannschaft ruhig mal ein paar Punkte mitnehmen. sozusagen als Souvenir. Was wollen die denn mit den ganzen Punkten? Sich „Hämbürg“ schreiben?

Was fangen Zeitungsausträger eigentlich mit der Zeit an, die sie dadurch gewinnen, indem sie Zeitungen nur halb in die dafür vorgesehenen Rohre stecken? Das fragte ich mich just vergangenen Samstag morgen, als ich, während Emma am blasen war, versuchte, das nasse Pappmache noch einigermaßen seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen. Machen sie Meditationsübungen oder Gymnastik? Studieren sie nebenbei Philosophie? Arbeiten sie ehrenamtlich in Non-Profit-Organisationen? Dann wäre es ja noch irgendwie verständlich. Wehe, ich erwische mal eines dieser Malefiz-Bürschlein am Büdchen herumlümmelnd…

Hausfrauen-Tipp Tipp für haupt- oder nebenberuflich mit dem Haushalt beschäftigte Männer oder Frauen, der mir beim spätabendlichen Schauen des Poetryslams (jaja, Herr Strübing, der Daniel Day-Lewis des kabarettistischen Betriebs, räumt ordentlich ab) in den Kopf kam: gebrauchte Wassergläser kann man ganz prima als Behältnisse für lose herumliegenden Senf benutzen. Das mit dem Deckel ist noch nicht optimal gelöst, aber ein wenig müsst ihr schon noch selbst regeln…


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7 Antworten

5 03 2008
sudelbuch

Hitparade, Badedas, Brauner Bär und Thoelke haben etwas gemeinsam: Sie sind tot. Aus dem Reich der Wiedergänger: Creme 21 – und Tritop. Und Caprisonne, Bluna, Africola haben auf wundersame Weise überlebt. Immer wieder erstaunlich – und so geht doch (noch) nicht alles in Stücke. Ist doch was … dafür liegt bei mir der Senf nicht lose herum, allerhöchstens sozusagen der Kamm auf der Butter. Leider bin ich zur Hausfrau nicht geboren. Einen schönen Tag wünsch ich mit sudeligen Grüßen ;) !

5 03 2008
Erdge Schoss

Les Humphries, werter Herr Foltermord, lebt noch, wahrscheinlich.
Was man vom Senf auch sagen kann, wenn er ein paar Tage offen
im Glas gelegen haben wird.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

6 03 2008
lordfoltermord

@sudelbuch: Ja, es gibt sie, die Auferstandenen. Jedoch: Africola schmeckt nicht mehr früher bzw. wie das, was meine Erinnerung an Geschmäcker hergibt. Trotzdem bricht vieles weg, aber das muss wohl so sein, sonst würden wir womöglich heute noch kollektiv dem Verschwinden der guten alten Zeitungen auf Steintafeln hinterhertrauern.

@erdge schoss: Über den biologischen Zustand des Herrn Humphries scheint es unterschiedliche Einschätzungen zu geben. Vielleicht sollte man abstimmen lassen, ob er für tot erklärt werden soll.

6 03 2008
sudelbuch

… noch nicht mal die Erdbeeren und Tomaten schmecken so wie das, was in meiner Erinnerung an Geschmacksrichtungen aus dem prallen Leben verankert ist. Und Les Humphries als Wiedergänger? Bitte nicht, das käme meiner persönlichen Horrorvision von Wiedergängern aller Art bedenklich nahe. Ich sag jetzt mal nix.
Herzlich grüßt die Lichtmalerin aus dem Sudelbuch.

7 03 2008
lordfoltermord

Letztens gelangte ich an eine Zahncreme, die geschmacklich sehr an die früheren „Double Bubble“-Kaugummis erinnert (die mit dem Aufreib-Tattoo). Ich hoffe inständig, dass sie nicht die gleiche zahnzersetzende Wirkung hat.

Im übrigen sollten wir vielleicht nicht so sehr auf Herrn Humphries selig und das gewesene Mama Lou achten, solange Gotthilf Fischer und seine Todesschwadronen noch existieren.

7 03 2008
Anj

Ich finde diesen Hausfrauentipp sexistisch (wenn auch originell) Warum sollten nicht auch mal Männer den frei herumliegenden Senf einsammeln? Wieso bleibt das IMMER Aufgabe der Frauen? Und ja, nicht nur Hausfrauen, auch berufstätige Doppel-X-Chromosomen-Trägerinnen müssen dies tun. Ich finde das diskriminierend. Für mehr Gleichberechtigung beim Senfaufsammeln!

8 03 2008
lordfoltermord

ächz…jaklarhastjarechthastjarecht…schon verbessert…

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