Spätrechtseinschlafen

6 05 2008

Da ist er doch tatsächlich, der Frühling. Mit Sonne, noch mehr Sonne, den wundervollen Gerüchen und eiskratzerverachtenden Temperaturen selbst nach 18 Uhr.

 

Raus auf die Wiese, ans Wasser und schließlich zum Outdoor-Spaßhabing mit Speis’ und Trank im dreivierteloffenen Wohlfühlhäuschen am Badesee oder ins kleine Cafe im Museumshof.

 

Und prompt waren auch die Anderen wieder da.

 

Die Clique Jungerwachsener, die lautstark das Kommando über den Tisch übernommen hatte und sich über zwei Stunden lang unter Einbeziehung mehrerer Telefonate überlegte, wo man denn den restlichen Abend verbringen könnte, während dieser sich so nach und nach davonschlich und sich schlussendlich dazu aufraffen konnte, irgendwo hinzugehen, wo vielleicht Party ist, aber eventuell ist da heute auch nix, ist überhaupt wenig Party heute hier, wasn los?….

 

Kaum waren die Plätze frei, wurden sie von einer neuen Horde geentert. Unter ihnen die allseits bekannte Frau Ichkennejeden-Derhierreinkommt. Dies wird dann auch eifrig demonstriert und sich teilweise auf meinen Rücken abstützend Bussibussi gegeben mit Janni, Tom, Elli, Basti und all den Anderen, gefolgt von kurzem Smalltalk der immergleichen Art und schwupps schon kam der oder nie Nächste…

 

Was fehlte noch? Richtig, einer der letzten Popper, so richtig mit schnieke gescheiteltem Popperhaar, um den Hals gelegten Pulli, vanillefarbener Bundfaltenhose, sockenfrei in modischen Mokassins aber mit etwas zu dicken Stelzen.

 

Nicht zu vergessen, das junge Elternpaar, das mit demonstrativer Selbstverständlichkeit davon ausing, dass sich die Welt gefälligst von nun ab ausschließlich um den kleinen Fratz zu drehen hat und fast einen hysterischen Anfall bekam, weil dieser furchtbare Laden doch tatsächlich und unfassbarerweise keine Mikrowelle für das schnelle Warmmachen von Babymatschebrei bereithielt. Menschenrechtskommission, ick hör dir trapsen…

 

Ach ja, wunderbar, es ist Frühling, raus mit Euch, zeigt Euch, ich schreibe auch darüber!!!!