Das Meer in mir

1 07 2008

 

Ein ganz merkwürdiges Leben, die ersten Tage nach einem Urlaub…man merkt, wie einem Tag für Tag ein wenig dieses Gefühls von Auszeit, Andersleben und Erholung verloren geht. Auf der Arbeit nimmt natürlich niemand Rücksicht darauf, dass man sich noch in einem Zwischenzustand befindet (aber ich tue das zugegebenermaßen bei Anderen wohl auch nicht) und zwingt einen wieder in die Widrigkeiten des Alltagstrotts hinein.

 

Dennoch, auch nach über einer Woche wieder im Hamsterrad sein schwappt das Meer noch gelegentlich in mir hoch und hinterlässt wärmende Gefühle. Auch die Kopfbilder sind noch da…das Meer, das mir immer wieder zeigen wollte, wie gut es Ebbe und Flut beherrscht, die fast schon verboten kitschigen Sonnenuntergänge gegen 23 Uhr, die einen rötlichen Schimmer auf die Dünen malten und unbedingt als Medikament verschrieben werden sollten wegen ihrer herzöffnenden Wirkung. Die Luft, die man so auch nur in Meeresnähe bekommen kann.

 

Auch die gewählte Ruhe zwischen den Aktivitäten hat ihr Bild in meinem Kopf hinterlassen. In einem Strandkorb sitzend und auf den sich reichlich weit entfernt befindlichen Horizont blickend, garniert mit dem Soundtrack von M.Oewen lassen sich auch aus dem Bauch hervorgluckernde berufliche Entscheidungen erkennen und bestätigen, die man wochenlang gärenderweise mit sich herumgetragen hat und die offenbar den zeitlichen und geographischen Abstand benötigten, um letztlich auch heute noch und unter Alltagsbedingungen das Gefühl zu zementieren, so sei es richtig.

 

Doch, doch, das Meer ist noch in mir. Ich hoffe, es noch lange in mir bewahren zu können..*glucker*….

 


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3 Antworten

1 07 2008
Nika

Das Meer hat zum Glück seine eigenen Regeln und ist dem Alltag nicht unterworfen.
Das Kunststück dabei ist eben nur, es nicht zu übersehen, nicht zu überlagern mit anderen Dingen. Was eben manchmal gar nicht so einfach ist.

1 07 2008
lightdot

Oller Ramontiker. :)
Aber ist es nicht wirklich interessant? Das Meer macht aus uns allen Weicheier. Wobei ich das Wort an dieser Stelle nicht im Geringsten negativ meinen will.

1 07 2008
lordfoltermord

Ich sag nur Rückführung! Das erinnert uns doch immer wieder daran, wie anheimelnd und gemütlich es war, in Mamas Bauch herumzuschwimmen. Sowas prägt sich tief ein…

Schön, wieder etwas von dir zu lesen, Frau Lightdot. Es war so still um dich, ich dachte schon, es ginge dir immer noch besch..eiden…

Weicheierei rulez!!!!!!

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