„Fleisch isst mein Gemüse!!!“ wäre ein empörter Aufschrei, den ich auch schon gerne mal gehört hätte. War aber nicht und das Buch wie auch der darauf basierende Film müssen mit einem s weniger auskommen.
Buch fand ich gut, Buchverfilmungen lassen mich meist schon im Vorfeld erschaudern. Bei dieser bestätigten erste Kritiken meine Vermutungen, also bin ich dem Film erstmal ferngeblieben. Jetzt aber Openairkino, muss man ja ein- bis achtmal pro Sommer gemacht haben, lauschiger Abend, lecker Versorgung und alles, also gut, warum auch nicht?`
Darum! Ja, jetzt weiß ich es wieder. Bis in die späte Mitte des Films hangelt sich dieser sehr eng am Buch entlang, was ihm gut tut und von mir schwer gegutheißt wird. Dann aber kommt eine bislang nicht bekannte Lovestory ins Spiel. Nun gut, dachte ich mir, warum nicht? Der junge hatte es ja vorher auch nicht wirklich einfach im Leben, gönnen wir es ihm. Wenn dann aber noch ein fragmentarischer Song des halbverbrannten G**mbay Dance Band-Frontmannes auftaucht, den er mit seiner Liebe, die glücklicherweise auch noch laut und angenehm singen kann, komplettiert und ihn bei einem Musikkonzern unterbringen will, dort aber an der Konzernmatratze hängen bleibt, das Handgemenge dazu führt, dass das Tape quer durchs Foyer und dem abgedrehten Konzernchef genau vor die Füße fällt, was letztlich zu einem ungeahnten Karrieresprung des Brot-Agonisten Heinz führt, muss ich mich schon mit Recht fragen dürfen: „Häääähhh????“ Solche überkandidelten Sujets hätte man doch eher in 80er-Jahre-Dödelfilmen wie „2 Nasen tanken bleifrei“ vermuten dürfen. Wo waren denn Gottschalk und Helmut Fischer hier?…gut, letzterer ist bis auf weiteres entschuldigt…
Im Gegenzug wird dafür aber das weitere Schicksal der gar nicht mal unsymphatischen Schützenfest-Muckerband unauffällig weggefräst. Das ist schaaade. Ich gebe zu, dass das Buchende nicht gerade ein Special-Effects-Highlight darstellt, aber symphatischer war es allemal. Ach, Mensch, Heinz!…
Das Ganz-hinten-Ende, das war dann aber wieder versöhnlich, als auch die tote Mutti und die noch totere Nachbarin wieder auflebten und mitjammten. Das sollte ich schon noch erwähnen, ich will ja hier nicht als der permanente Meckerfritze gelten.
Mittelmäßig abgeliefert würde ich mal sagen…
Mir ist es sehr peinlich, ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll… aber ich hab keine Ahnung, wovon Du da sprichst. *lol* Das ist aber ziemlich lustig, so doof zu sein.
ich wusste einfach, warum ich mir solche verfilmungen gar nicht erst ansehen wollte. ich mochte das hörbuch, selbst gelesen vom schnodderigen heinz, teilweise hat’s mich kurz geschüttelt, aber doch, es hat mich gut unterhalten.
ich bleibe also einfach weiterhin konsequent dabei, derlei verfilmungen zu meiden.