Quo vadis, Bavaria?

30 09 2008

Also, der, der so klingt wie ein nuschelnder Alkoholiker, tritt wohl zurück, dafür kommt der Selbstdarsteller mit der Nebenbei-Geliebten mit Kind. Der Asthmatiker mit den Segelohren bleibt aber noch im Amt, oder wie?

Der Grandseigneur, der Herr Sargnagel, hat sich jetzt aber darüber ereifert, dass sich „unser“ RoKo nicht solidarisch hinsichtlich der Pendelerpauschale verhalten habe. Ein Schurkenstück sei das gewesen, meint er.

*kicher*, naja, was soll ich sagen…man kennt ja die Geschichte von der Schildkröte und dem Skorpion…

Was macht eigentlich dieser lustige Lausbub, der mal Sekretär von irgendeinem General war? Darf der jetzt auch wieder mitspielen? Oder muss der immer noch ums Atomium herumlaufen?

Hihi, manchmal ist Polizik ganz schön lustig…





Vorlese-Nachlese

29 09 2008

So, heute ist Welt Bundesvorlesetag. In Bayern liest man sich womöglich mit tränenverschleierten Augen die Ergebnisse der gestrigen Wollnwernichmehr-Wahl vor, ansonsten wird aber in aller Regel aus Büchern vorgelesen.

 

Ich war auch dabei. Und zwar wo? An meiner alten Schule. Und wer begrüßt mich, kaum dass ich mich frühestmorgens zwecks Weiterverteilung im Lehrerzimmer eingefunden habe? Genau, mein alter Klassenlehrer, der mich – obacht und Respekt vor grauen Schläfen bitte! – vor über 25 Jahren das letzte Mal beurteilen durfte. Er gab mir zu verstehen, dass er immer noch meine guten Aufsätze von anno dunnemals im Kopf habe. Na, von mir aus mag das auch ein ganz klitzekleinwenig geschummelt sein, aber gefallen hat es mir dennoch. :o )))

 

Gelesen habe ich dann vor einer Horde Bande Gruppe FünftklässlerInnen und es war nach 25 Jahren das erste Mal, dass ich in einem Schulraum, den ich früher bereits benutzt hatte, völlig legal und zu Recht am Lehrerpult saß. Gutes Gefühl, wenngleich irgendwie auch ein wenig surreal… Ich hatte insgesamt 4 Bücher zur Verfügung, die mir von fachkundigen Händen zugesteckt wurden. Da ich aber nur eine Schulstunde Zeit hatte und die große Mehrheit der anwesenden Zuhörwilligen nicht wechseln wollte, blieb ich bei „Die lange Reise nach Santa Cruz“ von Michael Ende, von dem ich auch eher die unendliche Momo kannte.

 

Okay, ich muss zugeben, es ist nicht die allergrößte Herausforderung, 11jährigen, die sich montags morgens teils eher widerwillig zur Schule schleppen, die Geschichte eines Jungen vorzulesen, der an einem Montag morgen wiederwillig auf dem Weg zur Schule ist, während sich sein fleißiges Gehirn tausend andere Dinge ausdenkt, die man an einem solchen Montagvormittag tun könnte oder die einem davon abhalten können, zur Schule zu gehen. Trotzdem verging über eine halbe Stunde, bis die erste Unruhe aufkam, was laut Aussage eines der dortigen Lehrer eine sehr gute Bilanz darstellt. Bin ich also ein wenig stolz auf mich. Ich habe mich da auch wirklich ins Zeug gelegt, also bitteschön…außerdem habe ich den kleinen Rackern eine Stunde Mathe erspart und dafür hätte ich mir auch die Biographie von Oliver Kahn vorlesen lassen

 

Das dumme daran ist: Gerade als es richtig spannend wurde, war die Stunde zu Ende. So, demzufolge dürft ihr jetzt auch noch mal raten, was die heutige Bettlektüre des Lords sein wird, denn ich muss unbedingt wissen, was mit Hermann passiert, nachdem er versehentlich in diesem Lieferwagen gelandet ist.

 

HEY!!!! NICHT VERRATEN VORHER! DAS IST FIES.

 

 





This is the Virus

17 09 2008

„…and you wake up in the morning and your head feels twice the size…“

 

Well, dear Miss MacDonald, dafür muss man nicht die ganze Nacht mit Singen und Saufen verbringen; ein aufziehender grippaler Infekt reicht dafür locker aus.

 

Ich hasse es! Ich hasse, hasse, hasse es!!!!!!

 

und das beste Heilmittel wächst derzeit ziemlich genau 1.000 km entfernt. Toll!





Schutz/Mars/Namen

16 09 2008

…und wohl bin ich geschäftstüchtig und clever! Erstmal habe ich mir einen Schwung Lehman-Bros.-Aktien zugelegt, die sind derzeit voll günstig, echt, ey…

 

So, und außerderm melde ich jetzt mal vorsorglich Titelschutz für folgende künftigen eventuellen Blogeintragsüberschriften an:

 

Also, hä…ähem…*räusper*…ich melde an:

 

„Wie ich einmal den Amy-Winehouse-Ähnlichkeits-Wettbewerb verloren habe“

 

„Lasst meinen Zwergpudel in Ruhe!“

 

„Wowi muss Kanzler bleiben!“

 

„Rote Bete hilft gegen Spermaflecken“

 

„SGE! SGE! Deutscher Meister ES-GE-EEE!!!!“

 

„Vielen Dank, blödes CERN! Und jetzt…?“

 

„Schon wieder dunkel heute Nacht…“

 

„Das allerdufteste Wort von der ganzen Welt“

 

„Danke, Herr Jauch, die Million kann ich gut gebrauchen!“

 

„Lordfoltermord unmasked“

 

„Island ruft mich“

 

„Hy, Arnie!…oops, sorry, Mr. President”

 

“Juchhu, endlich geht mein Handy für mich arbeiten”

 

Da kommt noch mehr…





RW, R.I.P.

16 09 2008

…hope, you’re ready for the great Gig in the Sky….





Nett klingen beim Insbettbringen

16 09 2008

Wenn sich der Allerweltsprediger Xavier N. mit seiner Nebenband pfälzischer Abkömmlinge einen künstlichen Hiphop-Gesangsbattle liefert – das Ganze auch noch auf entstöpselte Art (wer hat denn dieses „Unplugged“ wieder aus dem Keller geholt?) – und das Ergebnis zum besseren Nachvollziehen just auf Tonträger veröffentlicht wird, hätte ich doch darauf tippen wollen, dass ein solches Machwerk „Starke Worte“, „Stimmen von dieser Welt“ oder „Gott hört uns“ oder so genannt wird.

 

Tatsächlich trägt erwähnte CD aber den Titel „Wettsingen in Schwetzingen“, was mich beinahe vom nicht vorhandenen Glauben abfallen lassen möchte. Das ist, ob nun gewollt oder nicht, ja fast schon ein wenig witzig bis ironisch, ist euch das nicht aufgefallen, liebe Firma Bier & Ernst?.

 

Wenn das mal so weitergeht…nennt dann Herr Maf.fay sein nächstes Album „Warzenmucke“?





Bart!!! Du elender…

15 09 2008

Das mit Bärten und mir ist so eine Sache; es scheint wohl nicht so richtig zu passen mit uns. Probiert habe ich es durchaus immer mal wieder, aber überzeugend war es bislang nicht. Dabei verfüge ich durchaus über drängende Bartstoppeln, denen man täglich zeigen muss, wo hier der Most den Bart..ähh..der Bartel den…also, wer hier wen rasiert oder so ähnlich.

Die Frage ist also nicht, ob er wächst, sondern wie. Jahrelang hatte ich es grundsätzlich als sehr nachahmenswert empfunden, einen George-Michael-3-Tages-Bart zu züchten. Nach drei rasierfreien Tagen sah ich auch bereits entsprechend verbartet aus, allerdings wollten sich meine Barthaare nicht so sexy männlich auf die sie unterfütternde Gesichtshaut legen, sondern standen blöd nach vorne ab. Das sah nicht nach Careless Whisper, sondern nach verwildertem Lambruscopenner aus. Nach vorne wachsende Barthaare vermitteln im übrigen sowieso bereits Minuten nach der Rasur dieses homersimpsonartige Gefühl des ständigen Unrasiertseins.

Eine Zeitlang hatte ich mir eine Art Kinnbart zugelegt, allerdings ohne den Bereich über der Oberlippe. Ein wenig inspiriert von Johnny Depp in seiner Rolle als Don Juan de Marco. Naja, ein wenig wie ein Depp sah ich retrospektiv betrachtet in dieser Zeit auch aus. Entfernt hatte ich ihn aber erst, als er nach einem Rasierunfall optisch aus dem Gleichgewicht geriet und sämtliche Reparaturversuche das Dilemma nur noch weiter verschlimmerten. Jeder, der mal versucht hat ein etwas kürzeres Tischbein durch vorsichtiges Kürzen der anderen Beine auszugleichen, wird wissen von was ich rede, während er seinen japanischen Teezeremonietisch auf Bodenebene betrachtet.

Hin und wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir vor dem Spiegel stehend vorstelle, ob mich ein sog. „Menjou-Bärtchen“ wohl ein wenig distinguierter aussehen lassen könnte. Hierbei handelt es sich um ein schmales, dicht über der Oberlippe getragenes Bärtchen, das seine Berühmtheit dem gleichnamigen Schauspieler verdankt. Dies wäre sowieso für mich die einzig denkbare Form eines Oberlippenbartes; alles Andere sei homosexuellen Kölner Polizisten oder Fernsehköchen vorbehalten (Sorry, ganz klischeefrei bin ich halt auch nicht).

Sofern ich einen solchen Gedankengang allerdings einmal in weiblicher Gegenwart äußere, ernte ich einen Gesichtsausdruck, der irgendwo zwischen Abscheu, ehrlichem Bedauern und mühsam unterdrücktem Losprusten angesiedelt zu sein scheint und mir somit alle gedanklichen Flausen in dieser Richtung wieder für Monate austreibt.

Also bleibe ich vorwiegend glattgesichtig und setze auf die Zukunft und den Sean-Connery-Effekt. Mit irgendwas muss man ja die Hoffnung füttern…





Warten auf Schwarzloch

10 09 2008

Ja, was denn nu? Das Mohnschnecken-Katapult a.k.a. Teilchenbeschleuniger a.k.a. Large Hedron Collider läuft und Genf sowie die Restwelt sind noch nicht aufgesaugt worden?

 

Geht ja auch noch gar nicht ,denn zunächst werden ja mal alle Materieteilchen in die gleiche Richtung gejagt. Erst wenn dit janze System ordentlich stabil ist, möchte man die ersten Auffahrunfälle provozieren.

 

Das kann aber noch ein paar Wochen dauern.

 

Tja, dumm jetzt für die, die in den letzten Tagen bereits ihrem Chef auf den Tisch exkrementiert und die letzten Kröten verpufft und versoffen haben. War wohl etwas voreilig. Jetzt heißt es Zeit überbrücken…

 

Vorschläge? Naja, man könnte nochmal den Zauberwürfel rausholen und solange üben, bis man in guinnessreifer Zeit das Dingens in Ordnung gebracht hat. Des weiteren sucht meines Wissens der Bund nach wie vor Leute, die bereit sind, aus Milliarden von Papierschnipseln geschredderte Stasi-Unterlagen wieder zusammen zu wutzeln. Für aktivere Menschen bleibt auch noch die Möglichkeit, meine Bude mal ordentlich durchzuputzen und aufzuräumen. Nötig wär’s und man möchte ja nicht mitsamt seiner gammeligen Wohnung ins Nirvana gesaugt werden.

 

Zur Entspannung dann nochmals alle Staffeln „Lindenstrasse“ auf DVD gucken und schwupps, schon sind wir w…………





Oooohhh, Britneyyyyyy!!!!

9 09 2008

Oh, yeah! Brit.ney! What a comeback! Gewonnen hat sie! Bei den MTV Awards! Gleich mehrere „Moonmans“!!! Und zwar nicht für unfallfreies Auf-die-Bühne-stöckeln oder beste Nichtperformance, sondern – wie uns von diversen Nachrichtensendungen mitgeteilt wurde – unter anderem für das „best female Video“, was natürlich von allen Berichterstattern kongenial mit „bestes weibliches Video“ transliteriert wurde.

 

Da wird mir doch kurz vor dem Entstehen des uns alle verschluckenden schwarzen Lochs nochmals eine epochale Erkenntnis geliefert:

 

Es gibt weibliche Videos!

 

Hat schon mal jemand eines gesehen? Wie sehen die aus? Durch was zeichnen sich weibliche Videos aus? Bekommen sie weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen? Gehen sie immer zu zweit auf die Toilette? Untersuchen sie sich mehrmals täglich auf entstandene Dellen im Gewebe? Riechen sie gut? Und was macht Britneys zum Besten von allen? Säuft es sich zu? Lässt es sich auf spektakuläre Sorgerechtsstreitigkeiten ein? Wird es öfter mal ohne Schlüpper fotografiert? Rasiert es sich auch schon mal eine Glatze und wie sieht überhaupt ein weibliches Video mit Glatze aus?

 

Sachdienliche Hinweise nimmt keine Polizeidienststelle oder das hiesige Aufnahmestudio, aber LFM jederzeit entgegen. Danke, und nun zum Wetter:





Hymne an das Hymen

5 09 2008

Du armes Ding, Du! Deine Besitzerin, eine angebliche 20jährige BWL-Studentin aus dem Raum Kassel, möchte dich loswerden! Gegen Geld! Per Internetauktion! Derzeit sind so roundabout fünfeinhalb Mille geboten. Da wirst Du Dich jetzt arg grämen. Aber bitte lass Dir gesagt sein: Nur die wenigsten Deiner Art erreichen ein derart fast schon biblisches Alter. Und viele von Ihnen fielen viel früher für weitaus geringeres. 2 Bacardi-Cola zum Beispiel oder das von schmierigen Erscheinungen an die Besitzerin geäußerte Versprechen, sie groß herauszubringen.

 

Alles hat seine Zeit und deine wird wohl irgendwann nach dem Auktionsende am 18. September zu Ende sein. Du kannst es ihr noch schwer machen und widerspenstig gegenüber dem höchstbietenden Eindringling sein. Oder aber Du machst ihr noch einen schönen Strich durch die Rechnung und verabschiedest dich schon vorab bei einer ihrer Sportübungen oder so.

 

Auf jeden Fall solltest Du wissen, dass jemand an dich gedacht hat!

 

LFM