Moralicious Deeelemma

31 10 2008

Moralische Dilemmata (ja, doch, stimmt so,  habs nachgeschlagen) können bereits beim Durchstöbern der Tageszeitung entstehen:

Wenn in einem Bericht das Tageswerk eines Arachnologen beschrieben wird, der unter anderem die kleinen Krabbelwesen mittels modernster Technik bei der Paarung beobachtet, aufzeichnet und misst, um daraus wertvolle Erkenntnisse im Bereich der Evolution zu gewinnen und dafür dereinst möglicherweise einen Nobelpreis verliehen bekommen könnte, ist es dann moralisch vertretbar, so einen aus reiner Begeisterung über den Wortwitz und unter beinahe sträflicher Missachtung seiner Forschungsleistungen „Spinnenspanner“ zu nennen?

 

Ach, die Versuchung ist groß …





Vollherbst

29 10 2008

Es sind nicht die niedrigen Temperaturen, das regnerische, bald wohl schneegetränkte Wetter und all das (naja, ein wenig wohl auch schon), es ist vor allem zuviel Dunkelheit … morgens, am späten Nachmittag, ja, sogar nachts. Und das dazwischen kann man auch nicht aus voller Überzeugung als hell bezeichnen. Oder doch: It’s a bit of a Hell …

 

Werde ich mich dieses Jahr endlich daran gewöhnen? Hmmm, wetten würde ich nicht darauf …

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Als es sich noch gut anfühlte:

Sie: „Magst Du auch ein Bonbon?“

Er: „Ja, gerne!“

Sie: „Vivil?“

Er: „Ach, eines reicht.“

 

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Der Hässliche Rundfunk bemüht sich ja bereits seit Jahren erfolgreich darum, seine Durchhörbarkeit zu optimieren. Da stören natürlich Sendungen jenseits des Mainstreams. Jetzt sind sie wieder fündig geworden und ab nächstem Jahr ist Herrn Walters Ball nicht mehr rund, sondern gar nicht mehr vorhanden. Zuwenig Hörer, offenbar. Tja, kann man gar nicht verstehen; Sonntach, 23 Uhr ist doch volle Primetime …

Dann halt nur noch Internetradio. Byte fm (auch mit Herrn Walter), motor fm, fm 4 … noch irgendwelche Tipps jemand?

 

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Noch mehr auf die Ohren? „From the Valley to the Stars“ von El Perro del Mar (NEIN, nicht verwandt mit „Hund am Strand“), „Dear Science“ von TV on the Radio, „Un Dia“ von Juana Molina, Frischer funky Souljazz von Jazzanova auf „Of all the Things“ und bald kommt das Album von Get well soon mit einer Bonus-CD nochmals auf den Markt mit noch mehr zauerhaften Songs … und für hartgesottene Herbstgemüter „Dolores“ von Bohren and the Club of Gore … BOHREN, nicht Bohlen, herrje. Das soll Doomjazz sein, aber dafür finden sich auch noch andere passende Bezeichnungen … und ich bin gespannt auf das Comeback von Miss – Grace – Jones

 

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Ich hoffe, der- oder diejenige, welche/r meine abhanden gekommene Eintrittskarte für das Leonhard-Cohen-Konzert gefunden hat, weiß dieses Geschenk des Schicksals wenigstens zu schätzen und ergibt sich drei Stunden lang selig der schönen Melancholie. Genau jetzt gibt er wahrscheinlich „Suzanne“ zum besten … oder „Bird on the Wire“ … oder „Dance me to the End of Love“ … Scheißleben manchmal …





Servicezeit: Zeit-Service

25 10 2008

Diese Umgewöhnungen aber auch immer … wie soll sich der menschliche Organismus auch so schnell daran gewöhnen? Dieses Sommer-/Winterzeit-Geschnudel gibt’s doch auch erst seit nicht ganz 30 Jahren, das ist evolutionstechnisch einmal kräftig gerülpst …

 

Also, zum Ausmalen und Auswendiglernen: In der kommenden Nacht werden die Uhren um 3:00 Uhr um eine Stunde pro Zeitmesser ZURÜCKgestellt, es gibt heute Nacht also die Zeit von 2:00 bis 3:00 zweimal. Wenn ihr zeitgenaue Aufzeichnungen führen müsst, hängt einfach an die zweite Stunde ein „a“ dran. Was aber für die Nachtschichtler eher doof ist, bedeutet für den Rest verlängertes Wochenende. Das sollte doch mal einen kleinen Jubler wert sein.

 

Nachteil: Es wird noch früher dunkel als eh schon, was z.B. mich persönlich ziemlich nervt. Aber danach fragen die da oben einem ja nicht und dann wundern sie sich, wenn es Revolution gibt … eines Tages … vielleicht …

 

So, aber zurück zum Thema. Solltet ihr keine dieser superschnieken-volltechnikgeilen Funkuhren haben, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie sich des nächtens nicht um eine Stunde zurück sondern mit laut ratterndem Zeigerwerk 11 Stunden vorstellen und auch sonst die Umstellung vergessen, zeigt euch eure Uhr ab Morgen eine Stunde später an, als es tatsächlich ist. Solltet ihr das bis Montag immer noch nicht im Griff haben, seid ihr zumindest sehr wahrscheinlich die oder der erste auffe Maloche oder im Audimax. Steht also bei eurem Sommerzeitgetunten Wecker der große Zeiger ganz oben und der kleine auf der Brezel, ist es tatsächlich erst 7:00 oder 19:00 Uhr, je nachdem, wie gut euer Schlaf ist.

 

Da gibt’s schlimmeres, die Umstellung auf Sommerzeit beispielsweise, nicht wahr?

 

So, alles klar? Su-Pi, freut mich sehr … ach, gerne geschehen … einer muss doch … nein, keine Blumen bitte …





Shorties

24 10 2008

… und ich hatte mich bereits gewundert, warum mir der Bettler so selbstlos eine schöne heiße Tasse Kaffee in die Hand drücken wollte. Der Kerl ist einfach belesen. Es haben nämlich wieder mal irgendwelche Wissenschaftler, die sonst kein Zuhause haben, herausgefunden, dass warme Hände großzügiger und hingebungsvoller machen sollen.

Netter Plan soweit. Man müsste halt nur durchrechnen, ob die durch das Verabreichen warmer Getränke erzielten Mehrerlöse die Investition in das Getränk übertreffen, sonst ruiniert sich der Bettler am Ende noch vollends und muß schließlich auf der Straße … na, lassen wir das … Vielleicht läge ja ein Joint Venture mit dem Buck der Sterne oder ähnlich gelagerten Bohnenköterresten Bohnenrösterketten im Bereich des Möglichen. Jawoll, nur zu, jetzt ist erst recht Unternehmergeist gefragt … in diesen Zeiten.

Juhu, die Eiskratzersaison ist offiziell eröffnet. Meine nunmehr wieder klammen Fingerchen freuen sich vielleicht. Allerdings war das heute ja noch lächerlich; mal kurz drübergekratzt und frei war die Scheibe. Wo bleiben der Kick? Nachts erst regnen, dann in mehreren Schichten gefrieren lassen, das ist die Herausforderung, bei der man nach einem Fön mit Akku schreien möchte. Streng dich also mal hübsch an. liebe Natur!

Sacht ma, liebe Mädels und Jungens von „Spillsbury“, habt ihr eigentlich noch nicht mitbekommen, dass es seit geraumer Zeit unter schwersten Strafen verboten ist, noch Namen oder Redewendungen aus den „Simpsons“ für Album- oder Tracktitel oder den Bandnamen zu verwenden? Habt ihr euch denn nicht gewundert, warum es in letzter Zeit so merkwürdig ruhig um Fallout Boy geworden ist? War euch das keine Warnung? Wohl kaum, sonst hättet ihr euer neues Album nicht *gähn* „Auf zum Atem“ genannt. Tsstsss…legt ihr es wirklich drauf an, von Fat Tony oder dem Radioactive Man besucht zu werden? Musikalisch klingt euer Werk übrigens wie vor gut 25 Jahren aufgenommen und dies meine ich nicht wirklich bewundernd. Na, dann legt euch mal schön bei die dreiäugigen Fische …





An Maklern mäkeln, nicht an Makrelen

13 10 2008

Makler fand icke schon imma dufte, wa … Wohnung mit Balkong wäre ja auch mal escht nett und so…also mal schööön einen Besichtigungstermin vereinbart. Natürlich wollte ich mir auch mal ansehen, wem ich denn ggfs. 2 Kaltmieten plus Mehrwertsteuer an Courtage in den gierigen Schlund werfen soll. Und so, wie ich sie erlebte, dachte ich mir das dann auch. Typus nassforsches Geldherweibchen, der es im Prinzip völlig wurscht ist, was sie für eine Wohnung verhökert.

 

Auf einen nicht unerheblichen Riss im geplanten Wohnzimmer angesprochen, meinte sie lapidar, dies sei „nur“ ein Bauschaden und der vormalige Mieter sei – fast wörtlich zitiert – „ zu dumm gewesen, um das mal zu überspachteln, bevor er ausgezogen ist“. Tja, jede Aussage ist eben auch eine Selbstoffenbarung und genau solch ein Verhalten würde Otto Normalfoltermord in Zusammenhang mit Maklern auch in den klischeebehafteten Kopf kommen. Jaja, ich weiß, es gibt auch andere Exemplare dieser Gattung, aber die sollten schon lange unter Artenschutz gestellt worden sein.

 

Ich bin ja kein Architekt, deshalb kann ich nicht beurteilen, ob ein Bauschaden weniger schlimm ist als…hmmm…beispielsweise ein durch wild umhertollende Dinosaurier verursachter Mauerschaden, aber mit überspachteln schien mir die grundsätzliche Problematik nicht behebbar zu sein. Darüber hinaus fehlte mir auch ein wenig dieses spontane „Das isses“-Gefühl bei der Wohnung, aber letztlich fiel mir mal wieder auf, dass der Umgang mit Maklern bei mir ebenso wie der Kauf von Hosen nur an Tagen mit besonders ausgeglichenem Gemüt gefahrlos möglich sein wird.





Ground Control to Fahrer 19

9 10 2008

Was lese ich da in einem dieser unverzichtbaren und lebenssinnstiftenden Werbebanner? Die D.H.L. plant, als erster Paketversender ein Päckchen ins All zu senden, genau gesagt zur Raumstation ISS. Dazu gibt es dann auch gleich ein passendes Gewinnspiel.

 

Aber das ist nicht der Punkt. Ich frage mich vielmehr, wie es denn laufen wird, wenn grad mal keiner da ist auf der ISS, mal einkaufen gegangen oder die Füße vertreten. Wird das Päckchen dann einfach auf einem der Solarflügel abgelegt oder bekommen die dort auch so einen knuffigen blauen Paketabholzettel in den Briefkasten gesteckt? Was wäre denn dann die nächstgelegene Poststelle zum Abholen? Das ändert sich doch sekündlich.

 

Welcher Tarif gilt überhaupt für Versendungen ins All? Ist das auch mit dem Tarif „außerhalb Europa“ abgedeckt?  Und sollte es verloren gehen, das Päckchen, wie läuft denn bitte der Nachforschungsauftrag ab? Eine ganz neue Variante von „Lost in Space“…

 

Sofern sich jemand berufen fühlt, diese Fragen zu beantworten, bitteschön, da unten ist Platz …

 

Ich höre übrigens schon den dafür ausgewählten Fahrer rumnörgerln: „Och neeee, immer muss ich die Aussiedlerhöfe anfahren. Ich will auch mal Innenstadt fahren!“





Randnotizen

7 10 2008

Notiz an mich selbst: Hör gefälligst auf, ständig Bananen und Kiwi zu kaufen, wenn Du nicht absehen kannst, sie auch in den kommenden 2,3 Tagen zu essen…bähh…

 

Was ich nicht mehr in Zeitungen sehen möchte, Teil 1:

Immer wieder Fotos von hektisch agierenden und sehr derangiert wirkenden Börsianern, die etwas in eine PC/Handy-Kombination schreien….

wird möglicherweise fortgesetzt

 

Jetzt, wo Oasis weitgehend out sind, gefällt mir auf einmal deren neue Single ausnehmend gut. Immer anders sein wollen, der Herr Profilneurotiker, tsss…

 

Platz 11!!! Ich kann mich gar nicht satt sehen daran, hihi…weiter nach unten schaue ich in der Tabelle aber zwecks Erhaltung der eigenen Gesundheit derzeit lieber nicht *grusel*

 

Kleine Quizfrage zum Schluss: Wer oder was ist „Panzerotti“?

 

a)     italienischer Tenor

b)     gefüllte Nudelart, ähnlich Ravioli

c)      neue Kriegswaffe der USA

d)     Spitzname des derzeitigen hessischen Kultus- und Justizministers

 

Kleiner Tipp: Er oder es war seeeehr lecker…





Berlin-Trip, die soundsovielte…

6 10 2008

Die älteren unter den BlogleserInnen können sich womöglich erinnern; es sollte eigentlich bereits im Mai/Juni stattfinden, aber dann ging halt kurzfristig erstmal meine Gesundheit in Urlaub, also war verschieben angesagt. Jetzt aber echt: Berlin-Trip mal wieder…nach langen Jahren. Durchaus deutlich später als ursprünglich geplant, dafür fahre ich aber jetzt zu zweit … nach Berlin und sehr wahrscheinlich durchs Leben.

 

Das ist nicht nur grundsätzlich superdupertoll, sondern auch sehr hilfreich, da sie jahrelang in Berlin wohnte und die daraus resultierenden Kenntnisse in Verbindung mit chronischer Liebsthaberei (letztere selbstverständlich gegenseitig) mir eine sehr persönliche Stadtführung versprechen.

 

Der Reisetermin ist natürlich allergünstigst gewählt; verpassen wir dadurch nicht nur komplett die hiesige Buchmesse, sondern sind auch noch zu spät für die dortige Popkomm. Allerdings beschleicht mich dezent das Gefühl, dass die Popkomm, seit sie in Berlin stattfindet, auch nicht mehr das sein soll, was sie mal in Köln war. Egal, man kann halt nicht alles haben.

 

Natürlich werden wir uns noch ein wenig präparieren und uns am örtlichen Hauptbahnhofskiosk eine aktuelle Zitty oder was auch immer verfügbar ist, zulegen aber dennoch möchte ich abermals insbesondere die Berliner Dreckfroschsymphathisanten um Tipps beten.

 

Gibt es in der Zeit vom 15. bis 18.10. (oder am 19. morgens) irgendetwas, was man unbedingt gesehen, gehört, gegessen, gefühlt oder sonst wie miterlebt haben sollte? Lesungen, sonstige Bühnenauftritte, Eröffnung von irgendwas Interessantem, Abriss eines berühmten Gebäudes, nennenswerte Demonstrationen, US-Präsidentschaftskandidatenreden, die größte Kaugummiblase der Welt, ein arbeitsloser Schuster, der sich als Leiter des Köpenicker Polizeipräsidiums ausgibt, der Zusammenbruch eines örtlichen Bankinstituts, schönes Wetter???

 

Och, kommt, da muss doch was gehen…

 

Danke schon mal vorab für eure Mühe, ihr Schnuckis!!!

 

UPDATE:

Ich wäre außerdem sehr interessiert daran, mal ein, zwei Adressen von – wie sagt die Jugend heute? – voll krassen Secondhand-Plattenläden zu bekommen. Das wär endgeil, Alder, escht, isch schwör…

 

 





Geld her oder ich singe

1 10 2008

Hmmm…11,20 €…11,30 €…11,32 €…verflixt, ich hatte doch noch irgendwo einen 5er…

 

Nun, lieber Ja.mes Bl.unt, wer schon mal so hippiesoldatenmäßig mit einer um den Panzer geschnallten Gitarre durchs Kosovo gebrettert ist, der weiß sicherlich, dass das Ding durchaus auch eine Waffe sein kann. Wertvolles Wissen, wie sich nun offenbar herausstellt, haben Sie doch angeblich einem Magazin gegenüber geäußert, Sie seien ein vernünftiger Mensch und könnten sich auch durchaus vorstellen, mit dem Musik machen aufzuhören (so weit, so gut) … wenn das Geld stimme ?!?!?!?

 

Ahaaaaa! Wie muss man sich das denn so vorstellen? Gehen Sie in große Geschäfte, Lokale, Discos undsoweiter und lassen mal auf Mafiaart durchblicken, dass es doch sehr schade wäre, wenn die lieben Kunden oder Gäste durch nervenzerfetzenden Gesang vertrieben würden, schlagen zur Drohung auch gleich mal zwei, drei Akkorde an und schauen zufrieden in das entsetzte Gesicht des Geschäftsführers, während er mit zittrigen Händen in die Kasse greift, um sich von Ihnen zu erlösen?

 

Ja, so könnte das sein, nicht wahr?

 

Ich denke gerade an die hunderttausende von unterschiedlich intensiv begabten Musikern, die nicht nur nicht von ihrer Musik leben können, sondern sogar oft draufzahlen müssen, um irgendwo spielen zu können. Wieso machen die das nur? Tsss … jaja, Herzblut und so …

 

Immerhin kann ich nun meine bisherige Vermutung, Sie seien wohl ein veritables A******** als einigermaßen bestätigt annehmen.

 

Aber gut, ich bin ja zu einer groß angelegten Spendensammlung bereit, wenn es etwas bringt. Dies dann aber nur unter Vorlage der Ihnen entfernten Stimmbänder; wir wollen ja schließlich nicht erleben, dass Sie aus Versehen…u know?…

 

Deal or no Deal?

 

12, 72 €…12,73 €…