Du riechst so blond

30 12 2008

Nee, neee … Multitasking is nich so meins … gleichzeitig im Internet surfen, eine Banane mümmeln und TV gucken verteilt die Aufmerksamkeit ungünstig. Prompt konnte ich nur einen Teil eines hochwissenschaftlichen Experiments innerhalb einer hochwissenschaftlichen Wissenschaftssendung auf einem dieser hochwissenschaftlichen Profit Privatsender verfolgen, in der es darum ging, Partnerwahl mittels verschiedener hochwischensaftlicher Methoden quasi vorherzusagen.

Einer der Testbereiche befasste sich mit dem Geruch des Menschen und seiner Anziehungskraft auf Andere. Abgelenkt durch eine eingehende Spam Informationsmail bekam ich nur mit, dass angeblich blonde Menschen einen besseren Geruch ausstrahlen sollen, was mich etwas aufschreckte. Ahaaaa, soso, da frage ich mich natürlich, was dieses jahrzehntelange waschen, duschen, cremen, Knoblauchnurvoreremitentagenessen usw. gebracht haben soll. Hätte ich mir doch alles sparen können. Gleichzeitig bekäme man auch noch eine prima Entschuldigung an die Hand: „Nein, ich muffle nicht, ich bin nur dunkelhaarig!“

So ganz mochte ich dennoch nicht daran glauben. Womöglich hatte ich mich auch nur verhört mit Banane im Mund. Also flugs ein paar Stichworte in eine dieser putzigen Suchmaschinen eingegeben und siehe da… nix da. Nach verschiedenen Versuchen bekam ich Angebote für getragene Unterbuxen, langweilige Abhandlungen über das Stammhirn der Neandertaler und Foren, in denen sich hauptsächlich Frauen über die Vorzüge und Nachteile verschiedener Haarshampoos auslassen. Sehr gut dabei weggekommen ist übrigens eine Firma, welche vorne heißt wie ein ermordeter US-Präsident und hinten wie Frau Schlawuppke von nebenan, aber das hilft mir jetzt auch nicht weiter.

Besonders ausgeprägte Geduld scheint auch nicht so meines zu sein heute, deshalb habe ich die Suche erstmal abgebrochen. Wenn also eines der Lesefröschlein da draußen (muss kein blondes sein) näheres zum Thema Haarfarbe und Körperduft in Erfahrung bringen kann, bin ich für Aufklärung sehr dankbar.

Bis dahin räume ich erstmal Duschgel und EdT in die hinterste Ecke und kaufe mir Haarfärbemittel…

Nachtrag:

Neiiheiiin! Die Shampoofirma heißt NICHT Abraham Emma. Aber schön weiter versuchen!

 





Rätsel

28 12 2008

Was ist das?

Es ist zirka 45 Meter lang, überwiegend übergewichtig, hat geschätzte 140 Beine und schaut zu drei Vierteln grimmig drein?

Genau, eine Menschenschlange vor dem Servicepoint einer Unterhaltungselektronikkette am Samstag nach den Feiertagen. Und das bereits ca. 20 Minuten nach Öffnung!!!

Das allerallerbeste an dieser Schlange war: Ich war kein Teil von dieser. Ich hatte nämlich nichts einzulösen oder umzutauschen, sondern wollte nur mal eben nach einem PC-Headset schauen und vielleiiiiicht einer CD.

Ich gebe zu, selten fühlte es sich so gut an, nicht dazu zu gehören, hihi …





KILL!YOUR!HEAD!!!

28 12 2008

Na, endlich vorbei mit den Feiertagen. Jetzt gibt’s endlich auch wieder Zeitungen, denen man mal wieder eine Nachricht á la „Nachts vorwiegend dunkel“ entnehmen konnte. Diesmal nämlich „Headbanging kann das Hirn schädigen“.

 Dabei ist es bereits witzig, sich die gedanklichen Reaktionen verschiedener Leser auf solch eine Überschrift vorzustellen. Kleine Auswahl gefällig? „Klar, Alder, deswegen mach ick dit ja.“, „Falschherum, nur bereits geschädigte Hirne betreiben Headbanging“ oder „Was? The Hirnschädiger kommen auf Headbanger-Tour? Wie geil ist das denn?“

 Aber darum geht es eigentlich nicht. Zur Erforschung der dargestellten These haben sich unerschrockene Wissenschaftler auf diverse Konzerte, so zum Beispiel von Mo.törhead, Whitesna.ke oder WAS.P begeben und durch verschiedene Messungen festgestellt, dass durch „monotones, furioses Schütteln des Kopfes“ über eine längere Zeit tatsächlich verschiedene Nacken- und sogar Hirnverletzungen entstehen können. Wer das nicht glaubt, kann ja mal einen Blumenkohl in ein Jutesäckchen stecken und eine Viertelstunde heftig hin- und herschwenken.

 Für Art und Schweregrad der Verletzungen ist allerdings eine gewisse Kombination von Schlagzahl des Stückes und Neigungsgrad des Kopfes vonnöten. Die durchschnittliche bpm-Zahl eines Heavy-Metal-Stückes soll bei 146 liegen (Ja,jaaa, bei „Nothing else matters“ natürlich nicht), wenn man seinen Kopf also in diesem Takt schwingt und dabei den Schädel um mehr als 75 Grad neigt, kann man zumindest Nackenverletzungen erleiden; je höher Neigungsgrad und Schlagzahl, desto schwerwiegender also die möglichen Verletzungen.

 Der gewiefte und verantwortungsvolle Headbanger sollte also künftig mit Lautstärke- und Gradmesser ins die Konzerte gehen und anhand der gemessenen Werte selbst entscheiden, wie schnell bzw. wie weit er headbangt. Oder aber die Art der besuchten Konzerte verändern. Bei Herrn Xavier ist diese Art von Verletzung eher unwahrscheinlich (dafür aber mit schwerwiegenden anderen Schädigungen zu rechnen.)

 

Ja, gerne geschehen!





Nur noch ganz kurz:

23 12 2008

Liebe Ho.nd.a J.azz-Werbefilmchenmacher:

Punk ist anders!





Karl, der Lender

23 12 2008

Wir treffen heute unsere Freunde … die Mayas ….

 

… und schauen mal in ihren Kalender. Ohhhh, was müssen wir dort sehen, deren historisch-mystischer Kalender reicht nur noch für gute vier Jahre. Jetzt soll man sich mal nicht beschweren, das Ding war immerhin auf 5125 Jahre ausgelegt, da können sich alle Timeplanerfirmen mal eine Scheibe abschneiden … Ende 2012 ist aber Schluss mit lustig, dann durchquert die Sonne irgendwie volle Kanne die Milchstrasse, etwas das nur ca. alle 28.500 Jahre mal passiert und was die Menschheit, so wie man sie im heutigen Sinne versteht, bislang noch nicht erlebt hat.

 

Was danach passiert, darüber scheinen die Meinungen auseinander zu gehen, die einen postulieren mal wieder den Weltuntergang, Andere vermuten, es öffne sich ein Tor für außerirdische Lebensformen und wiederum Andere lassen darauf hoffen, dass die Menschheit dann eine neue spirituelle Bewusstseinsebene erreichen wird.

 

Pah! Mit Mer.kel, K.och und Berl.usc.oni? Wohl kaum …

 

Wahrscheinlich wird nämlich mal wieder gar nix passieren, wie das ja meistens so ist mit den angekündigten Katastrophen. Was hatte man für ein Gewese um den Jahrtausendwechsel und die damit überforderten Chips gemacht. Und? Nüscht! Oder dieses Jahr: Schwarze Löcher aus der Schweiz und diesmal nicht im Appenzeller. Was ist passiert? Maschin’ kaputt. Und Nostradamus, der alte Kaffeesatzleser? Alles Schmuh!

 

Außerdem hat man sich durch das Wirken von Schmitzens Willy und seinen Hollywood-Kumpanen mittlerweile auch schon langsam daran gewöhnt, wie so ein Weltuntergang wohl aussehen könnte, gähn …

 

Also bleiben wir mal schön unaufgeregt und warten ganz gelassen die nächste Eiszeit ab.

 

Bis dahin aber erst mal frohe, friedliche, erbauliche und (be)sinnliche Feiertage an alle Lesefröschlein hier!





Am Wagen vor mir …

22 12 2008

Rote Ampel!

Mal wieder!

Warten, warten, warten!

Mal wieder!

Meine gelangweilten Augen inspizieren das Heck des vor mir stehenden Kleinstlastwagens. Welchen Aufkleber muss ich dort entdecken?

Nein, nein, diesmal kein Hinweis darauf, welche Höllenbrut an Bord ist, sondern folgendes Bekenntnis:

„Rockmusik is not a Crime“

Yoyo, Alder, that’s schon true. But, mein Lieber, crappy Denglisch IS one! Let yourself write this hinter die Spoons …





A Christmas Fairytale

19 12 2008

Ääähhh … was wollte ich gleich … ?

Ach ja: HAHAHAHAHA …!!!

Stollenskandal





Weihnachtsmarkt 08: Menschen, Bilder, Ereignisse

19 12 2008

Kleinere Weihnachtsmärkte in altertümlicher Atmosphäre sind hübsch, aber unter der Woche mit nieseligem Wetter dann doch etwas zu schlecht besucht, um sich dort heimelig zu fühlen. Mein Beileid auch an die Reisegruppe aus Bochum, die 8 Stunden einfache Fahrt (davon alleine 6 im Schnee und Stau auf der Autobahn) unterwegs war, um dann in einem schlechtwettrigen Odenwaldmarkt zu landen. Nächstes Jahr geht’s dann zur Abwechslung mal nach Dortmund, oder?

Meine persönliche Neuentdeckung: Honig-Mandel-Negerküsse Schaumwaffelgebäck…

Wenn man auf Weihnachtsmärkten in Städten über 500.000 Einwohnern unterwegs ist, gibt es zwei empfehlenswerte Methoden des Vorankommens. Entweder man steuert zielgerichtet auf ein bekanntes Ziel zu, wobei man möglichst oft am Rande des Marktes hinter den Buden entlangstrebt und dabei versucht, den Pinklern und Küblern aus dem Weg zu gehen. Wer Zeit hat und einfach nur Atmo aufsaugen möchte, betreibe bitte eine Art vertikales Stagediving: Sich einfach der Masse hingeben und gelassen zuschauen, wo man hingespült wird. Dabei bitte Uferböschungen, Bahngleise und Ortsgrenzen nicht ganz aus dem Auge verlieren.

Glühwein und Co. werden immer süßer und babbiger, das gilt mittlerweile auch für heißen Äppler. Überhaupt begegnen einem fast nur noch Getränke mit Sahnehäubchen. Es wird langsam Zeit für das Pure, Einfache. Aber da wird das kommende Jahr mit seinen grausamen Wirtschaftskrisen sein übriges dazu tun. Der Renner auf dem Weihnachtsmarkt 2009 ist dann wahrscheinlich heißes Wasser mit kurz eingetauchter und dann weitergegebener Zimtstange …

Vielen Dank auch noch an die mir gestern gegenübersitzende Klischeetuckenbande mit ihren lauten, extreeeeem nervenden Stimmen und selbstempfundener Witzigkeit, die mich dazu veranlasste, meinen Flammkuchen in Rekordzeit zu mampfen, um nur schnell wieder wegzukommen. Aber ich hatte ja eh wenig Zeit, also war es eigentlich eine perfide Form von Hilfe. Naja, ich hatte mich ja bereits am Anfang des Absatzes bedankt.

Früher war mehr Lametta …





Kleine Handreichung

17 12 2008

Heute interessante Neuentdeckung auffe Arbeit gemacht:

Dr. Sparfuchsens 1/2-lagiges Toilettenpapier!

Wenn man 1 Meter abrollt und ordentlich faltet, wird es zumindest blickdicht.

Wie gerne möchte ich dem Verantwortlichen dieser hochökonomischen Entscheidung meine eben noch aktive Hand zum Glückwunsch reichen …





Lord Folterbart

15 12 2008

Mittlerweile gibt es wohl über so ziemlich alles Statistiken, weil die Menschen das mögen. Das kann man (be)greifen, das wirkt seriös, damit kann man alles und nichts belegen. Fehlt wohl nur noch eine Statistik betreffend Dinge, über die bislang noch keine Statistik angefertigt wurde.

 

Zu den Dingen, über die es eine Statistik gibt, zählen jetzt auch die Toptitel, mit denen Kriegsgefangene der USA malträtiert werden. Neben Sprin.gst.een und Ag.uil.era findet sich auch das Titelthema der Sesams.trasse dort wieder, was ja logisch ist, denn wie heißt es so schön (zumindest in der deutschen Version): „Wer, wie was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm“ Mir fielen zum Thema Foltermusik ja eher DJ Ö.tzi oder der Schnuffelsong ein.

 

Dabei interessiert mich aber (neben der grundsätzlichen Notwendigkeit einer solchen Statistik und der Frage, ob die dort Genannten sich nicht rechtliche Schritte vorbehalten) am ehesten, wie denn diese Statistik zustande gekommen ist …

 

„Ja, Guten Tag, Herr Oberfolterwart, ich komme vom Zentralen Statistikamt und wollte Sie mal kurz befragen, welche Songs Sie denn am liebsten bei Folterungen von Kriegsgefangenen einsetzen … ach so, sie foltern gar nicht?, ja, dann halt die Lieblingssongs bei Nichtfolterungen … bitte? …mein Bart? … Nein, den habe ich nicht aus religiösen Gründen … stimmt, meine Oma mütterlicherseits kommt tatsächlich aus dem Nahen Osten … wo soll ich hin mitkommen? … nein, das möchte ich lieber nicht … AUA! Nicht anfassen! Ich bekomme ganz leicht Nasenbluten …“

 

Apropos foltern: Hätte ich doch nur die Vermutung  gehabt, dass die Herren Bad Pritt, Kluhni und Konsorten zu den Stammlesern meines Blogs gehören und sich zudem von diesem noch inspirieren lassen, hätte ich doch nicht so locker-flockig vor einigen Monaten über die eventuelle Züchtung männlicher Gesichtsbehaarung geplaudert. Das konnte ich aber doch nicht ahnen, dass die jetzt alle Rhett-Butler-Gedächtnis-Oberlippenbefotzelung tragen. Sorry bout that! So, Guys, c’mon, that looks terrible, your Ladies may say, that it suits you, but they don’t MEAN it!!!