*dingdong* …
„Ja, Guten Tag?“
„Tach, der Herr! Firma Schmittmüller und Söhne, Transporte aller Art. Wir sind dann wegen der Autos da.“
„Wie?..was?…wegen welcher Autos?…“
„Na, Sie sind doch Herr Horst Hotzenplitz.“
„Das schon…“
„Ja, und sie haben doch letzte Woche bei dem Telefongewinnspiel bei dem Dingens da…na…Schlach den Raben mitgemacht und 14 Autos gewonnen. So, und die bringen wir jetz’…“
„Nee,nee. Moment mal, mein Herr, ich hatte da aber mit der Redaktion eine andere Vereinbarung getroffen. Ich sollte 75% des Gegenwertes ausbez…“
„Also, davon weiß ich nix, wir liefern auch immer die Autos aus.“
„Ja, aber was soll ich denn mit 14 Autos?“
„Ich bin Transporteur und kein Vermögensberater, tschulljung. Also was die Autos betrifft…“
„Hören Sie, das ist doch absurd. Wer braucht den 14 Autos, wenn er nicht gerade Autohändler ist?“
„Na,irgend ne indische Großfamilie tät sich jetz’ bestimmt freuen.“
„Ich bin aber keine indische Großfamilie. Ich lebe hier mit meiner Frau und einer neunjährigen Tochter.“
„Na, dann können Sie ihr ja schon mal eine Kiste für späte reservieren. Also, Meister, das Problem ist: Sie wohnen hier in einer verdammt engen Straße. Da kommen unsere Transporter nicht rein…hätten se sich ja auch mal vorher überlegen können, als se hier eingezogen sind …chchchch…nä, war n Spaß. Also, wir stehen da hinten an der Durchfahrtstraße. Wenn Sie jetzt keinen zentralen Parkplatz haben, wo wir hinfahren könnnten, laden wir die da vorne überall ab, wo Platz ist. Ich sach Ihnen aber gleich, dass das Ärger mit der Ortspolizei geben kann, denn ohne Zulassung dürfen die da eigentlich nicht stehen bleiben. Is ja öffentlicher Verkehrsraum. Aber keine Angst, heute kommt auch noch ein Kleinlaster mit de ganze Papiere und Schlüssel zu Sie.“
„Das darf doch nicht wahr sein! Haben die Autos wenigstens unterschiedliche Farben?“
„Wo denkense hin, Mensch? Alle laubfroschgrün-metallic, wie sie im Fernsehen zu sehen waren. Das wär doch sonst Betrug, wenn wir Ihnen jetzt schwarze Autos hinstellen würden.“
„Na, die wären wenigstens .. ach egal…“
„Ja, dann Glückwunsch nochmal! Wenn Sie Absatzprobleme haben sollten. Mein Ältester braucht ne neue Karre. Für 5 Mille lass ich sie grad auf dem Laster und Sie haben eine Sorge weniger. Ach so, übrigens noch nen Tipp: Wenn Sie länger brauchen, um die Dinger zu verkloppen, sollten Se vielleicht besser n Gewerbe anmelden.“
Übrigens, Respekt, Herr Doktorand! Wenn mir meine Freundin Sekunden, nachdem ich drei Millionen gewonnen hätte, einen Heiratsantrag machte, würde ich vielleicht auch erstmal abwinken. Das wirkt schon komisch…
Andererseits und mit ein wenig Abstand betrachtet, könnte es natürlich auch sein, dass sie diesen Wunsch schon lange in sich getragen hat und jetzt nach stundenlangem Bangen und Zittern, während Sie sich letztlich erfolgreich abmühten, von ihren Gefühlen übermannt wurde. Da isses jetzt natürlich nicht so romantisch, Nein zu sagen. Das könnte noch Ärger geben …
Nachtrag: War ja angeblich nur n Spaß, das mit dem Heiratsantrag. Also, ich glaube das sogar …