Was macht eigentlich …?

30 05 2009

Jepp, genau so heißt bereits seit mehreren Jahren die Letzte-Seite-Rubrik des S.tern, in welcher Menschen oder dergleichen, die vor einigen oder gerne auch einmal reichlich Jahren im Fokus der Öffentlichkeit standen, nochmals kurz beleuchtet werden. Hin und wieder interessant, häufiger aber eher deprimierend.

Diese Woche geht es um einen Herrn Sowieso aus Thüringen, der seinerzeit mal „der engste Mitarbeiter Ru.dolf. Mosh.ammers“ gewesen sein soll.

Bäääähhhhh!!!! Zu viel Information! So genau möchte man dies doch nun wirklich nicht wissen …

In dem Interview ging es auch um das Schicksal des nach dem skurrilen Ableben des Herrn M. verwaisten Taschenhündchens Daisy, das besagter Herr Sowieso danach bei sich aufgenommen hatte. Angeblich habe er ihr erst einmal das richtige Hundeleben beibringen müssen: „So mit Gassi gehen und überall schnüffeln und so.“

Hmmm, DAS wiederum hätte ich dann doch zu gerne mal beobachtet, vor allem das „Schau-her-und-lerne“ beim Am-Hintern-schnüffeln. Naja, selbst schuld, warum wohne ich auch nicht in München? … Ach ja, genau, deshalb!





Es atmet!!!

28 05 2009

Das neue Handy ist da!

… mal wieder …

Natürlich war ich sehr interessiert daran, ob denn diesmal alles so funktioniert, wie es soll. Und siehe da: Nein, tut es wieder nicht.  Die gleichen Fehlfunktionen. Es ist allerdings ein neues Handy und nicht das reparierte von letzter Woche. Grmmbbblllfxxx, was nun? Rischdiisch, bei der Technikabteilung anrufen und meiner Verwunderung deutlich Ausdruck verleihen …

Nun ja, ich will es kurz machen: Es kann doch keiner ahnen, dass die Symbole über den Knubbeltasten eben keine Symbole für die darunter liegenden Tasten, sondern selbst Flächentasten sind. Das ahnt doch kein Mensch, sieht man auch nicht (es sei denn, man studiert aufmerksam die Betriebsanleitung, was aber unter meiner Würde ist) und nun tut mal nicht so, als ob Euch das allen sofort klar gewesen wäre, pah ….

Der Vorteil der Peinlichkeit ist aber, dass das Handy – oder besser: die ziemlich ordentliche Digitalkamera mit Anruffunktionen und anderen Features – nun also doch sehr okay ist und ausprobiert werden will. Ein klein wenig trauere ich meinem Klappklapp ob seiner Kompaktheit schon nach, aber das wollte ich so unddas gab es halt nicht zum Klappen oder Sliden. Es ist die klassische Riegelbauweise (mmhhh…Riegel …*lechz*), aber man muss trotzdem keinen Trenchcoat anziehen, um es unterzubringen.

Was mich derzeit allerdings am meisten beeindruckt, ist eigentlich ein Mini-Feature, geradezu ein veritabler Schnickschnack: Die „Breathe“-Funktion.

Um zu verdeutlichen, dass sich das Mobilfon im Standby-Modus befindet, leuchtet das Jog-Rad oder wie man es auch nennen mag, alle paar Sekunden dezent auf und dimmt dann wieder ab. Das Ganze im Rhythmus eines ruhig atmenden Menschen … also schon sehr ruhig. Im Hellen sieht man es nicht, aber im ansonsten dunklen Zimmer wirkt es. Ich werde mal ausprobieren, ob es als Einschlaf- oder Meditationshilfe taugt und wieviel Prozent Akkuleistung dafür draufgehen.

Oh ja, es atmet mich … alles wird schwer und warm … hoffentlich ruft jetzt keiner an, dann ist die ganze Entspannung beim Teufel (is ja gut, bevor ihr wieder Busse mit atheistischen Botschaften durch die Gegend fahren lasst: Es gibt aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Teufel, also lebt euer Leben, schon klar. Ist halt so eine angewöhnte Redensart, mein Gott … ähhh, nein, ich meinte … also …herrje …)





Abschwung

28 05 2009

Es findet ja dieser Tage die große Pädophilenmesse a.k.a. Turnfest im malerischen Frankfurt statt. Mich persönlich berührt dies eigentlich eher weniger, da mein Verhältnis zu Turnübungen bereits immer schon problematisch war, spätestens seit einem missglückten Bocksprung im Sportunterricht aber, bei welchem ich beinahe meine Zeugungsfähigkeit einbüßte, kaum dass sie überhaupt existierte, eigentlich nicht mehr vorhanden ist (also das Verhältnis zum Turnen, nicht das Andere).

Ein Großteil der Wettkämpfe findet zudem in Außenbereichen Frankfurts statt, die ich nicht regelmäßig besuche, also könnte ich die komplette Chose eigentlich recht gut ignorieren.

Die Stadtverwaltung bemüht sich jedoch, das Ganze zu einem Riesenevent aufzupimpen und hat sich deswegen unter anderem das Mainufer unter den Nagel gerissen, um dort tägliche Shows abzuziehen. Dort, wo sich normalerweise also nette Menschen wie Du und vor allem ich bei hübschem Wetter herumtreiben, beim Betrachten des westwärts ziehenden Wassers in leichte Meditation verfallen, verschiedene Bohnenzubereitungen im beigefügten Maincafé schlürfen und sich des Abends immer irgendjemand findet, der „Creep“ oder „Wish you were here“ unplugged klampft, ist derzeit immer noch Großbaustelle und gleichzeitig NoGo-Area mit großer Security, als erwarte man die O.bam.a-Kids am Schwebebalken.

Wie gut, dass es noch einige andere aufhaltenswerte Fleckchen gibt. Außerdem beginnt ja bald die Open-Air-Kinozeit, also dürfte in den nächsten Wochen eh mit reichlich schlechtem Wetter zu rechnen sein.

Ach ja, wollte ich nicht sowieso viel mehr lesen und TV schauen? ….





Der Autokönig

25 05 2009

*dingdong* …

„Ja, Guten Tag?“

„Tach, der Herr! Firma Schmittmüller und Söhne, Transporte aller Art. Wir sind dann wegen der Autos da.“

„Wie?..was?…wegen welcher Autos?…“

„Na, Sie sind doch Herr Horst Hotzenplitz.“

„Das schon…“

„Ja, und sie haben doch letzte Woche bei dem Telefongewinnspiel bei dem Dingens da…na…Schlach den Raben mitgemacht und 14 Autos gewonnen. So, und die bringen wir jetz’…“

„Nee,nee. Moment mal, mein Herr, ich hatte da aber mit der Redaktion eine andere Vereinbarung getroffen. Ich sollte 75% des Gegenwertes ausbez…“

„Also, davon weiß ich nix, wir liefern auch immer die Autos aus.“

„Ja, aber was soll ich denn mit 14 Autos?“

„Ich bin Transporteur und kein Vermögensberater, tschulljung. Also was die Autos betrifft…“

„Hören Sie, das ist doch absurd. Wer braucht den 14 Autos, wenn er nicht gerade Autohändler ist?“

„Na,irgend ne indische Großfamilie tät sich jetz’ bestimmt freuen.“

„Ich bin aber keine indische Großfamilie. Ich lebe hier mit meiner Frau und einer neunjährigen Tochter.“

„Na, dann können Sie ihr ja schon mal eine Kiste für späte reservieren. Also, Meister, das Problem ist: Sie wohnen hier in einer verdammt engen Straße. Da kommen unsere Transporter nicht rein…hätten se sich ja auch mal vorher überlegen können, als se hier eingezogen sind …chchchch…nä, war n Spaß. Also, wir stehen da hinten an der Durchfahrtstraße. Wenn Sie jetzt keinen zentralen Parkplatz haben, wo wir hinfahren könnnten, laden wir die da vorne überall ab, wo Platz ist. Ich sach Ihnen aber gleich, dass das Ärger mit der Ortspolizei geben kann, denn ohne Zulassung dürfen die da eigentlich nicht stehen bleiben. Is ja öffentlicher Verkehrsraum. Aber keine Angst, heute kommt auch noch ein Kleinlaster mit de ganze Papiere und Schlüssel zu Sie.“

„Das darf doch nicht wahr sein! Haben die Autos wenigstens unterschiedliche Farben?“

„Wo denkense hin, Mensch? Alle laubfroschgrün-metallic, wie sie im Fernsehen zu sehen waren. Das wär doch sonst Betrug, wenn wir Ihnen jetzt schwarze Autos hinstellen würden.“

„Na, die wären wenigstens .. ach egal…“

„Ja, dann Glückwunsch nochmal! Wenn Sie Absatzprobleme haben sollten. Mein Ältester braucht ne neue Karre. Für 5 Mille lass ich sie grad auf dem Laster und Sie haben eine Sorge weniger. Ach so, übrigens noch nen Tipp: Wenn Sie länger brauchen, um die Dinger zu verkloppen, sollten Se vielleicht besser n Gewerbe anmelden.“

Übrigens, Respekt, Herr Doktorand! Wenn mir meine Freundin Sekunden, nachdem ich drei Millionen gewonnen hätte, einen Heiratsantrag machte, würde ich vielleicht auch erstmal abwinken. Das wirkt schon komisch…

Andererseits und mit ein wenig Abstand betrachtet, könnte es natürlich auch sein, dass sie diesen Wunsch schon lange in sich getragen hat und jetzt nach stundenlangem Bangen und Zittern, während Sie sich letztlich erfolgreich  abmühten, von ihren Gefühlen übermannt wurde. Da isses jetzt natürlich nicht so romantisch, Nein zu sagen. Das könnte noch Ärger geben …

Nachtrag: War ja angeblich nur n Spaß, das mit dem Heiratsantrag. Also, ich glaube das sogar …





Freud&Leid GmbH und Co. KG

20 05 2009

… es begann ja bereits gestern damit, dass völlig unerwartet und weitaus schneller als angekündigt das neue Handy brav verpackt vor der Wohnungstür auf mich wartete. Ei, wie fein! Natürlich waren die Neugier und die Entdeckerlust mit eingepackt. Leider stellte sich recht schnell heraus, dass nicht alle Funktionstasten tatsächlich auch so funktionierten, wie sie sollten, weswegen sie ja bestimmt auch Funktionstasten heißen.

Also wieder retour mit dem Packerl und darauf hoffen, dass beim nächsten Handy alles anders wird. Davon ließ ich mir die Laune jedoch nicht nachhaltig verhageln; schließlich tut es das bewährte Klappkerlchen ja noch und ein Restmaß an Selbstbeherrschung konnte ich mir bewahren.

Heute dann beschloss ich spontan, den kurzfristig erworbenen freien Tag dahingehend umzustruktieren, als ich die geplante Einkaufstour in der nahen Großstadt auf das nötigste reduzierte und mir dafür einen kleinen Aufenthalt in einem der netten Parks mit angeschlossenem Kiosk/Café zu gönnen. Cappuschlürfend in ein Buch vertieft und ein wenig Sonne auf den Pelz brutzeln lassen, da war eine gute Entscheidung. Dabei fiel mir unter anderem wiederholt auf, dass sich derzeit ein gewisser Typ von Mutter durchzusetzen scheint:

22 bis 27 Jahre alt, schlanke bis leicht knabenhafte Figur, dunkle, lange Haare, die meist in einem Pferdeschwanz enden, intellektuell nicht verwahrlost, Casual Wear mit Schlabbershirt inkl. dauerbespucktem Schulterbereich, sand- oder khakifarbene 3/4-, 7/8- oder 13/15-Hose und schafthohe Sneaker, das Kleine natürlich im praktischen Carrier vor den Bauch gebunden.

Ich weiß nicht, warum mir ständig diese Art Mutter begegnet, ich möchte das auch keineswegs kritisieren, es fiel mir nur auf.

Gut erholt machte ich mich auf den Heimweg und dann dies: Die Konjunkturfördermaßnahmen machen sich bemerkbar, was im Falle des Großraums Frankfurt bedeutet, dass so ziemlich jede Straße, die nicht rechtzeitig auf dem Baum ist, aufgerissen und/oder neu asphaltiert wird. Alle und sofort, damit das gute Geld nicht verschimmelt. Deshalb also ein ungeplanter Verkehrsinfarkt und ich mittendrin.

Für ca. 200 Meter 10 Minuten, mein mathematisch immer wieder vereinzelte Anläufe nehmendes Hirn versuchte dies auf die noch zurück zu legende Strecke hochzurechnen und kam zu dem deprimierenden Ergebnis, dass dieser Tag bereits gelaufen sein dürfte. Da ging sie wieder hin, meine jüngst im Park mitgenommene gute Laune. Nun ja, man soll ja aus Allem das gottverf***t beste machen, also konnte ich die Wartezeit dazu nutzen, auf einem Großplakat Deutschlands liberalstes Supermodel mit seinem Wet-Hair-Look zu begaffen. Auch das noch!…

Letztlich befand sich die Baustelle aber auf halbem Weg und nach dem Passieren dieser ging es tatsächlich wieder zügiger voran. Juchheissasa, das Leben ist schön! Bis die nächste Baustelle auftauchte. Und dann kam auch noch die fahrspurreduzierte Bundesstraße nach Hause, uff. Immerhin durfte ich dadurch dieses Mal legal auf der eigentlichen Gegenfahrbahn cruisen und dafür sogar meinen Führerschein behalten.

Wenn das jetzt so weitergeht, werde ich mir heute abend nach dem voraussichtlich sehr erfreulichen Besuch des Herrn Marik, dem Maulwurfn, Rapante und Co. auf dem Heimweg den Fuß verstauchen, oje.

Wer denkt sich so etwas nur immer aus? …





Weckergemecker

19 05 2009

Was kann man schon von einem Tag erwarten, der mit Aufstehen, zumal frühem, beginnt?

Och, eigentlich noch recht viel. Sooo ein Morgenmuffel bin ich nun auch wieder nicht. Hin und wieder jedoch schüttet mir nachts jemand literweise Klebstoff ins Bett oder das Sandmännchen hat seine Lieferungen für das ganze Viertel komplett bei mir abgeladen, das faule Ding, das.

Für solche Fälle gibts ja Wecker und nur die wenigsten heißen Konstantin. Ich habe einen Radiowecker, der mich jeden Morgen mit einer Auswahl aus den selben geschätzen 50 Titeln beglückt. Wie mir heute aber lesehalber klargemacht wurde, hat sich auf dem Weckermarkt so einiges getan.

Früher galt es ja noch als innovativ, wenn man seinen Wecker mit „HALTDIEFRESSE!!!!“ anschreien oder sinnlos mit der Hand im Zimmer herumwinken musste, damit er Ruhe gab. Nun gibt es zum noch besseren Aggressionsabbau Wecker in diversen Ballhüllen, die an die Wand geworfen werden wollen, damit sie still sind (funktioniert übrigens nicht nur bei Weckern). Grundsätzlich eine gute Idee, setzt allerdings voraus, dass man viel freie Wand verfügbar hat und nicht schlaftrunken die gute Vase oder das Bild von Omma trifft.

Die Herausforderungen können aber noch weitaus höher sein. Ein Wecker muss mit einer Spielzeuglaserpistole genau ins Bulls Eye getroffen werden, um Ruhe zu haben, ein anderer sieht nicht nur aus wie einer dieser Killerbomben aus James-Bond-Filmen, bei denen Drähte in einer gewissen Reihenfolge getrennt werden müssen, damit nichts in die Luft fliegt, er funktioniert auch genau so.

Leute, Leute, ich bin froh, wenn ich am frühen Morgen beide Augen gleichzeitig aufbekomme und irgendwann gerade stehen kann. Das mag ja ein tolles Frühtraining für die GSG 9 sein, ich wäre damit heillos überfordert.

Das perfideste allerdings ist ein Wecker auf Rollen. Zunächst steht er brav auf dem Nachttisch oder dem Gesicht der Bettgespielin, sobald er jedoch seinen erbärmlichen fiesen Weckton erklingen lässt, setzt er sich in Bewegung und rollt unablässig durchs ganze Zimmer, während er lustig weiterklingelt und  solange gegen Stühle, Vasen, Blumenkübel usw. knallt, bis man ihn endlich geschnappt hat. Die durch völlig unkoordiniertes Herumtapsen im womöglich noch dunklen Zimmer entstehende Unfallgefahlr dürfte erheblich sein.

Da lobe ich mir doch diese Zen-Wecker, die einem mit leise beginnendem Vogelgezwitscher beglücken und selbst im Winter eine dezente Morgenröte im Zimmer simulieren, während sie gleichzeitig die Zeitung reinholen, einen Wellness-Tee aufkochen und einem eine kleine Massage verabreichen.

Das wird dann nur noch von arbeitsfreien Tagen getoppt.

Wuäähhh, Schreiben macht müde ….





TeVau mau

17 05 2009

Tja, liebe Leute vom Groahprie, da habt ihr euch aber mal hübsch vertan. Norwegen liegt doch gar nicht in Osteuropa. wie konnte denn das passieren? Ihr habt das mit dem neuen Bewertungssystem noch nicht so ganz drauf, häh? Aber niedlich, der Kleine, gell? Dass der so spät überhaupt noch auf sein und singen durfte ..

Und dann noch eine hervorragender 20. Platz oder so für AlexTriesOscarCries, so sehen gelungene Fernsehabende aus. Nächstes Jahr darf dann vielleicht mal Mi.cky Kr.ause oder der We.ndler ran, wie wärs?

Apropos Fernsehen: Hey, ihr da von C/und/A! Wenn ich „We are familiy“ höre, dann denke ich an wilde Zeiten in früheren Heten- oder heutigen Homodiscos oder gegebenenfalls auch noch an die chaotisch-symphatische Schlussszene von „The Birdcage“. Auf jeden Fall etwas mit richtig Schmackes. Die Rheumadeckenversion, die ihr für euren neuen Strandspot aufgenommen habt, funktioniert m.E. ja mal ü-ber-haupt-nicht! Und dann noch dieser Ba.llack in jünger, der sich am Schluss so gekünstelt wie möglich in einem Kapitalverbrechen von Strandshorts präsentiert … also, das machen wir jetzt noch mal schööön von vorne, ja?





Schlaf schön, Baby!

15 05 2009

Wenn ich das Tracklisting einer CD begutachte und darauf Stückenamen wie „Duschbrause“ oder „Brustpumpe“ entdecke, dann denke ich mir spontan, dass dies bestimmt wieder ein neues Projekt eines dieser Minimal-Techno-Frickel-Nerds aus dem Umfeld des „Ko.mpakt“-Labels oder vergleichbarer Musikschaffender sein muss.

In diesem Fall lag ich aber falsch. Auf „Duschbrause“ ist tatsächlich und ausschließlich eine Duschbrause zu hören. Sonst nichts. Ja, spannend, durchaus, aber häää? Die Lösung: es handelt sich um eine CD für Babies, welche mittels vertrauter Umgebungsgeräusche leichter in den Schlaf finden sollen. Sieben verschiedene Geräte aus typischen Familienhaushalten sind auf der Platte zu   finden; von „Staubsauger“ und „Haartrockner“ gibt es übrigens auch sog. „Long Versions“ zu hören. Club-Remixe findet man dagegen leider keine.

Das ist sogar nachvollziehbar. Ich kann mich z.B. noch dunkel daran erinnern, dass ich besonders gut schlafen konnte, wenn im Nachbarraum Konversation zu hören war, am besten noch mit TV-Geräuschen im Hintergrund. Alles okay, hieß das, die Welt dreht sich noch weiter, ich kann getrost eine Runde am Kopfkissen hören.

Warum ich allerdings 15 € oder mehr für eine CD mit Geräuschen bezahlen soll, die ich – abgesehen von der Brustpumpe – leicht selbst erzeugen kann, will mir nicht so richtig in den Sinn. Außerdem sind die jeweiligen Geräusche  isoliert aufgenommen worden, das wirkt sehr steril. Wo bleibt denn bei „Duschbrause“ der an Tierquälerei grenzende Johlgesang der kleinen Schwester oder bei „Staubsauger“ das ewige Nörgeln von Muttern, weil hier kein Mensch mal bereit ist, seinen Mist selber wegzuräumen und es so schlimm hier aussieht, das man sich nicht einmal mehr traut, die Nachbarn zum Kaffee einzuladen? Erst der Gesamteindruck führt doch dazu, dass sich der Nuckeldaumen in das Babymündchen schiebt und die kleine Seele zur Ruhe kommt.

Dennoch ein durchaus interessantes Projekt; ich warte bereits auf die Fortsetzung mit solchen Killertracks wie „Saftmixer“, „Radiowecker“ oder „kaputte Waschmaschine“.





Fortbildung

15 05 2009

Jippieee, kurz vor dem Wochenende noch etwas gelernt beim Telefonieren:

Plural von Datum:

Datümer!

Beeindruckend! Ich weiß aber nicht, ob die nette Dame am anderen Ende der Leitung nicht doch einem oder sogar mehreren Irrtums aufgesessen ist.





Something in the Air

14 05 2009

Na, immer noch „waiting for my man“, stundenlang am örtlichen Hauptbahnhof oder in Edeldiscos herumhängen, um an das Zeugs zu kommen? Das muss doch nicht sein! Wie man so liest, scheint man in gewissen Gegenden von Madrid und Barcelona sogar unfreiwillig Drogen zu nehmen, einfach nur, weil man ein- und ausatmet. In der Luft sollen messbare Partikel von Drogen vorhanden sein, vor allem Kokser kommen auf ihre Koksen Kosten.

Na,na, jetzt aber nicht schon hektisch die alten Umzugskartons hervorkramen und im Netz nach billigen Spanien-Flügen suchen bitte! Soooo hoch ist die Konzentration dann nun doch nicht. Selbst wenn man 1.000 Jahre dort lebte und atmete, wäre die aufgenommene Menge noch niedriger als die Tagesdosis eines durchschnittlichen Users. Bis dahin haben einem die anderen Schadstoffe, die einem in industrialisierten Großstädten so um die Nase wehen, schon lange den Garaus gemacht.

Es wäre also eher das leicht euphorisierende Gefühl, auf den Ramblas flanierend mit jedem Atemzug ein kleiiin wenig mehr spacey zu sein, dass einem in Richtung Iberia ziehen könnte. Nun ja, warum nicht, da gäbe es wahrlich schlimmeres.

Ich? Nein, ich muss das nicht haben. ich zehre noch heute von einer großen Dosis nett riechender Luft, die sich vor vielen Jahren anlässlich des Besuchs eines Lenny-Kr.avitz-Konzertes (ca. Let Love rule) in mir breit gemacht hat. Mehr muss jetzt nicht …

P.S: Hätte ich diesen Beitrag doch nur einige Stunden früher geschrieben, ich hätte Euch Blogfröschlein noch den ziemlich wunderbaren Film „Ich und du und alle die wir kennen“ wärmstens ans Herz legen können, der zur Zeit auf A.rte läuft. Inklusive einer der dramatischsten Goldfisch-Szenen ever und der Erfindung des Hin-und-her-Pupens. Sorry …