Harrywurst

2 07 2009

Da gibt es so einen Harry im Frühstücksfernsehen eines Prisatsenders (also, der heißt wohl tatsächlich Harry), welcher sich in seinen Kurzfilmen mit der Qualität von Schnellimbissgerichten, Fastfood (heißt so, weil es fast wie Essen schmeckt) und anderen Leckereien beschäftigt. Er nimmt selten ein Blatt vor den Mund (wiewohl ihn dieses vor manchem Gruselgericht schützen könnte) und kritisiert, was zu kritisieren ist. Wenn dann die betroffenen Zubereiter darauf hingewiesen werden, dass man Kartoffelpfannkuchen ruhig mal abtropfen lassen darf und überhaupt das Frittenfett öfter als einmal im Jahr gewechselt werden sollte, schauen diese meist recht bedröppelt drein. Kein Wunder, was soll man auch sagen, wenn man just aufgezeigt bekommt, dass ein Grillhähnchen besser nicht in der Fritteuse nachbehandelt werden sollte?

Alles in allem durchaus  ein sympathisches Kerlchen, dass einem immer wieder mal klar macht, wie schnell man Gefahr läuft, sich schwerverdauliches der Kategorie wääääh-und-spuck einzuverleiben. Etwas merkwürdig allerdings, dass im Abspann dieser Sendung dann stets (vermute ich zumindest) ein Werbetrailer dieser Biokostslowfoodmeditativesessenmarke mit dem goldenen M läuft.

Tatsächlich darf man aber den Verdacht hegen, dass die Essensqualität („Qualität“ kommt übrigens nicht von „Qual“) von Herrn Mac und Herrn King um einiges höher ist als manches, was mir in Atzes Mampfbude und Konsorten so angeboten wird. Schauerlicher Gedanke.

Mehr zum Thema: Soeben Bericht über Patricia B gesehen, ihres Zeichens Tochter eines abfärbenden Schlagerstars, welche in den letzten Monaten angeblich über 40 kg abgenommen haben will (war die nicht monatelang im Haus des großen Bruders? Kein Wunder…). In diesem Bericht wurde formuliert, sie habe sich …he…ähemmm…*räusper* …“von ihrem Körper emanzipiert“.

Bitte? Das klingt doch eher wie eine euphemistische Bezeichnung für Selbstmord! Ich vermute ja mal so ins Blaue hinein, dass es womöglich nicht allzu gesund sein dürfte, sich von seinem Körper zu emanzipieren. Aber wer weiß, wahrscheinlich  haben sich die Autoren des Beitrags ja bereits erfolgreich von ihrem Gehirn emanzipiert …


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Eine Antwort

2 07 2009
Richard Synn

Naja, man soll ja nicht alles über einen Kamm scheren (hab ich eh noch nie gemacht; rein praktisch mein ich jetzt), aber was die hygienischen Verhältnisse angeht sind der namentliche Fastschotte und der amerikanische König glaub ich schon etwas besser als Caros-Curry-Carussell anne Ecke. Bei den „Multis“ trifft man in dieser Hinsicht eher die pure Dekadenz an: Alles was nach (angeblich) 15 Minuten nicht verkauft ist, landet in der Food-Tonne. Ein tolles Wort…
Sagt natürlich alles nix über den Geschmack aus.

Dieser Harry-Typ wirkt aber tatsächlich ganz in Ordnung und kompetent. Würd mich dann doch mal interessieren, wie es an seiner Bude schmeckt…

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