Die neue deutsche Rechtschreibung (die ja hier gilt weil es ist ja hier Deutschland, nichwahr?) und die reichlichen damit verbundenen Fallstricke sind doch immer wieder ein Quell echter Freude. Heute zum Ballspiel berichtet die Tageszeitung über ein Gerichtsverfahren gegen einen Herrn, der nebenberuflich als Stalker unterwegs war, dessen Broterwerbsberuf jedoch „Messe-Bauer“ ist. Kleiner Schmunzler beim Lesen, jedoch schnell gefolgt von einer gewissen Mitleidigkeit. Mir ist das Frankfurter Messegelände nicht ganz unbekannt und ich kann nachvollziehen, wie schwierig es sein muss, dort, wo durchweg asphaltiert ist, Weizen, Kartoffeln oder Kopfsalat anzubauen. Außerdem muss man sich dann noch beim Traktorfahren hämische Kommentare ps-geiler IAA-Besucher anhören. Dann bereut er es mal wieder, vom Brücken-Bauer zum Messe-Bauer umgelernt zu haben. An den Brücken hatte er wenigstens seine Ruhe. Hätte er es doch nur so gemacht wie sein Cousin, der führt ein heiteres Leben als Vogel-Bauer …
Das rechtfertigt natürlich keineswegs das Herumstalken, aber es lässt ein wenig Empathie aufkommen.
Jetzt muss ich noch die Kurve zum Bienenstich bekommen. Offen gestanden wollte ich überhaupt nichts über Bienenstich schreiben, aber es war eine so schöne Alliteration, die konnte ich einfach nicht liegen lassen. Nun, Bienenstich (also nicht das unschöne Ereignis sondern die Torte) war einer meiner Lieblingsdesserts in der Kindheit, am liebsten die Version mit möglichst festem Pudding drinnen. Ich mochte aber auch Frankfurter Kranz sehr gerne. Beides habe ich schon lange nicht mehr gegessen und während ich darüber schreibe, bekomme ich ordentlich Schmacht. also Schluss jetzt, ihr habt ja bestinmmt auch noch andere Dinge zu erledigen …