Alter Mann mit nachlassender Warcr … Sehkraft bekommt sowas natürlich erst mit, wenn im Netz darüber geplaudert wird, aber doch immerhin:
Seit einiger Zeit finden sich hier und da offensichtlich die ersten aufgestellten Wurstautomaten. Nun ja, warum auch nicht, wenn es Fluppen, Getränke und Süßigkeiten oder sogar Ballerinas am Automaten gibt, warum dann nicht auch Wurst, eines DER deutschen Grundnahrungsmittel?
Ein wenig Nachdenken über das Warum sei dann aber doch erlaubt. An Automaten wird doch zumeist das angepriesen, auf das man spontan und zu jeder Uhrzeit Gelüste entwickelt. Das scheint mir bei Zigaretten und Schokoriegeln nachvollziehbar, bei Wurst nur bedingt. Klar, wer dachte sich auf dem Nachhauseweg von der Disse nicht schon einmal “Jetzt nen Happen Bierschinken oder Lyoner, das wärs”? Kaum jemand? Oooch!
Das mag dann auch erklären, warum ich bei einer kleinen Recherche entdeckte, dass der Betreiber eines Frankfurter Wurstomaten diesen plus den begleitenden und erst zur Hälfte ausgesessenen Knebelvertrag mit der vertreibenden Firma abgeben möchte. Vielleicht hat man doch die Absatzmöglichkeiten ein wenig zu optimistisch eingestuft. Vielleicht ist die Frankfurter Taunusstrasse auch nicht der klassische Absatzmarkt für derartiges. Banker suchen eventuell ja auch eher ein Zwischenlager für die eigene Wurst als sich noch eine zu ziehen.
Grundsätzlich möchte ich nun aber nichts gegen das Konzept gesagt haben, auch wenn ich mich persönlich eher an einem Käseautomaten stehen sehe. Existenzgründer voran, bestimmt ist es erfolgversprechender als noch ein Bubble-Tea-Shop.
Wir sollten uns dann allerdings auch an die tränenerstickte Stimme der Frau gewöhnen, die bei der Polzei angibt, ihr Mann sei doch nur mal kurz zum Geflügelwurstziehen runtergegangen und seitdem nicht mehr aufgetaucht.
Geflügelwurst, pffft, wer glaubt denn sowas …?