I am your Wurst Nightmare!
by lordfoltermord
Alter Mann mit nachlassender Warcr … Sehkraft bekommt sowas natürlich erst mit, wenn im Netz darüber geplaudert wird, aber doch immerhin:
Seit einiger Zeit finden sich hier und da offensichtlich die ersten aufgestellten Wurstautomaten. Nun ja, warum auch nicht, wenn es Fluppen, Getränke und Süßigkeiten oder sogar Ballerinas am Automaten gibt, warum dann nicht auch Wurst, eines DER deutschen Grundnahrungsmittel?
Ein wenig Nachdenken über das Warum sei dann aber doch erlaubt. An Automaten wird doch zumeist das angepriesen, auf das man spontan und zu jeder Uhrzeit Gelüste entwickelt. Das scheint mir bei Zigaretten und Schokoriegeln nachvollziehbar, bei Wurst nur bedingt. Klar, wer dachte sich auf dem Nachhauseweg von der Disse nicht schon einmal “Jetzt nen Happen Bierschinken oder Lyoner, das wärs”? Kaum jemand? Oooch!
Das mag dann auch erklären, warum ich bei einer kleinen Recherche entdeckte, dass der Betreiber eines Frankfurter Wurstomaten diesen plus den begleitenden und erst zur Hälfte ausgesessenen Knebelvertrag mit der vertreibenden Firma abgeben möchte. Vielleicht hat man doch die Absatzmöglichkeiten ein wenig zu optimistisch eingestuft. Vielleicht ist die Frankfurter Taunusstrasse auch nicht der klassische Absatzmarkt für derartiges. Banker suchen eventuell ja auch eher ein Zwischenlager für die eigene Wurst als sich noch eine zu ziehen.
Grundsätzlich möchte ich nun aber nichts gegen das Konzept gesagt haben, auch wenn ich mich persönlich eher an einem Käseautomaten stehen sehe. Existenzgründer voran, bestimmt ist es erfolgversprechender als noch ein Bubble-Tea-Shop.
Wir sollten uns dann allerdings auch an die tränenerstickte Stimme der Frau gewöhnen, die bei der Polzei angibt, ihr Mann sei doch nur mal kurz zum Geflügelwurstziehen runtergegangen und seitdem nicht mehr aufgetaucht.
Geflügelwurst, pffft, wer glaubt denn sowas …?

Vielleicht bin ich die Falsche, diesen Post zu kommentieren. Aber ich würde mich ja über einen Wurstautomaten in greifbarer Nähe sehr freuen. Nicht umsonst bekomme ich sogar von Freunden zum Geburtstag saarländischen Lyonerring (vom Schwamm, legger!) mit entsprechendem Kochbuch geschenkt und der Gatte achtet penibelst darauf, dass immer genug Worscht im Haus ist.
Von daher: ich find das besser als Kippen und Schoko.
Aber das ist doch der Punkt. (Stimmt, das isser wirklich) Wurst gehört doch zumeist zu den Dingen, die man in einem dieser größeren Häuser, wo man auch Käse, Brot, Butter, Spülmittel, Bananen usw. bekommt, eher in mehr oder weniger großer Bevorratung erwirbt.
Wenn es darum ginge, in Automaten Dinge zur Verfügung zu stellen, die man spontan möchte oder benötigt, wäre für mich beispielsweise ein Toilettenpapier-Automat hilfreicher, da ich sowas beim Einkaufen stets vergesse und erst … naja, wir müssen hier ja nicht ins Detail gehen …
Bzgl. spontaner Gelüste darf ich Sie noch auf einen Pizzaautomaten (ja, wirklich! Heiß und fettig angeblich), auf einen Goldbarren-Automaten (wahlweise auch Krügerrand für zwischendurch) und einen Regenschirmautomaten hinweisen. Alles zu finden in einem hiesigen sog. Shopping-Tempel (und das finde ich das Abartige!).
Stimmt, den Goldbarren-Automaten sah ich auch schon irgendwo. Ich kenne Gegenden, da stünde der Automat keine 10 Minuten.
Rein zur Befriedigung meiner destruktiven Seite fände ich z.B. auch einen Porzellanfiguren-Automaten brauchbar.
Also ein Toilettenautomat, das würde auch mir helfen. Und Regenschirmautomaten auf Bahnhöfen und Flughäfen fände ich auch ganz hilfreich. Wer weiß schon, wie das Wetter am Zieort ist? Und ich vergesse den Schirm immer, wenn es nicht schon zu Hause regnet.
Wurstautomat? Hm, hier stehen nachts, also wirklich nachts, in den stark frequentierten Kneipenvierteln Bratwurstverkäufer auf den Straßen. Das finde ich leckerer als einen Automaten. Und nach 3:00Uhr habe ich eh nur noch ein Gelüst, und das hat nix mit Würsten zu tun.
In manchen Nächten wäre mir auch ein Automat willkommen, an dem man sich eine große Mütze Schlaf ziehen könnte.
Wurst-Case-Szenario: Mitten in der Nacht aufwachen und kein Bierschinken im Haus. In meinem jetzigen Zustand unhaltbar. Vielleicht schreibe ich die Herren mal an, dass die einen Wurstomaten bei uns in der Nähe aufstellen. Das sollte das Absatzproblem zumindest bis Mitte des Jahres lösen. Was danach mit denen wird, ist mir sprichwörtlich wurscht.
Dazu zwei Fragen:
1. Müsste es konsequenterweise nicht “Wurst-Käs’-Szenario” heißen?
2. Wäre es dann nicht gleich sinnvoller, einen Kombiautomaten aufzustellen, in dem neben Wurst auch Rollmöpse, Salzgurken, Sahnetorten und Schaumwaffelgebäck verfügbar sind oder planen Sie, nicht zu dieser speziellen Form von Austragenden zu gehören, die zu derlei lukullischen Rundumschlägen neigen?
Mir reicht Wurstware und Nutella. Letzteres ist standardmäßig und ständig in großen Mengen vorhanden. Nur die ständige Wurstverfügbarkeit ist nicht gewährleistet.
Und kommen Sie mir nicht mit Käse!
Gibt es auch Senf dazu?
Eine gute und berechtigte Frage, die ich leider nicht beantworten kann.
Ich hoffe aber, der Senf bekommt ein eigenes Fach im Automaten, nicht das da so ein Nupsi mit Öffnung herausragt aus dem dann … uääärgs!