Das Böse ist immer und überall

28 12 2009

Also, das mit dem Nacktscannen ist schon mal eine gute Maßnahme gegen den täglichen Terror aus der Luft. Das genügt aber sicher noch nicht. Zunächst sollten die Nacktscanner an eine Internetseite angeschlossen werden, denn schließlich sehen 4 Millionen Augen mehr als zwei und es finden sich bestimmt einige aufrechte Staatsbürger, die sich bereit erklären, ein wachsames Auge auf potentielle Bösmenschen zu werfen. Sicher gibt es dabei auch einige Spezialisten, die am besten beurteilen können, ob das Ding in der Körpermitte der Brünetten wirklich ein Tampon oder nicht doch ein gefährlicher Sprengsatz ist.

Weiterhin sollte man bei den Fluglinien die bisherigen Sitze gegen Käfige austauschen. Am sinnvollsten wären Liegendkäfige mit Kathederanschluss, diese könnten dann auch stapelweise montiert werden und somit die Beförderungskapazität der Flugzeuge erhöhen.  Sicherheit UND wirtschaftlicher Vorteil, was will man mehr?

Weiterhin empfehle ich, dass jeder Fluggast bei Ticketbestellung mindestens einen Familienangehörigen oder eine überprüfbar nahestehende Person benennen muss, die dann während des Fluges in „staatliche Aufsicht“ genommen und erst nach erfolgreich verlaufenem Flug wieder entlassen wird.

Schließlich sollten präventiv alle im Handel befindlichen „MacGyver“-DVDs konfisziert werden, damit nicht auch noch jeder Amateurbomber lernen kann, wie man aus Kaugummipapier, einen Stück Vollkornbrot und einem Schnürsenkel eine gefährliche Waffe basteln kann.

Dies sind nur einige gutgemeinte Vorschläge, aber uns sollte keine Anstengung zu groß sein, um unsere Sicherheit und Freiheit zu verteidigen, nicht wahr?

Ja,ja, noch schmunzelt ihr …





Überschrift, unterirdisch

26 12 2009

Lieber ursprünglich in Luxemburg beheimateter Primatfernsehsender!

Ich kann das ja verstehen: Wer möchte schon gerne an den Weihnachtsfeiertagen arbeiten? Andererseits passieren aber auch an diesen Tagen Neuigkeiten. Der Papst wird geschubst, die USA schenken sich selbst eine Krankenversicherung (oder sind zumindest auf dem Weg dahin) usw. und all das will ja auch publiziert werden, unter anderem im firmeneigenen, mittlerweile etwas altbacken wirkenden Videotext. Gottseidank finden sich aber doch ein paar einsame Singles, Azubis und Praktikanten, die die weihnachtliche Notbesetzung übernehmen.

Sie wissen dabei auch, dass gerade bei Videotext-Schlagzeilen die Würze in der Kürze liegt und prägnantes Formulieren gefragt ist. Ahaaber das ist heutzutage ja kein Problem. Die Jungen haben sich ja von 160 Sms- Zeichen jetzt auf 140 Zeichen heruntergezwitschert und sind knappe Formulierungen gewohnt. Wären sie noch ein halbes Jahr länger dagewesen, hätten sie vielleicht auch noch etwas darüber gelernt, wie man geschickt mit Bildern und Metaphern in einer Schlagzeile umgeht. Dann hätte folgende Meldung vielleicht nicht stattgefunden:

„Feuer löscht Familie aus!“

Man sollte sich vielleicht nicht nur auf das Synonym-Wörterbuch stürzen, sondern mal so zwei, drei Sekunden darüber nachdenken, was man für einen Schmodder raushaut. Dies nur mal als Tipp, bevor es heißt „Flutwelle heizt Inselbewohnern ein“ oder „Steigende Opferzahl bei Bergabsturz“

Bitte?..ach, der Chefredakteur hat selber…? Jaja, ich bin ja schon ruhig … hätte ich mir ja denken können …





Rangar Foltermord erklärt es euch

13 12 2009

Huch, da behandelt ein langjährig aktives Wissensmagazin in seiner aktuellen Ausgabe nicht nur die geheime Welt der Sushi-Shubereitung, sondern möchte auch aufklären, woran man einen Psychopathen erkennt. Dafür muss man aber keine Dreieurofuffzich ausgeben und sich die Zeitschrift von diesem Kioskbetreiber mit dem angstauslösenden kalten Blick aushändigen lassen, das erkläre ich euch doch gerne auf der Stelle für lau:

Also, wenn du z.B. schon Jahre heimlich ein wenig in Deinen herrischen, verheirateten, scheißfreundlich wirkenden Vorgesetzten verknallt bist, er dich aber lange Zeit kaum wahrzunehmen scheint, obwohl Du für ihn seit Jahren Gratis-Überstunden schiebst, ihr euch endlich an einem Betriebausflug näher kommt und er dich davon überzeugt, dass Du der einzige Grund bist, warum er es noch bei dieser Kackfirma aushält, am nächsten Tag dich aber wieder kaum zu kennen scheint und nachdem Du ihm von Deiner Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt hast, dich aus der Firma wirft und ein von Dir eingefordertes klärendes Gespräch in der Form stattfindet, dass ihr in seinem Auto sitzt und Du einen tränenerstickten Monolog hältst, während er wortlos mit 250 km/h die Autobahn entlangfliegt, dann könntest Du mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit an einen Psychopathen geraten sein.

Außerdem solltest du dich mal selbst durchchecken lassen …

Sozio- wie Psychopathen zeichnen sich also unter anderem durch eine nicht zu übersehende Teilnahmslosigkeit am Leben Anderer aus. Rein zufällig möchte ich an dieser Stelle nochmals auf meine einen Post weiter unten angebotene Frageaktion hinweisen (einen größeren Zaunpfahl konnte ich nicht auftreiben). Es gab ja schon eine gewisse Beteiligung, aber ich vermisse immer noch Fragen wie nach der Länge meiner Nase, „iph.one oder bla.ckberry“ oder was mein lebenslanges Lieblingslied sein könnte und ich hätte noch wundervolle Antworten wie „Geht Dich mal rein gar nix an“, „Weder noch“ oder „Die Biene Maja“ zu vergeben.

Auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Person … nein, eher aus purer Langeweile natürlich habe ich für die formatfixierten Lesefröschlein hier VORÜBERGEHEND auch ein Springförmchen gebastelt in dem ihr eure Fragen ebenfalls los werden könnt und zwar hier:

http://www.formspring.me/lordfoltermord

So, und das nächste Mal erkläre ich dann vielleicht, wie man Joghurtbakterien auf rechts dreht …





Klappe, Baby!

27 11 2009

Der intergalaktische Rat … hä? …nein der „Ethikrat“ empfiehlt die Abschaffung von Babyklappen. Zum einen meinen Vertreter dieses Rates, es würde damit ein Angebot geschaffen, bei dem vorher gar keine ausgeprägte Nachfrage vorhanden war. Zum anderen sei so das Recht des Kindes auf die Kenntnis der eigenen Identität nicht gewahrt.

Als ich nur die Schlagzeile las, dachte ich wie wohl viele „Ihr Spinner“, allerdings mache ich es mir damit sicher ein wenig leicht. Die Angebot-Nachfrage-Argumentation verfängt bei mir allerdings nicht besonders. Was wäre denn mit den ca. 500 Klappenbabies der letzten 10 Jahre passiert, gäbe es diese Einrichtungen nicht? Ich vermute mal, ein kleiner Teil wäre irgendwann von einem Trüffelsammler in einer vergrabenen Tüte im Wald entdeckt worden. Ein weiterer etwas größerer Teil irgendwo ausgesetzt  und mit Glück rechtzeitig gefunden worden, dann aber sehr wahrscheinlich mit einem ordentlichen Trauma versehen. Der größte Teil wäre wohl bei der Mutter aufgewachsen, die damit aber heillos überfordert gewesen wäre und das Kind nicht einmal wollte, was sich sicherlich auch auf die Kindspsyche auswirken wird. Das scheinen mir alles keine besseren Alternativen zu sein.

Das Recht auf Identität ist sicher ein bedenkenswerter Faktor. Allerdings gibt es immer mehrere Rechtsgüter, die gegeneinander abgewogen werden wollen. Sollte sich im sehr frühen Stadium eine Familie finden, die dieses Baby auch möchte, sehe ich den positiven Effekt einer solchen Sozialisation als bedeutender an. Überdies kann ich mir auch kaum vorstellen, dass nur eine der Frauen, die Babyklappen benutzten, ihr Kind leichten Herzens aus dem fahrenden Auto  in die Klappe geworfen hat. Vielmehr stelle ich mir von Schlaflosigkeit zermürbte Mütter vor, die noch  stundenlang vor der Klappe (oder zumindest in deren Nähe) auf- und ablaufen und mit sich hadern. Ein Kind abgeben ist sicher nicht wie Müll runterbringen.

Wer in unserer sozial immer grobmaschigeren Welt dann mit ach so hehren ethischen Aspekten herumwirbelt, sollte sich seiner Verantwortung dabei sehr bewusst sein.

Meine Haltung: Schlimm, dass es Babyklappen geben muss; gut, dass es sie gibt.





12.000 Höcker

26 11 2009

Erster Fakt:

Offensichtlich wird derzeit ein australisches Dorf von einer Herde Kamelen (immerhin 6.000 Stück) „terrorisiert“, die sich dort breitgemacht haben. Ich kann es mir plastisch vorstellen, wie sie um brennende Mülltonnen herumstehen und Passanten belästigen oder in ihren abgewetzten Lederklamotten mit Motorrädern durch das Dorf rasen und Briefkästen zertrümmern; auf den Jacken die Inschrift „Rebel Camel“.

Zweiter Fakt:

Die Kamelpopulation soll sich Wissenschaftlern zufolge alle 7 Jahre verdoppeln; ungehemmte Vermehrungsmöglichkeiten vorausgesetzt.

Schlussfolgerung:

Tja, liebes Dorf, das ist sicher blöd aber da seid ihr selbst schuld. Hättet ihr euch 70 Jahre früher um diese Problematik gekümmert, wären es gerade mal 6 oder 7 Kamele gewesen und mit denen wäre man fertig geworden. Die Kamele zu vertreiben, indem man ihnen den Zugang zu Wasser unterbindet, wäre übrigens keine sehr wirksame Maßnahme …

Wer daraus jetzt Ableitungen für andere Probleme wie Weltklima usw. erstellen möchte, darf dies selbstverständlich kostenfrei tun.

Warum han die Australier kaa Brot? Weils kaa Mel han …





Gottes Werk und Blankfeins Beitrag

9 11 2009

Na, ditte nenn ick  ma’..hoppla..Berlin-Modus AUS!

Na, das nenne ich mal ein gesundes Selbstbild. Der Chef einer der weltgrößten Banken, ein gewisser Herr Blankfein (hört sich irgendwie wie einer der Namen an, die früher in MAD benutzt wurden, Feinstein usw.) bezeichnete in einem Interview unter anderem Blödsinn die segensreiche Arbeit, die Banken tun und damit den Wohlstand der Menschen mehren, quasi als Umsetzung von „Gottes Werk“.

Jaja, das kann man schon so sehen. Das Geld anderer Menschen mehrfach an Glücksritter verleihen, der momentan notleidenden Kleinfamilie aber nicht mal einen Kleinkredit gewähren, für Geld, das ihnen von der arbeitenden Bevölkerung zur Verfügung gestellt wird, minimale Zinsen zu zahlen, dafür aber 15% und mehr zu verlangen, wenn mal der Dispo überschritten wird, sowas und dergleichem mehr klingt schon wahrhaft göttlich. Sie scheinen mir ein hintergründiger Atheist zu sein, Sie Schlawiner…

Ich bin leider nicht sehr bibelfest, aber gibt es im NT nicht eine Stelle, wo der Filius vom Alten jemanden wie Sie aus demTempel geschmissen hat? Naja, der war als damals arbeitsloser und herumziehender Zimmermann ja auch nicht eben kreditwürdig, gelle?

Nur weiter so!





Things that make u go BOOOOM!

21 10 2009

Eine kurze Nachfrage an die Fachfrauen und Fachmänner:

In welchem Semester des Jurastudiums lernt man eigentlich das Formulieren rotzfrecher Briefe inklusive der Zugabe haltloser bis lächerlicher Androhungen? Existiert u.U. ein studienfachübergreifendes Nebenstudium „hocharrogantes Verhalten“?

Die Häufigkeit derartiger Machwerke (welche ich glücklicherweise meist nur beruflich vor Augen haben muss) lässt mich mittlerweile an meiner urspünglichen Theorie zweifeln, derzufolge eine naturgegebene Spezialbegabung – beispielsweise das wissenschaftlich mittlerweile anerkannte Arschloch-Chromosom – dafür ausschlaggebend sein könnte. Derart viel Spezialbegabte erscheinen mir zweifelhaft …

Wenn Herr Krug seinerzeit als götterspeisemuffelnder Anwalt Liebling-Kreuzberg herumpolterte, fand ich dies meist noch charmant unterhaltsam; das Gleiche aber von den RAen Dr. Vollpfosten-Schreddermich u. Koll. kredenzt, wirkt nur noch hassgenerierend. Seid ihr denn mit lachhaften Abmahnverfahren gegenüber Internetseiten noch nicht ausgelastet?

Die liebenswerten, engagierten, philanthropen Kämpfer für das Recht sind mit diesem Blog übrigens selbstredend nicht gemeint, man sollte ja nicht alle über eine Schere kämmen …





Schlag-Zeilen

16 10 2009

Natürlich und selbstredend ist die Anwendung von Gewalt böseböseböse und eigentlich nie gerechtfertigt außer ganz selten oder zur Selbstverteidung und man sollte das auch keineswegs dulden oder bagatellisieren.

Dennoch gab es da etwas an der Kurzmeldung

„Die britische Sängerin Leo.na Lew.is („Bleeding Love“) ist bei einer Autogrammstunde in London von einem Mann angegriffen und ins Gesicht geschlagen worden“,

das mich ein klein wenig schmunzeln machte. Nur sehr kurz natürlich, denn sofort darauf setzte eine ziemlich umfassende Besorgnis ein. Wenn das nun eine Rechtfertigung für Gewalt darstellt, sollten sich aber beispielsweise NineInchNails („Hurt“), Florence and the Machine („Kiss with a fist“) oder Depeche Mode (ein ganzes Album namens „Violator“) schon mal um verstärkten Personenschutz bemühen (wobei DM derzeit ja sehr weit weg sind von Londoner Schlägern, nämlich in Chile…nein, Panama…quatsch, Ecuador…? …. na, da wo die Luft dünn ist halt).

Also, lasst eure aufgestaute Wut gefälligst nicht an populären Musikern aus! Hmm…ob es eigentlich eine tiefere Bedeutung hat, dass die Worte „Schlagerbarde“ und „Schlägerbande“ phonetisch so eng beieinander liegen …?





Klappe!Text!

13 10 2009

Buchmesse-Special-Post:

Im verzweifelten Bemühen, Tipps und Anregungen hinsichtlich eventuell zu lesender Bücher zu erhalten, scheinen die sog. Klappentexte keine allzugroße Hilfe darzustellen.

Zunächst habe ich in vielen Jahren noch keine einzige Beschreibung gelesen, die nicht mindestens von milder Euphorie bestimmt war. Eine Kurzkritik á la „XY hat schon bedeutendere Werke als dieses verfasst, aber es ist ganz okay“ findet man einfach nicht.

Aufschlussreicher könnten da Zitate aus Buchbesprechungen von Zeitungen und Zeitschriften oder sonstigen Medien sein. Allerdings gibt es mir schon zu denken – und man darf mir hier ruhig einen gewissen Dünkel unterstellen -, wenn die einzigen wohlwollenden Zitate aus der G.ala, Wild und H.und, der Sup.erIllu oder AutoMot.orSport stammen.

Noch kompetenter erscheinen zunächst Lobesworte von Berufskollegen. Aber auch hier macht es für mich bspw. einen Unterschied, ob sich John Ir.ving oder Tommy J.aud äußern. Darüber hinaus geben einige wohlbekannte Autoren offenbar jedem Autorenkollegen, der es möchte, auf Zuruf eine wohlwollende Empfehlung mit auf den Weg. Jonat.han Franz.en scheint mir unter anderen so einer zu sein. Dieser Name tauchte in letzter Zeit häufig auf den Rückklappen von Büchern auf.

(Notiz an mich: bei IHK nachfragen, ob „Buchbesprechung jeder Art“ ein lohnenswertes Nebengewerbe abgeben könnte).

In der Interpretation solcher Kurzkritiken scheint mir außerdem die selbe Detailkenntnis und Fähigkeit wie beim Lesen von Arbeitgeberzeugnissen gefragt zu sein:

„XYZ versteht es immer wieder , seine Leser zu überraschen“

(Man ist immer wieder überrascht, dass er von Roman zu Roman noch schlechter werden kann)

„Ein typischer ABC!“

(Furchtbar wie immer)

„Dieses Buch wird Ihr Leben verändern. Definitiv!“

(Es macht Sie zumindest um 22,90 € ärmer, dafür aber um die Erkenntnis reicher dass Xb.oxdaddeln vielleicht doch die bessere Freizeitbeschäftigung darstellt).

„Die Autorin nimmt Ihre Leser mit in eine funkelnde Parallelwelt, die die Grenzen unserer Phantasie auslotet und unsere Sinne in einem wunderbaren Strudel der Erlebnisse Reizen aussetzt, die wir gar nicht mehr in uns vermutet haben“

(Das Buch wurde wohl unter Drogen geschrieben, die Handlungsstränge haben keine logische Struktur, weil die Autorin am Ende nicht mehr weiß, was sie am Anfang geschrieben hat. Der Leser hält dies aber für hohe Kunst, weil er es nicht versteht)

Solche Dinge eben …

Wäre es da nicht hilfreicher, den freien Platz für Werbeanzeigen zu nutzen und dadurch den Verkaufspreis zu senken? Ich halte mich solange lieber an die …ähem…objektiven und erfahrungsdurchdrungenen Kritiken der Leser auf am.azon oder anderen Spezialistenplattformen.





Wo die wilden Müller wohnen

8 10 2009

Letzter Satz einer Kurz-Bio über die frischgeschlüpfte Literatur-Nobelpreis-Trägerin Herta Müller: „2005 war sie „Heiner-Müller“-Gastprofessorin an der Freien Universität in Berlin, wo sie heute lebt“. (Lassen wir mal die Frage beiseite, warum sie sich Heiner nennen musste, um an eine Gastprofessur zu kommen, es geht um Anderes)

Das stelle ich mir spannender vor als Udos Daueraufenthalt im „Atlantic“. Ich kann das gut nachvollziehen; sehr wahrscheinlich hat sie während ihrer Gastprofessur derart viel Gefallen an der FU gefunden, dass sie mal auslotete, was gehen könnte. Und siehe da, es war ein Zimmer frei. Jetzt begegnet sie wohl schon auf dem Weg zum Zähneputzen den ersten übereifrigen Studenten und muss zusehen, dass sie die Wäsche abhängt, bevor das Audimax geöffnet wird. Das Studierzimmer ist die unieigene Bibliothek und mehrere Monate im Jahr hat sie den ganzen Komplex fast für sich alleene.

Den Mensafraß muss sie halt hinnehmen.

Glückwunsch, Frau Müller! … also nicht nur zum Nobelpreis sondern vor allem zu dieser ungewöhnlichen Wohnform.