Wenn man alleine in große Buchläden geht, fühlt man sich schnell verloren und erschlagen von der schieren Menge an gebundenem Papier. Wie angenehm, wenn sich dann die verängstigten Augen an etwas festlesen können. Die Frau Pass.ig und der Herr Lo.bo (hatte der nicht mal einen Schmusehit in den 70ern?) haben ein Buch geschrieben, das sich damit beschäftigt, wie man Dinge geregelt bekommt, ohne einen Funken Selbstdisziplin. Wie heißt es gleich noch? Ah ja, „Wie man Dinge geregelt bekommt ohne einen Funken Selbstdisziplin“.
Schon mal sehr symphatisch, der Titel. Kommt auch meinen Neigungen sehr entgegen. Ich habe zwar nur mal einen kurzen Blick hinein geworfen, aber es scheint sich vor allem mit den reichlich vorhandenen Lebensorganisationsbüchern auseinander zu setzen. Endlich muss ich kein allzu schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich Unangenehmes auf morgen verschiebe. Das nennt sich dann „Prokrastination“ und wenn es genug Leute haben, wird es bestimmt auch mal als Krankheit anerkannt und ich komme günstiger ins Museum.
Zum Thema „Aufschieberitis“ könnte ich so einiges loswerden, da habe ich so meine Erfahrungen. Könnte ich ja jetzt mal tun … also jetzt nicht sofort, aber bald … erstmal Haare waschen und Schnürsenkel der Länge nach sortieren … dann … spätestens morgen … hmmm, da kommt doch diese tolle Serie im Fernsehen … na, auf jeden Fall in nächster Zeit … ganz bestimmt …