Später …

17 11 2008

Wenn man alleine in große Buchläden geht, fühlt man sich schnell verloren und erschlagen von der schieren Menge an gebundenem Papier. Wie angenehm, wenn sich dann die verängstigten Augen an etwas festlesen können. Die Frau Pass.ig und der Herr Lo.bo (hatte der nicht mal einen Schmusehit in den 70ern?) haben ein Buch geschrieben, das sich damit beschäftigt, wie man Dinge geregelt bekommt, ohne einen Funken Selbstdisziplin. Wie heißt es gleich noch? Ah ja, „Wie man Dinge geregelt bekommt ohne einen Funken Selbstdisziplin“.

Schon mal sehr symphatisch, der Titel. Kommt auch meinen Neigungen sehr entgegen. Ich habe zwar nur mal einen kurzen Blick hinein geworfen, aber es scheint sich vor allem mit den reichlich vorhandenen Lebensorganisationsbüchern auseinander zu setzen. Endlich muss ich kein allzu schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich Unangenehmes auf morgen verschiebe. Das nennt sich dann „Prokrastination“ und wenn es genug Leute haben, wird es bestimmt auch mal als Krankheit anerkannt und ich komme günstiger ins Museum.

Zum Thema „Aufschieberitis“ könnte ich so einiges loswerden, da habe ich so meine Erfahrungen. Könnte ich ja jetzt mal tun … also jetzt nicht sofort, aber bald … erstmal Haare waschen und Schnürsenkel der Länge nach sortieren … dann … spätestens morgen … hmmm, da kommt doch diese tolle Serie im Fernsehen … na, auf jeden Fall in nächster Zeit … ganz bestimmt …





Hau mich um…

5 05 2008

Wieso liest man Zeitung? Im Zweifelsfall, um mitzubekommen, was so in der Welt vor sich geht und unter Umständen etwas dazu zu lernen, z.B. ob man „dazuzulernen“ auch in einem Wort schreiben kann.

Manche Zeitungen haben sogar extra eine Rubrik „Wissen“ oder etwas dergleichen eingerichtet. Meist stehen dort obskure Mitteilungen über neu entdeckte Bakterienstämme bei Eidechsen oder beobachtete Supernoven im Bereich von T500-Zaura. Hin und wieder aber – so z.B. heute – wird es richtig lebensnah.

„Hunde kommunizieren bellend miteinander“ war dort zu lesen. Tja, da wird die Geschichte das Canismus wohl neu überdacht werden müssen und ich kann meine geplante Doktorarbeit über die Funktion der Zeichensprache bei Vierpfötern wohl in die Tonne kloppen. Hätte ich einen Bello, wie gerne hätte ich ihm diese epochal neue Erkenntnis vorgelesen und auf ein verständnisvolles Kopfnicken seinerseits gehofft.

Jetzt hatte ich es so nach und nach geschafft, mich von der Schlagzeile „Großbritannien von Wassermassen umschlossen!“ zu erholen, die sich im letzten Jahr zur Zeit des britischen Hochwassers verbreitet hatte und jetzt dies…

Eine kleine Vorschau auf künftige Attraktionen gefällig?

„Nachts aufgrund mangelnden Sonnenscheins vorwiegend dunkel!“

Kommt damit klar!





The overnext Uri Geller?

29 04 2008

Am 24.4. hatte ich einen Post zur EM-Song-Plage veröffentlicht, in welchem ich in einer Nebenbei-Bemerkung erwähnte, dass es Menschen gibt, die die ganze EM gar nicht interessiert und die lieber im Keller nach ihren Lieben sehen.

Zwei Tage später wird bekannt, dass es Menschen gibt, die sogar 24 Jahre lang im Keller nachgeschaut haben und vieles mehr.

Bisher hatte ich nicht das Gefühl, besonders hellseherisch begabt zu sein, aber eventuell entwickelt sich derartiges im Laufe des Lebens. Das macht mir ein ganz klein wenig Angst irgendwie…(spürt Ihr einen kalten Windhauch hinter Euch?)

Bleibt zu hoffen, dass sich mit meinem Post betreffend CERN (Hilfe, Ihr bringt das Univers um!) nicht ähnliches ereignet… 

 

 





Auauau!!!!

21 04 2008

Die werte Leserschaft muss akut auf neue Blogs verzichten, da ich derzeit tagesfüllend mit Jammern und Wehklagen über meine irgendwie lädierten Nackenwirbel und den daraus resultierenden Schmerzen, ohmeingottdieseschmerzen, beschäftigt bin.

Mir bleiben noch drei Alternativen derzeit:

1. Tigerbalm

2. Massage (dafür bräuchte ich aber erst einen Termin)

3. Nichts machen, hoffen, dass es besser wird und solange weiterjammern.

grmmblfxxx…





Sommerpause!

15 02 2008

pause.jpgJa…jetzt, nicht dann, wenn sie jeder macht…

C U soon!





Fast n Post

6 02 2008

Nun, liebe Schwestern und Brüder, wird wieder allen Ortes gefastet. Von vielen wird der Fastenbegriff allzu eng interpretiert als der vorübergehende Ersatz von Schweinshaxe, Döner oder Pommes rotweiß durch Gemüsebrühe und stillem Wasser.

Fasten jedoch ist mehr als eine vorgezogene Frühjahrs-Nulldiät; es geht doch vielmehr um das Ausüben eines Verzichts. Man verzichtet freiwillig auf etwas, das einem das übrige Jahr wie selbstverständlich begleitet und gelangt so zu einer Form von innerer Reinigung, körperlich aber auch seelisch bedeutsam.

Es bestehen so viele Möglichkeiten, am Verzicht teilzunehmen. Hessen verzichtet auf eine Regierung, Heiner Bremer verzichtet auf eine deutliche Aussprache, Nokia verzichtet auf mehrere Hundert Arbeitsplätze, der klassische Winter verzichtet auf seine Existenz, Werder Bremen verzichtet auf Meisterschaftsambitionen, der Klempner verzichtet auf pünktliches Erscheinen oder sogar auf das Erscheinen insgesamt, viele Autofahrer verzichten auf Rücksicht, Straßenschilder und Ampeln, die Nahrungsmittelindustrie verzichtet auf moderate Preiserhöhungen, Alex C. verzichtet auf neue Melodien für den nächsten „Song“, der Verfassser dieser Zeilen verzichtet auf eine Kategorisierung dieses Posts und derlei mehr ist zu beobachten.

 Ob sich auch Pro7 in den allgemeinen Reigen einklinken mag und bald auf „The next Uri Geller“ verzichten wird? Oder muss man erst aus tiefstem Herzen STOP IT!!! rufen?

 Lasset uns hoffen…