*dingdong*
Oh, nein, diesmal ist es nicht nicht die nymphomane Nachbarin, die mal wieder Zucker benötigt oder der verwirrte Alte, der fragt, ob er mal schnell mit den Aliens telefonieren darf, weil er seine Geldbörse bei ihnen vergessen hat. Diesmal ist es der Volkszähler!
Ach, jetzt stellt Euch mal nicht so an! In jedem Laden muss hin und wieder Inventur gemacht werden. Am Ende sind wir womöglich nur 50 und nicht 80 Millionen und wir können uns einige Autobahnen und Industriegebiete sparen. Außerdem werden ja nur 10% der Bevölkerung befragt und nur ganz harmlose Dinge. Bevor ihr also Klage beim Bundesverfassungsgericht einreicht, denkt mal kurz darüber nach, was ihr sonst alles freiwillig von Euch preisgebt, vor allem im Netz, inklusive Fotos des aktuellen Morgenschisses.
So ganz naiv solltet ihr an die Sache dennoch nicht herangehen. Bei folgenden Gesprächsverläufen beispielsweise möchte ich zur äußersten Vorsicht und geeigneten Maßnahmen raten:
“So, während Sie diesen Bogen ausfüllen, möchten Sie vielleicht ein wenig mit mir über Gott reden?”
“Sie haben aber eine toll eingerichtete Wohnung! Ist das denn auch alles ausreichend gegen Waserschaden und Diebstahl versichert? Ich habe hier zufällig …”
“Jetzt benötige ich noch die Anzahl der vorhandenen Slips. Haben Sie auch welche in pink und aus Seide? Tragen Sie momentan einen davon?”
“Haben Sie eine Alarmanlage im Haus? Falls ja, welche Firma und welches Modell?”
“Wolle Rose kaufe?”
“Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welcher Partei …”
“Hätten Sie etwas dagegen, meinem Cousin, ein nigerianischer Prinz, ihr Konto gegen eine großzügige Belohnung vorübergehend zur Verfügung zu stellen, um seine 25 Millionen Nigitaler, die ihm das verbrecherische System wegnehmen will, retten zu können?”
“Ich sehe, Sie haben einen Fernseher und Radio im Haus. AHA! Wieso sind die bislang nicht angemeldet???”
“Was ist das für eine rote Flüssigkeit, die unter Ihrer Badezimmertür durchsuppt? Hier schreit doch irgendwo auch jemand, oder? “
Wer also ein wenig achtsam ist, hat sicher nichts zu befürchten. Alles wird gut und wer weiß, vielleicht bleibt die Eintracht ja doch in der ersten Liga … (keine dummen Sprüche!!!)


