I|see|a|ship|in|a|harbour

Netter Titel (willkommen übrigens alle New-Or.der-Fans, die sich aufgrund des Titels hierher verirrt haben, machts euch bequem, Käffchen?), aber schlichtweg gelogen. Ich wollte zwar mal an den Hafen, um die eingelaufene Königin zu begutachten, kam aber leider nicht dazu. So musste also die QM2 ohne mich gesehen zu haben nach NYC. Der Tag in HH war dennoch ein wunderschöner Abschluss des Nordic Holiday. Bestes Wetter, die City brummte, da Dockville, HSV-BVB sowie die Vorbereitungen zu den Cyclassics sich am selben Wochenende die Aufmerksamkeit teilen mussten.

Netter Flohmarkt im Karoviertel, anschließend Kaffee- oder Bierpause bei Yoko.mono (wo man mich übrigens bereitwillig in das Küchengeheimnis einweihte, wie man aus zwei Stück Kuchen drei macht) und schließlich die Entdeckung einer kleinen Rarität, einer frühen Aufnahme des blonden Engels aus Indiana:

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(Courtesy of „Hanseplatte“, selbstverständlich)

Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch feststellen, dass die berühmt-berüchtigte „As.trastube“ Covergirl für die neue Scheibe von Herrn Del.ay geworden ist.

In der Nachmittagshitze dann weitergeschleppt zum Beachclub im Schanzenviertel und anschließend noch in ein ein Esstübchen aus dem Lande des Fado, in dem es lecker Quiche mit reichlich frischem Salat für wenig Taler gab. Scheint im übrigen auch Herbergsstube für viele Hamburger Musiker zu sein (Herr Rellöm in senfgelber Trainingshose – sexy as hell, thx 4 not wearing Leggings). Es war reichlich was los, man musizierte brasilianisch oder sah einfach nur portugiesisch umwerfend aus, der Kiez war auf Sommerfrische eingestellt.

Als Mary abends Abschied nahm, war der Krach bis Altona zu hören. Mein Abschied war wesentlich leiser, aber wohl wehmütiger. In diesen Momenten kommen die Stimmen und sie flüstern „Bleib doch hier!“. Gute Idee, kommt vielleicht noch. Für den Moment gehöre ich natürlich weiterhin nach Frankfurt, denn wo sonst bekommt man diese windstille, schwülwarme Hitze mit permanenter Gewitterneigung? Sollte ich allerdings mal längere Zeit nicht zu finden sein, wisst ihr, wo ihr suchen dürft …

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6 Kommentare zu “I|see|a|ship|in|a|harbour

  1. Man kann vor dieser Stadt nur warnen (ich habe da mehr als Montage durchgemacht), aber sie hat Vorteile: das Umland ist vergleichsweise schöner als in den Möchtegern-Metropolen Berlin und München. Man begegnet noch weniger Kölnern als in Düsseldorf. Stuttgart liegt hinter dem Balkan und ist weiter weg als das Meer. Und man geht als arroganter Kotzbrocken so angenehm in der Menge der Gleichgesinnten unter.

    • Bislang hatte ich weder mit Hamburg noch mit Hamburgern nennenswerte Probleme. Aber es heißt ja so treffend, gegen Liebe auf den ersten Blick hilft der zweite. Wenn ich also noch oft genug dort sein werde, finde ich bestimmt nörgelnswertes. Die WCs in allen bislang besuchten Lokalitäten im Schanzenviertel beispülsweise sind grausam. Für jemanden jedoch,, der eigentlich in einer Provinzstadt mit ein paar angeklebten Hochhäusern heimisch ist, haben HH und B schon noch Metropolenflair, das kann man nicht anders sagen …

  2. Hamburg. Zehn Jahre Wohn- und Lebenserfahrung, kurz in der Vorstadt und länger auf dem Kiez. Anfangs war’s toll. Mit zunehmendem Alter habe ich aber die Annäherungsversuche der Damen auf St. Pauli nicht mehr auf meinen Sex-Appeal zurückgeführt — und nach dem dritten chinesischen Essen morgens um drei war das auch nicht mehr so aufregend. Von den unfreiwillig hustenden Lungen nach langen Abenden in den Szenekneipen ganz zu schweigen …

    Damals begeisterte mich München immer mehr — aber ich hatte jedesmal eine Rückfahrkarte. Rückfahrkarten geben ein sicheres Gefühl.

    Als ich dann Jahre später nach München zog (mit Umwegen über andere Städte) war ich anderthalb Jahre später wieder weg — zeternd, ja fast schreiend. Nach München bot sogar Darmstadt eine willkommene Bleibe. Für einen Fischkopp wie mich ist München nur eine sehr bedingt geeignete Stadt.

    Heute, auf dem Dorf in der Wetterau, da lerne ich, wie relativ das alles ist. Vermutlich können die meisten Einheimischen mit mir hier nichts anfangen (Wie nuschelt man: „So ein Spinner aus der Grossstadt!“ auf Wetterauerisch?) — aber ich fühle mich recht wohl. Es ist weniger der Ort, es ist mehr die Person.

    Ich habe noch Freunde in Hamburg und fahre heute wieder gerne in diese Stadt. Ein wenig bin ich sogar wieder Fan. Mit Rückfahrkarte in „mein“ verschlafenes Dorf in der Wetterau.

    -Frank

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