Take a little Walk with me

Wenn mitten in Hamburg ein silbener „Trailor“ mit großem, roten Herz darauf steht, muss das nicht bedeuten, dass Em.inems Mutter umgezogen ist. Es muss auch nicht das bedeuten, was man fast zwangsläufig assoziiert. Manchmal geht es einfach nur um Pflaumenmus … nein, die Liebe natürlich …

Warum zum Teufel sich Lisbeth, nach allem,was sie hinter sich hat, aufs Schuhgeschäft stürzen musste, bleibt mir ein Rätsel. wie man sieht, ging es ja auch nicht gut.

Stilleben à la hamburgoise.

Hungihungi nach einer längeren Zugfahrt halt …

Man beachte die bewusst assymetrisch gesetzten Tischobjekte, welche  den Betrachter ein klein wenig irritieren und von der üblichen Sehweise der Harmonie abbringen sollen. Man beachte außerdem, dass sowohl Käsekuchen als auch Yogibärtee sehr lecker waren. Friede ihrer Seelen!

The Name of this Band is Enno Bunger. Das mag ähnlich klingen wie Ed Banger, ist jedoch Indie-Pop aus Ostfriesland und war zufällig an meinem Anreisetag Gegenstand eines der legendären „Schaufensterkonzerte“ bei Michelle Records, nähe Hbf./Mönckebergstr. Das Foto entstand bei der Probe, später war es wesentlich voller. Das Ganze übrigens 4 3! (uhuuu, grenzwertiges Flughafensprech, das sollte „for free“ bedeuten).

Zum probehören:

Herzschlag

Der junge Mann am Klavier heißt übrigens gar nicht „Roland“, sondern tatsächlich Enno. Die anderen beiden sind Nils und Bernd.

Am 25.02. sind  Die Sterne zu Gast. Ein wenig Mucke und Release-Party. Sag mir mal bitte jemand, wie es war. „Die Sterne? Mönsch, die machen doch jetzt Diskomusik! Bäähhh!“ „Ach, Schnauze, Fury!“

Kunsthalle Hamburg.

Pop Life! (mach ich doch, so oft sich die Gelegenheit bietet)

Ja, die üblichen Verdächtigen halt; Warhol, Koons, Haring, Murakami, Kippenbacher usw., aber auch ein paar weniger bekannte Namen wie … ähhh …. na … Dingens … oder der Andere da.

Ja, nu, hinter dicken Museumsfenstern mit der Handykamera und Extremzoom aufgenommen … besser ging das halt nicht! Die schwarzen Punkte sind Menschen, die weiße Fläche darunter die immer noch zugefrorene Alster. Im Vordergrund zwei Bäume.

Fischmarkt, Sonntag, später Vormittag. Die Bevölkerung ist versorgt. Nebenan in der Fischauktionshalle ging das konzertmäßig aber noch bangich ab, mit heavy Händeklatsching und allem Drum und Dran …

Hamburg ist für mich unter anderem auch deshalb so liebenswert, weil es meine melancholische Ader befriedigt. Man steht da so an der Kaimauer, schaut in die Ferne, auf Schiffe, auf Kräne, denkt an das Leben, an Menschen, die bei einem sind oder es sein sollten, sieht den Eisschollenfilets zu, wie es sie gen Nordsee zieht und verliert sich im Augenblick … zumindest so lange, bis die Pottsau hinter einem deutlich vernehmbar seinen gesamten Innenrotz zusammenzieht und ausspuckt. Welcome back, Reality!

Docks.

The Name of this Band is … ach, ihr könnt doch selber lesen. Sie hatten es nicht einfach, die Jungs, trafen sie doch auf einen Lord Foltermord, der den ganzen Tag über auf den Beinen war und entsprechendes Fußweh hatte und zudem augenscheinlich von hinten aussehen muss wie ein Durchlassventil, da er nicht nur gefühlte sondern tatsächliche 150 Mal mit der Standardbemerkung „Tschullljung, darf ich grad mal?“  beseite gerempelt wurde. Aber sie haben es rausgerissen, Kurzweilige (lag auch an der Konzertlänge von 75 Minuten exkl. Vorband) Stimmungsmusik mit afrikanischer Prägung, from Time to Time they were a little punky, too.

Das ist ja das allerbeste: Pensionswände, die einem Lebensbetrachtungen näher bringen. Letztes Jahr „Carpe Diem“ und nun dies.

Wer übrigens mal sehen möchte, wo ich gefrühstückt habe, darf sich ausnahmsweise mal nächsten Sonntag am 07.03. das perfekte Promi-Dinner ansehen. Dort bruzzelt unter anderem Kris.tiane Bak.ker, MTV-Urgestein und langjährige Freundin der Pensionswirtin, genau dort den Anderen etwas vor, wo ich jeden Morgen mein Frühstücksbrötchen nebst Kaffee und Osaft verspeist habe. Noch mehr Promidichte geht ja wohl kaum noch, oder?

So, das war es jetzt aber, mehr gibts nicht zu sehen, macht euch jetzt mal wieder ans Leben. Sind die Hausaufgaben gemacht? Die Küche will auch noch geputzt werden und ein paar Angestelle entlassen. Hurry up!!!

Advertisements

11 Kommentare zu “Take a little Walk with me

  1. Nicht dass es von Belang wäre, dass ich hier meinen Senf dazu gebe, da ich selbst erst einmal für drei Tage in Hamburg war, aber bei einem so umfangreichen Beitrag muss man ja quasi kommentieren…

    Ist das Photo von der (angeblich!) zugefrorenen Alster mit derselben Kamera aufgenommen, mit der damals dieses Loch-Ness-Video-Dingsi gedreht wurde? Da tun sich für mich doch auffällige Parallelen auf.

    Und: schön, wenn sich jemand nicht zu schade ist, „4 3“ zu benutzen oder Lisbeths gescheitertes Geschäftsmodell zu zeigen. Habe sehr gelacht 🙂

  2. Einen sehr schönen Reisebericht hast Du da mitgebracht. Ich erschaudere in Erfurcht.

    Und ich kann das da an der Wand leider nicht lesen. Technisches Problem mit den grau-blauen…

    HH und das Meer generell tun mir und meiner Stimmung und meinen Lungen immer sehr gut. Es gibt keinen Ort, an dem ich mich wohler fühler, wenn Wasser vor mir hin- und herwellt.
    Vielleicht war ich mal ein Fisch.

    (Da wäre noch eine Anfrage offen, so rein freundschaftlich…)

  3. Großartiger Bericht. Danke. 🙂
    Das du Lisbeths Laden gefunden hast, beeindruckt mich am meisten. Dabei war ihre Tarnung doch eigentlich wieder mal genial. 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s