Übergelicht

Neue, epochale, unumstößliche, die Welt aus den Angeln werfende Erkenntnisse aus der ewig wunderbaren Welt der Wissenschaft:

1. Licht macht dick!

2. Zuviel TV und PC macht Kinder meschugge!

Das ist zugegeben sehr komprimiert dargestellt. Bevor jetzt wegen 1. all diejenigen, welche die konventielle Ernährungsmethode hinter sich gelassen haben und gänzlich auf Lichtnahrung vertrauen, stark verunsichert sind wegen des anstehenden Karibikurlaubs (man möchte ja nicht aufgedunsen zurückkommen), bedarf es sicher noch einiger weiterer Bemerkungen.

Eine schwache aber konstante Lichtquelle nachts kann den Untersuchungen zufolge zu Veränderungen des körpereigenen Nacht-Tag-Rhythmus und damit auch einem veränderten Essverhalten führen, was i.d.R. eine vermehrte Nahrungsaufnahme zur Folge hat. Zumindest wenn man Maus ist. Ob sich diese Untersuchungen ohne weiteres auf den Menschen übertragen lassen können, scheint eher fraglich, zumal Mäuse sowieso ein anderes Nahrungsaufnahmeverhalten besitzen.

Außerdem neigen nach anderen Untersuchungen  10- bis 11jährige Kinder, welche regelmäßig täglich länger als zwei Stunden vor TV oder PC verbringen, stärker als üblich dazu, psychologische Krankheiten zu entwickeln, selbst wenn sie ansonsten viel Zeit auf dem Bolzplatz, im Schwimmbad oder der Ostseite des Hauptbahnhofs verbringen.

So, nun liest man dies, ist aufgrund der vielen Zahlen und Fakten ein wenig verwirrt und entscheidet sich schlussendlich dazu, seine 11jährigen Mäuse nicht mehr nächtelang vor dem Fernseher zu parken (sollen Sie doch lieber schwimmen gehen) und die Kühlschrankbeleuchtung zu deaktivieren, denn dann macht so ein Mitternachtssnack womöglich gar nichts mehr aus. Der Lebensgefährtin rät man dann noch liebevoll, sich doch künftig im Dunkeln anzuziehen, dann passen auch die Klamotten wieder und im Baumarkt gibt es künftig nur noch 15W-Tageslicht-Birnen, denn man muss ja auf seine Linie achten.

Dann hätte man alles richtig gemacht, nicht wahr?

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6 Kommentare zu “Übergelicht

  1. Boah, ich wusste ja immer, dass es viel zu kompliziert ist, Haustiere zu halten. Mäuse sind so anspruchsvoll! Da krieg ich doch lieber zwei, drei Kinder… ^^

    • So habe ich das in etwa verstanden. Eine Garantie kann ích aber nicht darauf geben; vielleicht ging es auch nur um dunkle Schokolade oder darum, dass man im Dunkeln nicht den Weg zum Schrank mit den Naschsachen findet …

  2. Manchmal könnte ich dich küssen! Aber als ich ein Kind war, erzählte man mir, das würde ebenfalls dick machen. Darauf kann aber wohl nicht viel geben. Man hat mir schließlich auch erzählt, es würde regnen, weil ich den Teller nicht leer gegessen habe.

    • Hä? Als Kind kanntest Du mich doch noch gar nicht. Wer behauptete denn da schon, mich zu küssen mache dick? Mirakulöse Welt!
      Ich könnte mir 2 Möglichkeiten vorstellen, vom michküssen dick zu werden. Zum einen indirekt, wenn das Küssen Auftakt zu weiteren Handlungen wäre und keiner an die Verhütung denkt, zum anderen wenn Du mir immer wieder mit der Zunge im Mund rumfuhrwerktest, während ich gerade einen Muffin esse. Beides überschaubare Risiken. Um ganz sicher zu gehen könntest Du es ja – siehe oben – im Dunkeln tun.

      Diesen Zusammenhang leerer Teller – tolles Wetter wollte man mir und anderen früher auch eintrichtern. Ergebnis: Super-Sommer, aber lauter Pummelchen, die sich wegen ihrer Speckrollen nicht ins Schwimmbad trauten.

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