Sexy21

Für Alles und Jedes gibt es stets sowohl Befürworter als auch Gegner; für Menschenrechte, Gleichberechtigung, Religionskriege, Milky Way oder Bügelhilfen. Auch für das sogenannte Zukunftsprojekt „Stuttgart 21“ gibt es nicht nur Gegner, sondern tatsächlich auch Befürworter, selbst wenn man Medienberichten zufolge in den letzten Wochen davon ausgehen konnte, selbst im Senegal demonstriere man gegen die Tiefbahn. Die Befürworter scheinen sich auch nicht nur aus dem Kreis der Bahnangestellten oder deren Zuliefererfirmen zu rekrutieren.

Die Art des Umgangs mit diesem Thema wird aber von den verschiedenen Interessengruppen sehr unterschiedlich angegangen. Während den Gegnern nichts langweiligeres einfällt, als sich regelmäßig zu lautstarken Demonstrationen zusammenzurotten, wie weiland in den 80ern und kleine Kinder oder die eigenen Augen mutwillig in Wasserwerfer zu halten, entwickeln die Pro-banten eine wesentliche charmantere Strategie: Sie tragen ihre Meinung mit einem neckischen T-Shirt nach außen. So sieht man seit einigen Wochen die rote Silhouette einer wohlgestalteten Frau auf den Knien und daneben den Spruch „Tu IHN unten rein!“ im Großraum Stuttgart flanieren.

Das hat doch …hähähä … großes kratives Potenzial und enormen … gnihihi … Wortwitz, nicht wahr? IHN unten reintun …kchchch … klar meinen sie den Bahnhof aber …pffftt …

Allerdings scheinen sie dieser Aktion nicht allzuviel nachsetzen zu können, was ein Fehler ist. Diese Maßnahme will …pruuust … penetriert werden! Es sollten also nun auch noch alternative Sprüche folgen, damit das Interesse hochgehalten werden kann. Meine Vorschläge für die nächsten Wochen:

„Unten ist es am schönsten“

„Hol Dir einen runter!“

„JAAA! TIIEEFER!“

Abraten möchte ich hingegen von Sinnsprüchen wie „Lass stecken, Alter!“. Das könnte doch zu ungewollten Missverständnissen führen. Ansonsten erwarte ich aber von solch einer überzeugenden Aktion, dass sich das Anliegen der Befürworter durchsetzen wird. Man sollte sich jedoch nicht mit der Kellerisierung eines Bahnhofs zufrieden geben. Die Tieferlegung ganz Stuttgarts sollte das anspruchsvolle Ziel sein. „Noch tiefer?“ höre ich es aus dem schwäbischen Kessel rufen. Ja, noch tiefer!

(für diejenigen, die die ganze Zeit nur „Bahnhof“ verstehen: Genau!)

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