e.s.

Eigentlich gibt es keinen speziellen Grund, jetzt und hier über Elliott Smith zu schreiben. Es gibt aber auch keinen Grund, es nicht zu tun.

Und eigentlich ist das nicht ganz richtig, denn es gibt zumindest einen auslösenden Anlass. „An Introduction to … Elliott Smith“ heißt eine jüngst erschienene Collection seiner Werke. Es steht zu vermuten, dass es immer noch einige Bloglesefröschlein gibt – insbesondere die jüngeren – , denen der Name noch nichts sagt und dem sollte abgeholfen werden.

Elliott Smith, ein früher mit Band, später solo agierender Singer/Songwriter, schrieb wundervolle Songs, die am ehesten in der Folk-Ecke einsortiert werden könnten, wenn man es denn müsste. Am besten wären sie jedoch in der Abteilung „wundervolle Songs“ aufgehoben.

Seine 15 Minutes of Fame hatte er , als seine Songs einen Großteil des Soundtracks zu dem Film „Good Will hunting“ ausmachten und er infolgedessen sogar für einen Oscar nominiert wurde. Spätestens seitdem war eine wesentlich größeren Gemeinde bekannt, einen Superstar-Status konnte er jedoch nie erlangen. Wahrscheinlich war das sogar gut so …

Sogar ein Major-Deal konnte der Feinheit seiner Musik nichts ausmachen. Seine Platte „Figure 8“ ist bislang das einzige mir bekannte Album im Forum „plattentests.de“, das 10 von 10 Punkten bekam. Es sind aber nicht nur die schwebenden Melodien, auch die stets einfühlsamen Texte wurden von den Fans sehr geschätzt. Wenn man sich die Kommentare unter Yotube-Videos oder in Fanforen anschaut, wird immer wieder davon gesprochen, dass er mit seinen Songs Leben gerettet haben soll. Fast genauso viele bedauern gleichzeitig, dass es mit seinem Leben nicht gelang.

Das ist offenbar die Krux empfindsamer Künstler. Manchmal ist es zuviel, zuviel für eine Seele. Seit 2003 müssen wir wieder schauen, wie wir ohne ihn zurechtkommen.

Wer auch nur ein wenig Sympathie für derlei Musik entwickeln kann, dem sei die obengenannte Zusammenstellung wärmstens empfohlen. Wahrscheinlich taugt sie gut als Einstiegsdroge. Aber auch die einzelnen Alben sind mittlerweile für kleines Geld zu haben und da kann man eigentlich gar nicht fehlinvestieren. Es geht immerhin um eure Seele.

Als ein kleiner Einblick in sein Schaffen:

Elliott Smith Say Yes

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