Blutwust

Wäre diese wissenschaftliche Erkenntnis heute durch die Medien gereicht worden, hätte selbstverständlich jeder an einen Aprilscherz gedacht, aber das Ganze schwirrt ja bereits einige Tage durch die Gegend.

Gemeint ist die bereits an verschiedenen Orten zitierte Meldung, dass Mitarbeiter einer schwedischen Universität über mehrjährige Untersuchungen große Auffälligkeiten im Zusammenhang mit langjährigen Partnerschaften und Blutgruppe entdeckt haben wollen. Sooo abwegig scheint mir das Ganze auch nicht zu sein. Hierbei gilt aber eben nicht „gleich und gleich gesellt sich gern“, was ja auch schon aus Vererbungsgesichtspunkten heraus betrachtet sinnvoll sein könnte. Vielmehr wurde beispielsweise festgestellt, dass Träger der Blutgruppe B+ bemerkenswert häufig langjährige Partnerschaften mit einem Träger der Blutgruppe 0+ eingegangen sind. Diejenigen, die dagegen z.B. eine starke Affinität zu B- hätten, müssen mehr Aufwand in der Partnersuche betreiben, da in Deutschland nur 2% diese Blutgruppe besitzen, aber irgendwas ist ja immer.

Mir ist dieser Zusammenhang aus wissenschaftlicher Sicht auch eher nachvollziehbar als z.B. der Tag der Geburt. Glykolipide und Proteine sind womöglich wirklich ein besserer Indikator als der Stand der Gestirne, als ihr aus Muttis Uterus geplumpst seid. Wer sich wo seinen Seelenpartner suchen kann, könnt ihr euch ja zusammeng**geln.

Welche Auswirkungen das haben kann … Blutspendetermine werden zu Partnerbörsen. Nicht mehr Fisch-sucht-Fahrrad sondern Rhesus-sucht-Äffchen oder so. Jetzt haben auch endlich diese doofen S.O.S.-Anhänger an Silberkettchen einen wirklichen Sinn. Im Notfall dürfte sich sowieso kein Arzt auf das Gekritzel auf  einem solchen Anhänger verlassen, wie mir gesagt wurde. Außerdem passt die ganze Chose ja auch prima zum derzeitigen Hype über romantisch-schwermütgie Teenvampire.

Also gehet hinaus und lasset euch bestimmen. Mögen die Antigene auf eurer Seite sein!

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9 Kommentare zu “Blutwust

  1. Hier auch Blutwurst.

    Ansonsten bin ich zu faul zum selbergoogeln und hätte mir jetzt schon eine Übersicht potentieller Äffchen gewünscht.

    Ich würde also sagen, da hammse den Post noch sauber auf der Zielgeraden verkackt. Tss.

    • Ach, Madame wissen doch bestimmt nicht einmal die eigene Blutgruppe, warum soll ich also hier blutige Äffchen aufreihen? Außerdem werde ich doch wohl hier keine Doktorarbeit daraus machen nur wegen eines kleinen Aprilscherzchens …

      Apropos Doktorarbeit: Vielen Dank für die rege Teilnahme und das Feedback zu meiner geplanten Dissertation (in Allgemeindeutsch): „Falschinterpretation wortstammähnlicher Überschriften und daraus resultierender Rückschluss zur individuellen Lebensgeschichte“.

      (P.S.: Grünes Kleid! Wie oft muss ich es denn noch erwähnen?)

  2. Muss ja frustrierend sein für einen Rettungssanitäter, wenn er an die Unfallstelle kommt und seine Idealpartnerin ist über 300 Meter Autobahn verschmiert…

  3. Natürlich kenne ich meine Blutgruppe. Ab und an lasse ich das Gesuppe in ein lustiges Beutelchen abfüllen und bei der Gelegenheit kam der ein oder andere Weißkittel schon auf die Idee, einfach gleich noch einen Beutel anzuhängen.

    Zum Glück blieb es bisher immer bei der Idee, sonst wäre ich vermutlich ziemlich blass geworden…

    So, damit hätten wir ja jetzt schon mal das Indiz hinterlassen, nicht völlig Mainstream zu sein.

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