Der Buddy-Code

Letztens konnte mal wieder in einer dieser US-Serien beobachten, wie sich zwei Buddies nach langer Zeit wiedersahen und erfolgreich ausprobierten, ob sie ihren damaligen Begrüßungscode – also eine spezielle Abfolge von Handzeichen – noch drauf haben.

Dabei fiel mir aus dem gnädigen Dunkel der Erinnerung wieder ein, dass wir in unserer damaligen Clique doch auch so einen speziellen Code hatten. Ich musste jetzt doch eine ganze Zeitlang überlegen, bis ich die Choreographie wieder zusammenhatte, aber ich glaube, ich habe es wieder drauf.

Wir nannten ihn, glaube ich, den „Five Point Doubleshake Hardpush“ oder so und er ging folgendermaßen:

Man nimmt die rechte Hand, streckt sie nach vorne und richtet sie vertikal aus. Dann legt man Mittel- und Ringfinger zusammen, anschließend schmiegt sich der Zeigefinger an den Mittelfinger. Schließlich schließt der kleine Finger zum Ringfinger auf.

Der Daumen hingegen wird in ca. einem 60-Grad-Winkel von der inneren Handkante abgestreckt. Das Gegenüber macht es genauso.

In dieser Haltung werden nun die Hände aufeinander zugeführt. Eine Hand umgreift mit den Fingern die äußere Handkante der Hand des Anderen. Die Daumen werden jeweils in die freie Fläche zwischen Daumen und Zeigefinger der anderen Hand gedrückt.

Es ist somit ein gegenseitiges „Umgreifen“ entstanden. Die Hände werden nun leicht Richtung Boden geneigt, der Greifdruck erhöht und beide Beteiligten ziehen nun in einer Art Schüttelbewegung beide Hände zwei- bis dreimal nach unten. Wer das mehr als dreimal gemacht hatte, galt als pervers.

Während des Rituals denken sich die Beteiligten noch Kommentare wie „Der greift zu wie meine Omma!“ oder vergleichbares. Abschließend wird der Griff wieder gelöst.

Klingt ein wenig kompliziert, wenn man es liest, ist aber in der Ausführung leicht erlernbar. Für eventuell entstehende Verletzungen übernehme ich jedoch ausdrücklich keine Verantwortung.

Ach ja, das waren noch Zeiten … was Bulle wohl macht? Ob er immer noch einsitzt? …

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2 Kommentare zu “Der Buddy-Code

  1. Das klingt irgendwie kompliziert. Zu kompliziert. Meine bei RTL II erworbene Kinderstube gebietet mir, jene archaische Art der Bakterienübertragung zu vermeiden und gute Freunde wie auch völlig Unbekannte mit den Worten „Ey, Aschloch, suchsu Streit? Paa aufs Maul?“ zu begrüßen.

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