Stirb nur nicht langsam!

„Am 15. Februar verstarb unerwartet John M Plingbower im Alter von nur 39 Jahren. Es trauern seine Frau Ethel, die Kinder sowie alle Verwandten und Freunde … es freuen sich Jürg Kainherts sowie 214 weitere Fondsbeteiligte.“

 

Da gibt es eine Deutsche Bank, die bislang mit einem sogenannten „Todesfonds“ Handel betrieb. Eine Gruppe von 500 freiwillig teilnehmenden US-Bürgern bildet die Grundlage für diesen Fonds, dessen Hintergrund der Handel mit verkauften Lebensversicherungen und dessen Funktionalität komplexe mathematisch-medizinische Berechnungen sind.

Auf einen kurzen Nenner gebracht erzielen die Teilnehmer dieses Fonds umso mehr Gewinn, je früher jemand aus der Personengruppe stirbt, die monatlichen Ratenzahlungen also entfallen und die festgelegte Summe ausgezahlt wird.

Nun haben sich hier und da doch gewisse ethische Bedenken breit gemacht, sodass die besagte Deutsche Bank den Beteiligten eine Rückabwicklung des Geschäftes anbieten will.

Solche fast beiläufig wahrgenommenen Meldungen sagen meist mehr über den Zustand unsere Gesellschaft aus als meterlange Aneinanderreihungen wissenschaftlicher Abhandlungen.

Keine Pointe.

Advertisements

3 Kommentare zu “Stirb nur nicht langsam!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s