Schalttag ahoi!

Ach, das wäre doch fahrlässig, einen Tag, der im Schnitt nur alle 4 Jahre mal vorkommt, nicht für einen Post zu nutzen. Allerdings sollte sich dann auch der Beitrag mit etwas Besonderem beschäftigen, nicht mit dem üblichen Sermon wie Herzenssehnsucht, Eurokrise oder dem neuen Eipad.

Ich könnte einen Beitrag über eine seltene Krankheit verfassen oder über eine besonders exotische Frucht. Blöderweise kenne ich aber keine exotischen Früchte mit seltenen Krankheiten (und vergammeln ist keine seltene Krankheit, also haben die Kiwis der letzten Monate keine Chance auf Erwähnung), deshalb scheitert dieser Schreibansatz früh.

Ich könnte tatsächlich mal auf griechisch oder mandarin schreiben, das wäre sicher lustig. Eventuell könnte ich dabei sogar ein politisch heißes Eisen anpacken und damit zumindest bei Chinesen oder Griechen punkten (was einem als Deutscher derzeit eher schwer fallen dürfte). Die geneigte Leserschaft wird es aber sicher bereits zumindest vermutet haben: Mein Griechisch wie mein Mandarin sind – vorsichtig formuliert – von äußerst überschaubarer Ausprägung, wenn man von diesem Serviettengriechisch wie „Kali spera“ mal absieht. Wie sähe das denn aus, wenn ich einen ganzen Beitrag lang Menschen nur einen guten Tag, eine gute Nacht oder guten Appetit wünschte oder nach mehr Tsaziki verlangte? Eben!

Etwas besonderes wäre es hingegen, wenn ich den hiesigen Lesefröschlein mal ein bisher gut gehütetes Geheimnis aus meinem Leben anvertraute.  Alle vier Jahre könnte man so etwas mal tun. Beispielsweise könnte ich über meine erste heimliche wie unerwiderte Liebe berichten. Oder was ich als Frühpubertierender mal aus einem Supermarkt mitgehen ließ. Oder ich könnte euch meinen erfolgreichsten Spruch beim Flirten verraten. Allerdings bedeutet „erfolgreichster“, dass er exakt einmal geholfen hatte und selbst da bin ich mir nicht sicher, ob ich die Gunst der Dame nicht einfach auch dadurch geschenkt bekommen hätte, wenn ich tief eingeatmet oder nur gelächelt hätte, insofern …

Außerdem: Ich glaube es geht los! Ich schreibe mich hier um Kopf und Kragen und falls ich dereinst doch einmal Bundespräsident werden möchte, hält mir irgendso ein Schmierenrechercheur so etwas dann mitten vor der Bundesversammlung mit fettem Grinsen vor das Gesicht. Nee, nee.

Man sieht also, es ist gar nicht so einfach, über etwas besonderes zu schreiben. Eventuell war ich zu Beginn dieses Textes einfach ein wenig übermotiviert. Mittlerweile ist es auch schon nach 20 Uhr, dieser besondere Tag also sowieso bald vorbei, also .. ääähh … bleibt sauber und habt einen schönen Märzbeginn und überhaupt und Liebe und Verzeihen und so.

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