Beggars Banquet

Vor einiger Zeit, in den nobel ausgestatteten Geschäftsräumen eines französischen Investmentfonds:

Trou du cul 1: Jaaa, Alter, ich hab sie!

Trou du cul 2: Wen? U2?

Trou du cul 1: Neee! Eigentlich viel besser: Die Stones!

Trou du cul 2: Wirklich? C’est formidable!

Trou du cul 1: Sie werden Ende Oktober für unsere Fondsmitglieder ein Privatkonzert geben. Hier in Paris! Bis wir alle rechtlichen Hürden genommen haben, um Regenten dieser südpazifischen Inselgruppe zu werden, ist das doch mal ein richtiges Schmankerl, oder?

Trou du cul 2: Kannste einen drauf lassen! Von wegen „You can’t always get what you want“! Wir nämlich schon, hahaha!

Trou du cul 1: Was bin ich froh, dass wir den Deal noch unter Sarkozy eingefädelt haben. Mit dieser Sozialistenschwuchtel jetzt wäre das alles viel schwieriger geworden. Alleine die Genehmigung, das Arrondissement für den Verkehr sperren zu lassen und uns diese lächerlichen Street Fighting Men vom Hals zu halten … boah ist das geil! Ich hab jetzt schon eine Erektion.

Trou du cul 2: Wer kümmert sich eigentlich um Satisfaction?

Trou du cul 1: Hääh? … na, die Stones natürlich …

Trou du cul 2: Nein, ich meine den Nebenbeispaß. Koks, Nutten, Brown Sugar … na, du weißt schon …

Trou du cul 1: Ich denke, das macht Michel für uns, der hat immer noch die besten Connections. Ich kann ja auch bei Jagger nachfragen, der hat bestimmt auch noch Tipps für uns.

Trou du cul 2: Mir fällt gerade ein Super-Gag ein: Wenn wir Mick vorgestellt werden sollen, begrüße ich ihn mit den ersten Zeilen aus „Sympathy for the Devil“: Pleased to meet you, hope you guessed my Name …. HAHAHA, wie geil ist das denn?

Trou du cul 1: Alter, wir sind echt die größten!

Trou du cul 2: Dennoch hätte ich U2 auch gerne gehabt …

Trou du cul 1: Warts ab, das kriegen wir auch noch hin. Ich muss denen nur noch irgendwie überzeugend klarmachen, dass unsere Fonds den Hunger in der dritten Welt bekämpfen. Zur Not lassen wir da irgendwo ein Waisenhaus hinstellen oder so …

Derweil im Stones-Hauptquartier:

Keef: Da stehen mehrere Säcke mit Geld vor der Tür, Mick!

Mick: Ja, das ist von diesen Investment-Schwachmaten aus Paris. Wir spielen denen so ein kleines Privatkonzert in Paris Ende Oktober und klauen ihnen nebenbei die Mädels. Wird bestimmt lustig …

Keef: Spielen wir Ende Oktober nicht schon bei diesem Scheich in Dubai?

Mick: Das ist erst Ende November, du Nase. Aaahh know, it’s only Rock’n’Roll, but i like it, i liiiiiike it, yes i do. Hahahahaha …

*****

Nachtrag: Mitte November veröffentlichen die Stones eine 3-CD-Greatest-Hits-Box. Auf dem Cover streckt uns ein mittelmäßig gemalter Orang Utan die wohlbekannte Zunge entgegen.

Nachtrag 2: Ich bin ja auch so *kreuzt Zeige- und Mittelfinger* mit den Stones, deshalb darf ich ihn „Keef“ nennen …

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