BER Wars

Der technische Leiter wußte schon beim Aufstehen, dass es alles andere als ein angenehmer Tag für ihn werden würde. Jetzt – vor dem Auditorium referierend – war er sich nicht einmal mehr sicher, ob er diesen Tag überhaupt überleben würde.

„20.000 Mängel!“ herrschte ihn Gouvenour Tarkin an. „Wie können 20.000 Mängel zusammenkommen, Herr Ingenieur?“

„Es ist … wir hatten mehrere Subunternehmer beschäftigt, die eigentlich zuverlässig erschienen. Arbeitssklaven der Javas, arbeitssuchende, kräftige Flüchtlinge aus Alderaan … sie hatten sich bereits bei anderen Projekten bewährt, man muss allerdings auch sagen, dass ein Vorhaben in dieser Größenordnung für alle ein neues Erlebnis war …“

Noch schlimmer als die Hasstiraden des Gouvenours ängstigte den Leiter das bislang wortlose, aber stetig heftiger werdende Schnaufen des dunklen Sithlords, der sich bislang im Hintergrund hielt.

„Wann glauben Sie denn, alle Mängel beseitigt zu haben, Sie Chefniete?“

„Nun, mit einer endgültigen Fertigstellung des Todessterns wird wohl frühestens in 20 Monaten zu rechnen sein. Insbesondere der Brandschutz …“

„WAAHAAAS???“ Tarkin flippte nun vollends aus. „Das ist völlig inakzeptabel! Da draußen formiert sich die Rebellenallianz zusehends und wir brauchen den Todesstern jetzt, um ihnen Einhalt zu gebieten. Sie haben drei Monate, dann muss alles fertig sein.“

„Mit Verlaub, Herr Gouvenour, dies ist bei aller Anstrengung mit Sicherheit nicht … ääärgg … zu … hust …“ Das Reden fiel dem Leiter immer schwerer, zudem war ihm, als schnüre ihm jemand den Hals zu. Grund war eine lapidar aussehende Handbewegung des sich nunmehr erhebenden Lord Vader.

„Ich denke, der Leiter ist mit seiner Aufgabe offenbar überlastet“ schallte die blecherne Stimme des dunklen Lords durch den Raum, „wir sollten ihn von seinen Aufgaben … befreien.“

Röchelnd und mit rotem Kopf zuckte der Körper des überforderten Leiters noch eine Weile auf dem Boden, bevor sich eine endgültige Stille über seinem Leib ausbreitete.

„Und nun?“ fragte Tarkin in die Runde, „wer bringt uns diesen Saustall nun in Ordnung? Ich kann dieses halbfertige Gerüst am Himmel langsam nicht mehr sehen.“

Einer der Ratsherren des Imperiums meldete sich zögerlich zu Wort. „Mir kam zu Ohren, dass in einem benachbarten Sternensystem ein agiler Bauunternehmer bereits mehrere Projekte erfolgreich angegangen ist. Vielleicht sollten wir diesen kontaktieren. Es soll sich um einen Jur Gen Schnejder handeln …“

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7 Kommentare zu “BER Wars

  1. Und? Wann kommt die Fortsetzung? Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt: Wird der dunkle Lord das Gerüst am Himmel sprengen? Wird das Imperium seine Sklaven gewinnbringend weiterverkaufen? Und wird die Chefniete nach der Gesichtstransplantation zum zweitenmal eingestellt?

  2. Wenn das mit dem Brandschutz im Todesstern nichts mehr wird, kann man ihn doch einfach begraben, oder? In Stuttgart sollen die ja schon ein entsprechend großes Loch gegraben haben. Und als Requiem spielt die Elbphilharmonie ein Stück von Men At Work: „Down under“.

    • Wichtiger als der Brandschutz wäre m.E. gewesen, darauf zu achten, eine solche Riesenwaffe nicht mit einer derart offen präsentierten Schwachstelle auszustatten, die jeder dahergeflogene Rebell mit einem gezielten Schuss in die Luft jagen kann.

    • Si il y en a un qui tiens le coup, c’est Cédric Vimeux, dans son domaine sur le dÃnpelovpeme©t perso, il arrive encore à publier un article par jour.Merci pour cette remise en question !

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