So Momente …

Eines der Dinge, die ich aus meiner Jugend neben dem Jungsein vermisse, ist das Herumalbern und Streiche spielen. Ich war nun wahrlich kein Dennis oder Michel aus Lönneberga oder dergleichen, aber hin und wieder machte es schon großen Spaß, sich in dieser Richtung mal auszutoben an langweiligen Nachmittagen. Ich kann mich noch diffus an eine Geschichte mit einer Fuhre Kies und der Hofeinfahrt eines Nachbarn erinnern …

Heutzutage wird einem derlei nicht mehr zugestanden, wenn man nicht gerade Mitarbeiter bei „Verstehen Sie Spaß?“ ist. Dabei kommen auch dieser Tage hin und wieder diese kleinen spinnerten Ideen bei mir hoch und entlocken mir ein inneres bis äußeres Schmunzeln.

Wäre ich beispielsweise Fußballprofi, käme ich garantiert am Tag eines wichtigen Spiels an Krücken humpelnd ins Training, nur um mich an den erschrockenen Gesichtern der Anderen zu weiden. Und welchen Spaß könnte man erst im medizinischen Bereich haben.

Eine eigentlich recht harmlose Sache, die man auch als Amateur anpacken kann,  schwirrt mir schon einige Zeit durch den Kopf und irgendwann werde ich sie durchziehen, wenn ich jemanden finde, der mitmachen möchte: Man besorgt sich Bauarbeiterhelme, zieht karierte Hemden und Blue Jeans an, an deren Gürtel eine Handytasche hängt, nimmt einen alten Stadtplan oder etwas vergleichbar Großformatiges in die Hand und geht an die Bebauungsgrenze eines bereits seit längerer Zeit erschlossenen Wohngebietes. Am besten Freitag nachmittags oder Samstag morgens, wenn viele Menschen zuhause sind. Dann breitet man großartig den Plan aus und gestikuliert wild in Richtung des jenseits der Bebauungsgrenze liegenden Feldes oder Waldes. Dabei deutet man gestisch Räume und Gebäude an oder simuliert den Verlauf einer Straße. Eventuell könnte man auch einige Kreidestriche auf der Straße hinterlassen.

Bereits nach wenigen Minuten werden sich die ersten Neugierigen bzw. Beunruhigten zeigen und fragen, was man denn hier tue und wer man sei. Darauf darf man keineswegs konkret antworten sondern nur verschwommene Angaben machen, von wegen, das sei hier gar nichts Offizielles und man mache sich nur mal ein Bild, nur so. Im Falle sehr cholerisch agierender Anwohner könnte ein wenig mitgeführtes Pfefferspray von Nutzen sein.

Auf jeden Fall wäre man übers Wochenende ein ergiebiges Gesprächsthema und Stadt- bzw. Kreisverwaltung können sich am darauffolgenden Montag auf einige hübsche Anrufe freuen.

Na kommt, das ist doch nix Schlimmes …!

*kicher*

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