how does it feel?

Es gab zwei Fraktionen in unserer Klasse, was das Ziel unserer Klassenfahrt 1983 betraf. Die Einen waren für London, die Anderen für die holländische Küste. Nach langen Diskussionen konnte der Hollandfraktion deutlich gemacht werden, dass die dortigen Strandbedingungen Ende März sicher noch nicht badetauglich seien. Also doch London, hurra.

Die befürchtete Schaukelfahrt mit der Fähre über den Ärmelkanal erwies sich als wesentlich ruhiger als erwartet – ein perfides Täuschungsmanöver der Nordsee, um uns dann auf der Rückfahrt ordentlich eines mitzugeben, wie sich herausstellen sollte.

Eines der Dinge, die neben tausend anderen Dingen in London unbedingt getan werden wollten, war das Abklappern der unzähligen Record Stores. Nicht nur die imposanten Gigangen HMV, Virgin und so weiter sondern auch die vielen kleinen Läden in den Seitenstraßen der Oxford Street und anderswo. Welch ein Paradies, wenn man aus einer Kleinstadt kommt und sich die Scheiben beim örtlichen Radio/TV-Händler bestellen musste und selbst das recht nahe Frankfurt damals noch über keinen wirklichen Plattengroßmarkt verfügte.

Zu diesem Zeitpunkt – dies zur Orientierung der jüngeren Lesefröschlein – regierten in den deutschen Charts Major Tom, 99 Luftballons und die Sennerin vom Königssee. Im United Kingdom hingegen fanden sich vorne die lebende Ananas Limahl und seine Band Kajagoogoo, Culture Club, Duran Duran oder Bananarama. David Bowie forderte einem auf, die roten Schuhe anzuziehen und den Blues zu tanzen und das jüngste Mitglied der früheren Jackson 5 probierte sich nun auch solo und sang über ein Mädchen, das „not my lover“ sei. Dabei machte er im dazugehörigen Video merkwürdige Tanzschritte, die ein wenig so ausssahen, als ginge er rückwärts.

Außerdem war dies die Zeit, in der Maxi-Singles bzw. 12-Inches, wie man sie im UK nannte, ihren Siegeszug antraten. Singles wurden dabei oft auf 6 bis 8 Minuten Länge gestreckt, meist recht uninspriert, indem man einzelnen Tonspuren immer wieder wiederholte oder ein wenig herumscratchte. Mitunter aber gab es wirklich pfiffige Maxi-Versionen. Talk Talks „Such a Shame“ beispielsweise oder „Our House“ von Madness, das gleichzeitig ein listig gemischtes Best-Of ihres bisherigen Wirkens war. Oder „Smalltown Boy“ von Bronski Beat, das in der langen Version beinahe eine dramatische Oper abgibt.

Beim Herumstöbern in einem dieser Seitenstraßen-Recordstores stieß jemand von uns nun auf diese sehr minimalistisch gestaltete Maxi, die schon deswegen die Blicke auf sich zog, weil das Cover aussah wie eine riesige Floppy-Disk, dem damals gängigen Speichermedium, zumindest für diejenigen, die bereits einen PC besaßen.. Am rechten Rand wurde dieses Design durch eine Reihe kleiner bunter Farbmuster durchbrochen, ansonsten aber war der Informationsgehalt sehr gering. Der Name der Band löste zu diesem Zeitpunkt auch kein Aha bei uns aus. Ja, später wusste man, dass es im Wesentlichen die Wiedergeburt einer Band mit neuem Namen und ohne den bisherigen Frontman war, aber damals war uns dies nicht bekannt.

Das auf der Maxi enthaltene, über sieben Minuten lange Stück hatte uns aber bereits beim ersten Anhören in seinen Bann gezogen. Zunächst nur ein repetitiver Drum-Rhythmus, nach einigen Sekunden begann dann eine Synthiemelodie sich langsam aus dem Hintergrund nach vorne zu spielen. Irgendwann dann ein kleines Break, das signalisierte, dass nun alle für die nächsten Minuten benötigten Soundelemente anwesend waren, nun konnte auch der Gesang einsetzen. Der Titel des Stücks kam im Text überhaupt nicht vor, aber diese Schrulligkeit sollte sich die Band auch bei späteren Veröffentlichung bewahren.

Gesehen und gekauft, natürlich. Nicht ich, da ich mein knapp bemessenes Budget bereits in anderweitiges Vinyl investierte, aber jemand anderes aus meiner Klasse. Zurück in Deutschland musste die arme Platte es dann ertragen, von mindestens drei Dutzend Leuten abgespielt und auf Cassette kopiert zu werden, bis die Vinylrillen ungefähr so abgewetzt gewesen sein mussten, wie die Schuhsohlen des damals sich noch im Amt befindlichen Bundespräsidenten auf Wandertour in Deutschland. Aber man war natürlich unfassbar cool, dieses Stück zu besitzen, weil es einige Wochen lang in Deutschland noch gar nicht erhältlich war, bzw. keiner wusste, wie Stück oder Band heißen.

Dies heutzutage darzustellen, wo Menschen Apps besitzen, die bereits ein Stück erkennen können, wenn man wenige Sekunden der Melodie ins Telefon furzt und einem auch gleich sagen, wo man es bestellen oder downloaden kann, ist natürlich ein fast schon niedlicher Anachronismus und man fühlt sich wie der eigene Opa, der vom Steckrübenwinter 1947 erzählt, aber es kann durchaus auch nachgezüchteten Generationen aufzeigen, dass technischer Fortschritt sicherlich enorme Erleichterungen bringen kann, aber möglicherweise auch die Erlebnisarmut wachsen lässt. Sich wochenlang um etwas bemühen und endlich dabei Erfolg zu haben, findet emotional auf einer anderen Ebene statt als genervt 3:40 Minuten auf den Abschluss eines Downloads eines Stückes zu warten, das man just 5 Minuten vorher erst kennengelernt hat.

Aber genug von der Vergangenheit erzählt, ich muss wieder ins Heim, es ist bereits nach 16 Uhr, das Abendessen wartet …

Cinderella 2.1

So, Kinder, jetzt wo ihr frisch gebadet seid, erzähle ich euch auch noch das versprochene Märchen.

Also, es war einmal ein Teeniemädchen, das lebte mit seinen Stiefschwestern und der Stiefmutter in einem Kölner Vorort. Eigentlich heißt sie Vanessa aber alle nannten sie Aschenputtel, wer weiß warum.

Ihre Mutter starb vor einigen Jahren, weil sie bei KFC an einem Chickenwings-Knochen erstickte. Der Vater ist Vorwerk-Vertreter und nur sehr selten zuhause. Eines Tages wurde die Stiefmutter von einer der vielen in Köln ansässigen TV-Produktionsfirmen angesprochen, ob sie nicht an einem Scripted-Reality-Format teilnehmen möchte, das sie und ihre Kinder dabei beobachtet, wie sie sich durch eine Gesangs-Castingshow mogelten. Die Firma versprach der Familie, dass sie sich dafür einen ganzen Tag im Einkaufszentrum auf deren Kosten bedienen dürfte. Während sich die Stiefmutter und die Stiefschwestern Trulla und Pisnelka aber vor allem auf Strasskrempel. Overknee-Stiefel und Röhrenjeans stürzten, kaufte sich unser Aschenputtel lediglich ein iPhone, das ihr das schwere Leben ein wenig erleichtern sollte.

Die Stiefmutter dachte aber gar nicht daran, unser Aschenputtel mit ins Casting zu nehmen, sondern nahm nur Trulla und Pisnelka mit, in der Hofnung, dass die beiden strunzdummen und wenig attraktiven Gören wenigstens auf diesem Weg an gutsituierte Herren gerieten. Dem Aschenputtel hingegen trug man auf,währenddessen Backups aller PC-Dateien der Anderen zu machen und die Virensoftware Aller zu aktualisieren. Traurig ging sie ihrer Arbeit nach und klagte nur ihrer Katze Lapislazuli ihr Leid. Plötzlich sprach ihr Smartphone zu ihr: „Vanessa, hier spricht Siri. Auf deinem Smartphone ist eine Zauber-App installiert, diese kann dir Wünsche erfüllen. Wenn du an diesem Casting teilnehmen möchtest, kann ich etwas für dich tun …“ Zuächst war das Aschenputtel sehr erschrocken und irritiert und glaubte, jemand spielte ihr einen Streich, dann jedoch huschte ein Lächeln über ihr Gesicht …

Beim Casting raufte sich Oberjuror Prince D! , ein Erfolgsproduzent aus zudem reichem Elternhause, die Haare. Nur untalentierte  Kackbratzen waren hier zugange, am meisten nervten ihn Trulla und Pisnelka mit ihrem Versuch, die ABBA-Girls nachzuahmen. Er wollte schon das Casting schwer enttäuscht abbrechen, da kam noch eine bislang nicht angemeldete Gestalt auf die Bühne. Die Kapuze des Hoodies über den Kopf  gezogen und in Baggypants gestopft konnte er anfangs nicht einmal erkennen, ob er Männlein oder Weiblein vor sich hatte. Dann aber begann unser Aschenputtel, die sich hinter diesem Aufzug verbarg, zu singen und es war, als wären Whitney Houston, Shirley Bassey und Montserrat Caballe in einer Stimme vereinigt. Prince  D! war baff, der Mund blieb ihm offen stehen, als sie begann „If i stay, i would only be in your Way …“ zu singen und es war, als sängen die Götter selbst. Nach dem letzten zelebrierten „loooove yoooouuuu …“ des Aschenputtels war zunächst eine beinahe heilige Stille in der Halle 5.1 eingetreten, dann aber brandete ein nicht enden wollender Applaus auf und ein restlos begeisterter Prince D! sprang auf den Tisch. Von diesen heftigen Reaktionen war das Aschenputtel dermaßen erschrocken, dass es die Flucht ergriff. Dabei verlor es sein iPhone.

Prince D! suchte vergeblich nach ihr, nicht nur, dass er wahrscheinlich DIE Stimme schlechthin entdeckt hatte, er hatte sich auch spontan in sie verliebt. Nur ihr iPhone hielt er in der Hand. Da wusste er, was er zu tun hatte. Ganz Köln und Umgebung wollte er bereisen, um die eine zu finden, die das dafür passende Ladekabel hätte.

Tagelang irrte Prince D! durch Haushalte, von Zollstock über Ehrenfeld und Nippes bis nach Mülheim, aber keine der vorgefundenen jungen Damen konnte das passende Ladekabel vorweisen. Die Verzweiflung des Produzenten wuchs und wuchs, auf einmal jedoch klingelte Aschenputtels Smartphone:

„Jo, Alter, ich bin’s selbst. Sorry, ich musste mich erstmal ein wenig berappeln, aber jetzt bin ich clear. Also, es ist ja wohl klar, dass ich die tighteste Bitch mit einer Monsterröhre bin. Wir sollten also bald klären, wie wir das am besten vermarkten können.  Ich sitze jetzt im Starbucks am Neumarkt, also come over,damit wir die Details checken können!“

Ja, liebe Kinder, das kann aus verhuschten Gören werden, die nicht mit Erfolg umgehen können. Wahrscheinlich ist sie bald als „VanAsha“ in den Charts, aber glücklich wird sie dies nicht machen. Sie wird Drogen nehmen, ihre Stimme versauen und irgendwann tot in einer Badewanne gefunden werden. Deswegen bemüht euch weiterhin um gute Schulnoten, dann kommt ihr vielleicht später beim Finanzamt unter. So. und jetzt ab ins Bett!

Kraft der Bilder

In manchen Momenten sagen Bilder mehr aus als ein noch so langer Text mit kreativ aneinandergereihten Buchstaben erreichen kann, gerade weil sie uns ermöglichen, Menschen mit ihren Emotionen beobachten zu können.

Hierzu zwei Beispiele:

Eines ist schon ein paar Tage her:

Das Andere ist sehr aktuell:

Gemeinsam ist beiden Bildern lediglich der etwas getönt wirkende Herr im jeweiligen Hintergrund und auch wenn man es im ersten Moment glauben möchte, handelt es sich bei der Dame in der lila Jacke im unteren Bild nicht um die entsetzt schauende Frau im Bild darüber.

Dennoch sieht man Gemeinsamkeiten, wenn man es möchte. Eine Schar Menschen in verantwortungssvoller Position schaut Ereignissen zu, die ihnen von einem fernen Ort übertragen werden. Das zu sehende Material im oberen Bild war wesentlich exclusiver als das des unteren aber darauf kommt es nicht an. Beide Gesellschaften wohnen damit Ereignissen bei, von denen man bis dahin nicht wirklich geglaubt hätte, dass sie noch eintreten könnten.

Dafür lässt sich – mit dem entsprechenden Detailwissen – im unteren Bild genauer bestimmen, wieviel Schüsse daneben gegangen sind. Auch scheint die Reaktion der Zuschauer im unteren Bild etwas differenzierter auszufallen als im Bild darüber, aber das mag den Ereignissen angemessen  sein.

Wie sehr sich der Weltenlauf durch die indirekt von uns zu beobachtenden Ereignisse ändern wird, wird die Zukunft zeigen müssen. Wenn jedoch englische Mannschaften nun Elfmeterschiessen gewinnen, sollten wir uns den Maya-Kalender doch noch ein wenig genauer anschauen.

Ansonsten gilt für alle Beteiligten außer dem Hauptdarsteller des oberen Ereignisses natürlich „Lebbe gehd weider!“

… Freiheit wohl grenzenlos …

Vor dem Frankfurter Römer wurden früher Fußballweltmeister gefeiert. Heute wird dort eher demonstriert, meist gegen etwas oder wen. Es gibt aber auch Kundgebungen FÜR etwas, so z.B. gestern wo sich sagenhafte 7.000 bis 10.000 Menschen zusammenfanden, um sich für einen weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens stark zu machen.

Endlich mal ein positives Zeichen! Nicht immer nur diese ewigen Nörgler, die dies nicht wollen und jenes auch nicht: Keine Studiengebühren, kein Genfleisch, keinen Kapitalismus, keine Atomkraftwerke, keine Datensammlungen, kein Gottschalklive usw.

Hier hingegen verantwortungsbewusste Menschen, denen klar ist. dass wirtschaftliche Prosperität nicht von alleine kommt. Frankfurt muss Flughauptstadt bleiben, da hängen soviele Arbeitsplätzchen dran, das kann man sich gar nicht vorstellen. Das wollten diese vielen tausend Menschen gestern, die garantiert alle komplett freiwillig und in ihrer Freizeit zur Kundgebung gekommen sind, einfach mal deutlich machen.

Wie sollen denn sonst auch im Winter die Erdbeeren herkommen, die Ihr für eure erotischen Schweinereien benötigt? Und die Flugmango heißt auch nicht Flugmango, weil sie per Tretboot ihren Weg zu uns findet. Was wir laut Aussagen der flughafenaffinen Firmen jedoch haben, ist ein Flugmanko, nicht wahr?

Das bisschen Fluglärm, vor allem nachts, wo doch eh alle schlafen … die solln sich mal nicht so haben. Dafür sind in Kelsterbach, Raunheim und Co ja auch die Mieten günstiger – naja, manche zumindest … ein wenig oder so. Und wie hieß es so treffend auf einem der Plakate? „Kinder machen auch Lärm!“ Rischdisch!

Überhaupt war das offenbar ein cool gestalteter Event. Nicht so ein laienhaftes hingestümpertes Demodingens. Da waren PR-Profis am Werk, mit Moderation, Musik und allem Schnickschnack. Bestimmt sind auch Hostessen mit einem Wägelchen durch die Menge gelaufen und haben Sandwiches und Tomatensaft angeboten.

Bravo, das braucht Hessen! Menschen die wissen wo es … verdammt, das ist wieder die 15:10-Maschine nach Kairo … DIE WISSEN, WO ES LANGGEEEEHT!!!!

…tralala … in den Pfützen schwimmt Benzin, schillernd wie ein Regenbogen, Wolken spiegeln sich darin, ich wär‘ gerne mitgeflogen …

Herbstzeitlose(r)

Dieser 2011er-Sommer ist ein rechter Schlingel. Bereits im April/Mai ordentlich vorglühen, dann in den klassischen Sommermonaten die Menschen mit ihren Open-Air-Theatern/Kinos/Biergärten und Freibädern schön im Regen stehen lassen und schließlich, wenn schon alle die Winterreifen aufziehen lassen, nochmal ordentlich Nachschlag geben. Nachspielzeit für T-Shirts, Flipflops, Apfelschorle und Zitroneneis. Nur das mit den spät einsetzenden, lauen Nächten funktioniert nicht mehr so richtig.

Also ab in den Park! Natürlich kann man nichts gegen unumstößliche Naturgesetze tun, demzufolge lässt sich auch heute 76 Sekunden nach meinem persönlichen Platznehmen eine Jungfamilie mit hysterisch und laut schreiendem Baby direkt neben mir nieder. Meistens halte ich es aus oder höre gekonnt darüber hinweg, heute jedoch war keiner dieser Meistens-Tage, also rascher Tischwechsel.

Nunmehr am Nachbartisch Treffen der Golden Girls. Harmlos. Es werden Hochzeitsbilder der Enkel herumgezeigt. Die klassische Hochzeitsfotosituation, Hübsche Frau im blendend weißen Hochzeitskleid auf halber Höhe zu Mann. Wird nicht das letzte Mal sein … Ich kann die begleitenden Gedanken und Gefühle förmlich noch bei mir spüren, eine Mischung aus Stolz und überwundener Angst, er interessierte sich eventuell gar nicht für Frauen. Später Diskussion über wenig freigiebigen Bekannten, die in dem Statement mündete „Die mit dem meisten Geld sind die Geizigsten!“. Ursache und Wirkung, Ladies.

Dem sich an einem weiteren Nebentisch niederlassenden jungen Herren im lila Shirt hätte ich mal kurz stecken sollen, dass ein lässiger Gang nur dann eine Chance hat, ein solcher zu sein, wenn er nicht so sehr gewollt ist. Das sah eher nach akuter Hüftdysplasie oder unmittelbar bevorstehendem Coming-Out aus. Aber was kümmerts mich …?

Eigentlich wollte ich ja etwas lesen, eine Geschichte über einen Teddybären, der am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat, aber Sonne macht mich immer schnell passiv und ich verfiel alsbald in einen leicht dämmernden Zustand. Für gute 20 Minuten schob sich der Stamm eines Baumes zwischen mich und die Mittagssone (zugegeben, diese Formulierung opfert biologische und physikalische Genauigkeit der literarischen Freiheit) und gönnte mir eine kleine Grillpause.

Von der nicht allzuweit entfernten Straße plärrt Musik aus einem offenen Wagen herüber. Ich erkenne das aktuelle Stück von Bosse, das mir bereits am Donnerstag beim zeitweise verfolgten Bundesschlimmersongcontest als eines von wenigen positiv auffiel und dem ich den Sieg weitaus eher gegönnt hätte als dem Tim-Struppi aus Berlin mit seinem Offenbarungseid, dass Worte nicht seine Sprache sind (Protipp: Wenn einem die Worte fehlen, einfach mal die Klappe halten!) Obwohl Bosse glaube ich aus Niedersachsen kommen, besingen sie Frankfurt/Oder, einen Ort, dem meines Wissens noch nicht allzu viele musikalische Epen gewidmet wurden.

Im Song geht es im wesentlichen darum, dass es unwichtig ist, ob man gerade in Honolulu Cocktails aus Kokosnusshälften schlürft oder im ostdeutschen Gartenpavillon gemeinsam die elterlichen Schnapsvorräte vernichtet. Alles ist schön, wenn die richtige Person dabei ist.

Besser als damit kann man diesen hochsommerlichen ersten Oktobereintrag nicht beenden, also sucht euch eure Liebe oder wenn ihr sie bereits habt, zieht sie nah an euch, drückt sie liebevoll und flüstert ihr „Ich bin froh, dass Du da bist!“ oder etwas ähnliches ins Ohr. Jetzt sofort! Los!!!

So ist Deutschland (via Draußen nur Kännchen)

Schön, wenn andere die Unterhaltungsarbeit für einen erledigen, wenn man angeknockt ist. (Bin noch am Überlegen, ob ich mich wegen WTF/?? empören soll…ach nee, da kommen wir gut mit weg) …

Deutschland Deutschland aus Sicht der Berliner: Zu verdanken haben wir diese Karte Georg Jähnig [via Creezy]. Mein Deutschland: (Der erste Sachsen-Anhalter, der widerspricht, kriegt einen Keks.) … Read More

via Draußen nur Kännchen

Outfit

Also, wenn ich häufiger Leser eines Blogs wäre und dieser alle naslang sein Erscheinungsbild änderte, dann dächte mal mindestens, dass der Autor doch ein ziemlich unstetes Kerlchen ist, das niemals mit etwas zufrieden sein kann und wäre etwas genervt.

Das mag auch alles so sein, die aktuelle Veränderung beruht aber einzig auf der Tatsache, dass eine treue Leserin dieses Blogs große Probleme mit der Lesbarkeit des dunklen Kleidchens hatte. Da dies ein leserorientierter Blog ist (naja, n Stück weit zumindest) wollte ich dem Abhilfe schaffen.

Ich hoffe, jetzt ist alles gut …

So, weitermachen!