Wissen macht Aaaahhhhh!

Zapp. Zapp.Zapp … aha, die beliebte Wissensvermittlungssendung. Mal kurz hängenbleiben, man lernt ja schließlich nie aus. Heute geht es um den Themenbereich „Orientierung“ und die beiden Moderatoren wuseln den größten Teil der Sendung in einem Bällchenbad herum.

Aber welchen Dialog muss man plötzlich verfolgen?

Herr Caspers: „Mit den blauen Bällchen darfst Du nicht spielen; das sind meine!“

Frau Reeves: „Pah, dann darfst Du auch nicht mit meinen Bällen spielen“

Herr Caspers: „Na und? Sind doch eh nur zwei…“

Ja, sagamal, muss das in einer vorwiegend an Kinder und Jugendliche gerichteten  Sendung wirklich sein? Wenn man sich jetzt auf diese Ebene begeben möchte, kann man ja gleich die Herren Ba.lder und Ba.rth als Moderatoren einsetzen.

Immerhin konnte ich trotz ein wenig Ablenkung durch gespielte Empörung lernen, wie man sich in modernen Großstädten orientieren kann. Man muss auf die Satellitenschüsseln achten. Die sind nämlich so ausgerichtet, dass auf deren Nordseite Moos w…ähh, nee, das war irgendwie anders … verflixt! Ach, wozu gibt es Taxifahrer und S-Bahn-Stationen …

Und, liiiebe Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands, jetzt sei mal bitte nicht allzu traurig wegen des Herrn Po.c.her. Ich denke, Du hast da weit weniger verloren, als jetzt manche zu glauben machen versuchen. So einen findet man sicher in jeder dritten 9. Klasse von Gesamtschulen.

Deutschsein an Ampeln

Der Verdacht liegt nahe, man muss dafür nicht mal besonders paranoid  sein. Dem Trinkwasser meines Heimatortes wird neuerdings offenbar ein Sedativum beigefügt. Baldrian wird es wohl nicht sein, denn von einem verstärkten Katzenaufkommen kann nicht die Rede sein. Vermutlich also irgendetwas chemisches.

 

Die Frage nach dem Warum treibt mich um. Man kann nun nicht gerade behaupten, dass wir hier an penetranter Reizüberflutung leiden. Auch die Trubeligkeit der einigermaßen nahen Großstadt überschwemmt uns nur sehr bedingt. Klar, wir sind eine expandierende Kleinstadt, das Verkehrsaufkommen nimmt stetig zu, es gibt sicher eine Menge noch ruhigerer Orte, aber dennoch…?

 

Sind es Gegenmaßnahmen zu den häufiger werdenden Beschwerden einiger Anwohner über den Lärm der wochenendlichen Musikveranstaltungen im Kulturzentrum, die dazu führten? Wahlen stehen auch nicht unmittelbar bevor, die eine solche Maßnahme zwar nicht akzeptabel, jedoch nachvollziehbar machen könnten.

 

Vielleicht irre mich ja auch und unserem Trinkwasser ist auch weiterhin nur der übliche Chemiecocktail beigefügt wie immer. Warum aber stehen dann seit einigen Tagen ständig irgendwelche Schnarchnasen an den örtlichen Ampeln, bei denen das grüne Licht zunächst keinerlei motorische Aktivität auszulösen scheint? Und dies wohlgemerkt besonders gerne an Ampeln, deren Grünphase für durchschnittlich 2,38 Autos ausreicht. Die Folge: Der Wachkomapatient schafft es irgendwie gerade noch so, seine Karre über die Ampel zu hieven, während der ein bis drei Autos weiter hinten stehende Lord Foltermord mal wieder das Nachsehen hat.

 

Möglicherweise ist das alles auch Teil eines großen Plans und soll die wachsende Zahl derjenigen auszugleichen helfen, die neuerdings in verstärktem Maße selbst zu entscheiden pflegen, wie lange sie bei einer Rotphase stehen bleiben oder ob überhaupt und zwar nicht des nächtens an einer leeren Kreuzung sondern mitten am Tag in einer der meistfrequentierten Straßen Frankfurts.

 

Es wird wohl wieder mal Zeit für „Sind Sie fit für den Führerschein?“ mit Herrn Pi.lawa. Geht aber jetzt nicht, denn heute Abend moderiert er ja erst einmal „Wie deutsch sind Sie eigentlich?“. Nein, diese Sendung wurde nicht aus den Fernseharchiven der 30er Jahre gefischt, sondern aktuell als Reaktion auf den nunmehr geltenden Einbürgerungstest aus dem Boden gestampft. Ja, das wird bestimmt wieder lustig, liebe ARD, und wir können uns gemeinsam darüber beömmeln, wie viele Leute glauben, der Bundespräsident würde von der DSDS-Jury bestimmt oder das Wappentier Bayerns wäre der Braunbär. Besonders herzhaft lachen werden wohl diejenigen, die an solchen Tests scheitern werden und noch ein wenig deutsches TV beim Kofferpacken schauen, bevor es wieder ins heimische Totschlagistan geht.

 

Mehr davon, liebe öffentlichrechte Rundfunkanstalten. Wie wäre es denn zum Beispiel mit „Wie krank sind sie eigentlich?“ Hmmm…ob ich dann eher mit der Gruppe der Tumorpatienten fiebere oder mich über die Erfolge der Demenzkranken freue?…

 

Ja, an so was denkt man während der zweiten oder dritten Rotphase bei Ampeln…

 

 

Nachtrag: Gestern war ich tatächlich mal wieder erster an einer Ampel. „Juchhu“, dachte ich so bei mir, „endlich muss ich mal nicht auf irgendeine Reaktion eines Kriechdenkers warten!“. Das grüne Licht war gerade mal so am Aufleuchten, da war ich aber auch schon in Zehntelsekundenschnelle mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Huiii, wie das aufheulte, während mein Auto sich aber nicht bewegte. Hätte wohl vorher den Gang einlegen sollen. Die Gedanken der hinter mir stehenden bohrten sich wie Pfeile in meinen Hinterkopf. Tschulldigung, das war technisches Versagen.

Schmocher die Zweite

Ich weiß nicht, ich weiß nicht…

Ich glaube so funktioniert das nicht, meine Herrn. Zuviele Köche…ihr wisst schon. Harald im Kinderparadies, Olli als der typisch freche Lehrling, dem der Meister hin und wieder deutlich machen muss, wer hier das Bier zu holen hat, ein wenig Helmut hier, ein wenig Hirschhausen da und für ca. 3 Minuten der notorische Bully auf der Besucherritze.

Immerhin hat es der freche Olli in dieser kurzen Zeit geschafft, unsere Volkslissi mal en passant zu outen, was ihm einen dezenten Tadel des Großmeisters einbrachte.

Oder habe ich das falsch verstanden?

Wenn jetzt auch noch gekocht wird…

Ich wiederhole daher meinen Vorschlag von letzter Woche: Zwei Sendungen parallel, Splitscreen, 2Kanalton. Wenn man technisch ganz versiert ist, kann man sich ja in alter FROSTA-Manier hin und wieder was rüberreichen.

Gabs auch was gutes? Klar, Katrin danach…

Die Schmocher-Show

Hmmm…jaja, habs gesehen…allerdings erst in der nachmitternächtlichen Wiederholung im Dritten, man hat ja Besseres zu tun…(danke dafür, CM!)

Ich versteh ja den Ansatz, wenn der Firmeninhaber im gefühlten Vorruhestand einen Nachfolger heranziehen möchte. Ich verstehe auch die Überlegung „Pass op, Jung, ich bin immer noch für die Bildungsbürger zuständig und Du machst die Jugend und das Prekariat; das addiert sich dann einfach“.

Trotzdem scheint mir das nicht so gut durchdacht zu sein. Wäre es da nicht konsequenter, das Splitscreen-Verfahren und die Zweikanaltontechnik sinnvoll zu nutzen und zwei Parallelsendungen zu machen? Der Zuschauer könnte sich dann gepflegt den Schmidtschen anschauen, Pocher aber nicht aus den Augen verlieren und wenn was mit Titten kommt schnell mal den rechten Kanal hochfahren.

Und überhaupt und sowieso: Wenn ganze Sendungen darüber konzipiert werden, jungen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie sich ins Ratrace um die Stelle als Sous-Chef Abfallentsorgung bei McFood werfen und schon in jüngsten Jahren mit Begriffen wie Selbstmarketing und Mobbing umzugehen lernen, warum konnte man hier nicht auch die Sideshow-Bob-Rolle bei Harald in Form eines Castings gestalten? Das is ma wieder typisch ARD, hier werden wertvolle Sendeformate einfach nicht realisiert.

By the Way: Günther Jauch sollte meiner Meinung nach nicht Brillenträger des Jahres werden…oder war das Pfeifenraucher des Jahres?…Hosenlatzoffensteher des Jahres?…