Warum Pelischkas so selten auf nougatverschmierte Hyänen zeigen

Meine Frankfurter Hauspostille hatte unlängst die 10 kuriosesten Buchtitel des Jahres zusammengetragen, welche ich Euch natürlich keineswegs vorenthalten möchte:

1. „Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen; das muss gar nicht lange dauern“

2. „Die Frau, die alleine ein ganzer Tisch war“

3. „An dem Tag, an dem ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben“

4. „Männerpolitur. So möbeln Sie Ihren Mann auf“

5. „Gesund essen und dick sterben“

6.“Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“

7. „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und den Abwasch zu beginnen“

8. „Keiner verliert ungern“

9. „Nichtamtlicher Leitfaden zur Bewältigung von Projekten  und zur Abweisung diesbezüglicher Irrtümer“

10. „Geld macht reich“

Nummer 2 kling wie ein Buch von Oli.ver Sac.ks, ist es aber nicht und die 3  reizt mich schon sehr zum Kaufe. Die Nr. 6 scheint ein sehr interessanter Roman zu sein, der auf sehr lakonische Art die Ereignisse rund um den Prager Frühling erzählt.

Jetzt schnappt sich Pappa aber erstmal ein paar andere Bücher und fährt einige Tage ans Meer. Macht nicht mehr Unsinn als sonst auch solange …

N i c h t s

Wenn wir schon November im August haben, ist dies doch eine prima Gelegenheit, den einen oder anderen eher tiefsinnigen Beitrag hier loszuwerden, bevor wieder alle am Wochenende mit schlechtsitzender Badehose  und quaaatschenden Flipflops ins Freie stürmen oder dem Eisverkäuferwagen hinterherrennen …

Merkwürdigerweise tue ich mich sehr schwer damit, Bucheindrücke oder gar -empfehlungen hier zu platzieren. Bei Filmen fällt es mir deutlich leichter. Musik ist auch schon komplizierter für mich. Bei Büchern mag ich irgendwie nichts empfehlen.

Genau das tue ich nun.

Ich empfehle Nichts.

von Janne Teller, einer dänischen Autorin.

Genau genommen heißt das Buch „Nichts was im Leben wichtig ist“ und entspricht mal wieder der deutschen Krankheit, ausländische Titel ihrer Knappheit zu berauben; im Original begnügt man sich nämlich mit dem Titel „Intet“, in der englischen Übersetzung mit „Nothing“.

Nun könnte sich die Frage anschließen, um was es in diesem Buch geht und die Versuchung wäre riesengroß, darauf ebenfalls mit „Nichts“ zu antworten, aber das wäre nicht nur extrem unoriginell sondern auch falsch. Das Gegenteil ist der Fall, es geht um Alles. Das Leben. Insbesondere seinen Sinn.

Vorauszuschicken wäre noch, dass dieses Buch meist unter die Kategorie „Jugendliteratur“ einsortiert wird. Es richtet sich in seiner Schreibweise sicher auch an Jugendliche, aber ich halte diese Eingruppierung für fragwürdig. Dazu später mehr.

Hauptfigur des Buches ist Pierre Anthon, der eines Tages vom Existenzialismus überfallen wird, zu der Auffassung gelangt, dass nichts im Leben wirklich eine Bedeutung hat und deshalb auch prompt aufhört, zur Schule zu gehen, weil es sich ja nicht lohnt, irgendwas zu tun. Stattdessen setzt er sich fortan auf einen Pflaumenbaum auf dem Weg zur Schule, bewirft seine Mitschüler mit reifenden Früchten und ruft ihnen seine Erkenntnisse ungefragt hinterher.

Damit verunsichert er seine Mitschüler natürlich erheblich und diese wollen nun nach anfänglicher Orientierungslosigkeit sich und ihm beweisen, dass es durchaus Dinge gibt, die Bedeutung haben. Daher schmieden sie einen Pakt, dass jeder etwas von großer persönlicher Bedeutung abgeben muss, dass man dann in einem brachliegenden Sägewerk sammeln und zu einem Berg der Bedeutung anhäufen will, dem man dem abtrünnigen Pierre Anthon dann unter die Nase reiben will, letztlich aber hauptsächlich seinen persönlichen Frieden wieder herstellen will.

Ich will nicht zu weit ausholen an dieser Stelle, aber logischerweise bleibt es bei denn jeweils auszuwählenden „Opfergaben“ für den Erhalt des Sinns des Lebens nicht lange bei grünen Sandalen, einer Angelrute oder einem Fahrrad. Das, was sich diese Siebtklässler nach und nach antun, erinnert mich zuweilen beispielsweise an „Herr der Fliegen“ oder „Die Welle“, es geht aber um mehr als darum, wie schnell diese dünne Schicht Zivilisation aufbrechen kann.

Derweil die Opfergaben immer größer, immer schmerzhafter werden, bleibt der jugendliche Existenzialist auf seinem Baum und als er endlich davon erfährt, was sich im alten Sägewerk aufgetürmt hat, beeindruckt ihn dies keineswegs. Ab hier eskaliert die Situation dann vollends und es ist sicher leicht nachvollziehbar, dass dieses Buch kein klassisches Happy End haben kann.

Auch enthebt das Buch den Leser nicht davon, seine eigene Antwort darauf finden zu müssen, ob das Leben, alles was existiert und passiert, denn nun eine Bedeutung habe. Sehr gläubige Menschen haben sich in dieser Frage meist schnell arrangiert, die nihilistisch Orientierten haben es da deutlich schwerer. Besonders verunsichert sind von so einer Behauptung oder Infragestellung vor allem aber Erwachsene, insbesondere jene, die auf eine Karriere, vielleicht als Zahngoldaufkäufer oder Hundetrainer, Statussymbole, vermeintlich verfolgte Lebensziele blicken und dies alles dann durch  solche Gedanken zusammenstürzen sehen. Kein Wunder, man rackert sich viele Jahre lang für ein Ziel ab, hat Erfolge und Niederlagen, hatte etwas für sich gefunden, dass einen immer wieder antreibt und dann setzt sich einer in einen Baum und versucht, all das mit einigen Sätzen zu zerschmettern.

Die vermeintliche Bedeutung des eigenen Lebens, insbesondere wenn es bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, man Entscheidungen getroffen hat, eine Familie angesetzt hat und sich irgendwie arriviert fühlt, mit wenigen Sätzen dermaßen torpediert zu bekommen schmerzt viele mehr, als beispielweise die ungenügende Ausstattung der eigenen primären oder sekundären Geschlechtsmerkmale vorgehalten zu bekommen. Kein Wunder also, wenn Menschen auf derartigen Nihilismus schnell aggressiv reagieren.

Das geht dann auch über die Geschichte im Buch hinaus. Das Original erschien bereits vor 10 Jahren in Dänemark und anderen skandinavischen Ländern und seitdem gab es immer wieder leidenschaftliche Diskussionen, ob man sowas den Jugendlichen zumuten darf und es sogar als Schullektüre benutzen soll. Dabei scheint mir wohl auch öfter die eigene Befindlichkeit und weniger die Sorge um das Wohl von Jugendlichen der Anlass gewesen sein.

Dennoch finde ich es auch nicht ganz unproblematisch, wenn man Pubertierende so gänzlich unkommentiert sich mit diesem Buch auseinander setzen lässt. Ich kann mich erinnern, dass ich damals auch das erste Mal das Gefühl hatte, mein noch recht eng umrissenes Weltbild klappe komplett zusammen. Gerade noch musste ich mit der Enttäuschung fertig werden, dass es wohl keinen wirklichen Nikolaus gibt und schon wird der gesamte Sinn von allem inklusive der eigenen Existenz in Frage gestellt. Wer sich da nicht darauf zurückziehen kann, dass ja alles von Gott, Jahwe, Allah oder wem auch immer geregelt ist. verfällt in große Unsicherheit. Dann wird das Ganze noch flankiert von Lehrern, die einem erklären, dass das geamte Universum rechnerisch belegbar irgendwann aufhören wird (und ja auch irgendwann prä-urknallig mal noch nicht war) und das übersteigt dann das Fassungsvermögen Vieler. Dies dann noch in einer Zeit, in der man sowieso von allen möglichen Gefühlen überschwappt wird, einem überall Haare wachsen, die Stimme bricht und man endgültig von der absurden Peinlichkeit der eigenen Eltern überzeugt ist … puuuhhh, wie bin ich da eigentlich durchgekommen? …

Ich halte es dennoch für ein gutes Buch, das man auch Jüngeren in die Hand geben sollte, denn die Fragen, die dort aufgeworfen werden, haben sich die meisten sowieso schon mal gestellt. Es gehört aber zu den Büchern, bei denen ich empfehlen möchte. es vorab mal selbst zu lesen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen, falls Fragen kommen sollten (und sie werden wohl kommen).

Abgesehen davon tut es bestimmt auch dem einen oder anderen „Erwachsenen“ gut, sich mit dieser Thematik mal wieder zu beschäftigen, statt die Börsennotierungen zu lesen oder im Internet zu pokern.

Ich hoffe nun sehr, dass die lieben Lesefröschlein hier jetzt nicht von mir eine brauchbare Antwort auf die Frage nach Sinn und Bedeutung des Lebens erwarten. Hätte ich sie, würde ich sie doch nicht hier kostenfrei zur Verfügung stellen, sondern ein Buch darüber schreiben und reich werden (was letztlich natürlich auch nicht hilft, denn allzuviel Bedeutung hat Reichsein ja auch nicht).

Aber: Ich kann der Einschätzung des Pierre Anthon, dass nichts eine Bedeutung hat, zumindest ein relativierendes Zitat zur Seite stellen, das ich jedoch nur sinngemäß zitieren kann und dessen Verfasser mir auch entfallen ist:

„Das Leben hat nur soviel Bedeutung, wie wir ihm zu geben imstande sind“

Das kommt meiner Auffassung ziemlich nahe. Ich bezweifle auch eher eine vorgegebene Bedeutung, sondern glaube eher, jeder muss selbst erkennen, was für einen von Bedeutung ist. Es wird einem dabei aber auch nicht erspart bleiben, dies immer wieder mal zu hinterfragen. Das mag zunächst deprimierend klingen, aber letztlich bedeutet es ja auch, dass es keinen objektiven Sinn gibt, hinter dem wir alle herrennen müssen, sondern jeder die Freiheit besitzt, den Sinn für sich selbst festzulegen und sich vor niemandem deshalb rechtfertigen muss. Selbst die nicht, die für sich entschieden haben, das Leben habe keinen Sinn, es aber dennoch weiterleben wollen … naja, zumindest in der Theorie; in der Realität wird man des öfteren dafür hochgezogene Augenbrauen ernten …

Ich habe noch ein Zitat gefunden, mit dem ich mich bedingt anfreunden kann. Es stammt von Samuel Butler:

„Alle Lebewesen außer dem Menschen haben erkannt, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“

Damit kann ich Euch hoffentlich wieder in den Tag entlassen …

Was meinste?

So, ihr Liter-Ratten, ich hätte mal eine kurze Frage. Nämlich so:

Wäre

„Jeden neuen verfickten Tag, den dieser schwindsüchtige, dauermastubierende, seiner eigenen Existenz überdrüssige „Gott“ oder meinetwegen auch diese von einem komplett degenerierten, madenzerfressenen Hirn irgendwann mal in Gang gesetzte endlos scheinende Abfolge von Reaktionen werden lässt, verzehrt sich mein gesamtes, aus Schmerz, Angst und Eiter bestehendes und von berghainscher Technobumsmusik komplett zerrüttetes Wesen nach Dir und Deinem Pina-Colada-Leib …“

ein akzeptabler Beginn für einen Liebesroman (oder alternativ einer Untersuchung über das Paarungsverhalten südmexikanischer Axolotln)?

Klappe!Text!

Buchmesse-Special-Post:

Im verzweifelten Bemühen, Tipps und Anregungen hinsichtlich eventuell zu lesender Bücher zu erhalten, scheinen die sog. Klappentexte keine allzugroße Hilfe darzustellen.

Zunächst habe ich in vielen Jahren noch keine einzige Beschreibung gelesen, die nicht mindestens von milder Euphorie bestimmt war. Eine Kurzkritik á la „XY hat schon bedeutendere Werke als dieses verfasst, aber es ist ganz okay“ findet man einfach nicht.

Aufschlussreicher könnten da Zitate aus Buchbesprechungen von Zeitungen und Zeitschriften oder sonstigen Medien sein. Allerdings gibt es mir schon zu denken – und man darf mir hier ruhig einen gewissen Dünkel unterstellen -, wenn die einzigen wohlwollenden Zitate aus der G.ala, Wild und H.und, der Sup.erIllu oder AutoMot.orSport stammen.

Noch kompetenter erscheinen zunächst Lobesworte von Berufskollegen. Aber auch hier macht es für mich bspw. einen Unterschied, ob sich John Ir.ving oder Tommy J.aud äußern. Darüber hinaus geben einige wohlbekannte Autoren offenbar jedem Autorenkollegen, der es möchte, auf Zuruf eine wohlwollende Empfehlung mit auf den Weg. Jonat.han Franz.en scheint mir unter anderen so einer zu sein. Dieser Name tauchte in letzter Zeit häufig auf den Rückklappen von Büchern auf.

(Notiz an mich: bei IHK nachfragen, ob „Buchbesprechung jeder Art“ ein lohnenswertes Nebengewerbe abgeben könnte).

In der Interpretation solcher Kurzkritiken scheint mir außerdem die selbe Detailkenntnis und Fähigkeit wie beim Lesen von Arbeitgeberzeugnissen gefragt zu sein:

„XYZ versteht es immer wieder , seine Leser zu überraschen“

(Man ist immer wieder überrascht, dass er von Roman zu Roman noch schlechter werden kann)

„Ein typischer ABC!“

(Furchtbar wie immer)

„Dieses Buch wird Ihr Leben verändern. Definitiv!“

(Es macht Sie zumindest um 22,90 € ärmer, dafür aber um die Erkenntnis reicher dass Xb.oxdaddeln vielleicht doch die bessere Freizeitbeschäftigung darstellt).

„Die Autorin nimmt Ihre Leser mit in eine funkelnde Parallelwelt, die die Grenzen unserer Phantasie auslotet und unsere Sinne in einem wunderbaren Strudel der Erlebnisse Reizen aussetzt, die wir gar nicht mehr in uns vermutet haben“

(Das Buch wurde wohl unter Drogen geschrieben, die Handlungsstränge haben keine logische Struktur, weil die Autorin am Ende nicht mehr weiß, was sie am Anfang geschrieben hat. Der Leser hält dies aber für hohe Kunst, weil er es nicht versteht)

Solche Dinge eben …

Wäre es da nicht hilfreicher, den freien Platz für Werbeanzeigen zu nutzen und dadurch den Verkaufspreis zu senken? Ich halte mich solange lieber an die …ähem…objektiven und erfahrungsdurchdrungenen Kritiken der Leser auf am.azon oder anderen Spezialistenplattformen.

Alle Vögel sind schon da …

Es gibt wenig angenehmeres, als Samstag morgens von ein wenig Vogelgezwitscher (nein, ich meine jetzt nicht T.witter, sondern das wahre Leben) geweckt zu werden.

Ein wenig, wohlgemerkt …

Auf dem gegenüberliegenden Baum fand heute morgen allerdings offenbar die turnusmäßige VogelVollVersammlung statt. 5.000 dürfte nur ein wenig übertrieben geschätzt sein. Der Baum musste dadurch an seine Belastbarkeitsgrenze gekommen sein. Wer weiß, wie knapp man an einer Baumkatastrophe entlanggeschlittert ist; hätte sich vielleicht auch nur ein weiterer Vogel dort niedergelassen … Welcher Subspezies das Federvieh angehörte, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ausschließen kann ich, dass es sich um Störche oder Möwen handelte, viel weiter reichen meine ornithologischen Kenntnisse allerdings nicht. Amsel, Drossel, Fink oder Star, wahrscheinlich Spatzen, wer weiß das schon? Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass es sich um Buchfinken handelte, schon alleine wegen der niedlichen Assoziation, die ich mit diesem Namen habe. Ich stelle mir dann immer Vögel mit winzigkleinen Nickelbrillen vor, deren Schnäbel Seiten dicker Wälzer umzublättern versuchen.

Nachdem allerdings ca. 20 Minuten lang ein Gezwitscher aus tausenden von Kehlen (hmmm, haben Vögel überhaupt Kehlen?) zu hören war, verstummte es urplötzlich und abrupt, als hätte  der Obervogel mit befehlsgewohnter Stimme Ruhe eingefordert. Absolute Stille trat ein, wie sie sonst wohl nur von Frau Friedrich im Berliner Olympiastadion angemahnt werden kann.  Es erinnerte mich ein wenig an das hektische Treiben auf dem Börsenparkett in vorcomputerisierter Zeit, das mit dem Ende der Handelszeit um 12 Uhr schlagartig erlosch. Erst nach ca. einer Minute fingen die ersten Waschweiber wieder an, sich vermutlich über den neuen Federschmuck von Astrid oder Belindas misslungene chirurgische Schnabelbegradigung auszulassen.

Fänden sich Fische auf Bäumen zusammen, wäre dies wohl eine sehr viel ruhigere Angelegenheit geworden; ich muss aber zugeben, dass es etwas merkwürdig aussähe.

Wunderwelt der Tiere, ich sags ja immer wieder …

Nightmare on Bahnhof St.

Es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre einem monströsen Albtraum ausgeliefert gewesen …

Fast hätte ich gealbt, die ganze Welt bestünde tatsächlich nur aus Menschen, wie wir sie tagtäglich in Sendungen wie *tieflufthol*  Mit.ten im Leben, Die Au.ssteiger, Die Superna.nny, We are Fa.miliy, Das perfe.te Din.ner, U 20, Zwei bei Kall.wass, Neu.nlive und weiteren versendeten Degenerationsbeschleunigern zu sehen bekommen: Hilflose überforderte Mütter, die ihre Töchter verwahrlosen lassen, weil sie ganztägig damit beschäftigt sind, am PC irgendwelche Neo-Pets mit französichen Doppelnamen am Leben zu halten, während ihre Brut herauszufinden versucht, ob es gesund ist, mit 11einhalb Jahren gleichzeitig zu v*geln und zu k*ffen. Einige Nichtzurechtkommer, die tatsächlich der Meinung sind, ihre mehrfachen Nichttalente alleine dadurch in Ordnung zu bringen, indem sie Deutschland mit Spanien vertauschen, wobei sie es nicht mal für nötig halten, spanisch zu lernen, weil“ die ja da eh alle Deutsch können, die Spanjockels“.  Eine Bande Profilästerer, die zum Essen eingeladen werden und nichts besseres zu tun haben als an allem rumzumäkeln und – während der Gastgeber schwerste Erschöpfungszustände am Herd erleidet – im Wäscheschrank und den Fotoalben herumstöbern und sich vor laufender Kamera über die fotografierten dicken Kinder ausgiebig lustig machen. Der Profialkoholiker, der seinem Sohn dabei helfen soll, von der gleichen Droge wegzukommen, in dem er mit ihm eine Gartenlaube baut und sich nach getaner Arbeit erst mal ein lecker Bierchen gönnt. Die hysterische Zicke, die sich von der eigenen Tochter oder wahlweise dem eigenen Sohn mit ihren diversen Bekanntschaften, welche ihr ja nur selbstlos dabei behilflich sind, mit den Lebensschwierigkeiten fertig zu werden, hintergangen fühlt, während ihr Mann im Krankenhaus verzweifelt auf die Spendernieren wartet. Die renitente Pubertierende, die partout nicht einsehen will, warum ihre Eltern ihr kein Schamlippentattoo erlauben möchten. Solche Menschen halt …

Glücklicherweise bin ich so früh aufgewacht, dass dieser Traum erst gar nicht entstehen konnte. Puhhh, das war knapp!

Stattdessen lebe ich in einer Welt, in der sich z.B.  in Bücherbestsellerlisten zwischen den diversen Bis(s)igkeiten von Edward und Bella, zwischen Leichenblässe und Mängelexemplar, zwischen Glück, wo biste und Wer bin ich und wenn nein, warum ist heute Mittwoch auch solche epischen Erzähldramen wie „Wichtige Steuergesetze und ergänzende Verordnungen“ auf den vorderen Rängen wiederfinden. Wie beruhigend …

Nasszonen

Es war ja klar, dass nach dem reichlich abgesetzten Feuchterguß von Frau Ro.che jetzt auch einige Andere sich zu Schmuddelliteratur berufen fühlen. Wenn jetzt aber schon Frankfurter Lokalschriftsteller sich bücherlang über die Beschädigung ihres „P.orsches“ auslassen, Herr Str.unk intimes preisgibt und  9.live-Labertaschen und -schreihälsinnen ihre gegenseitigen SMS-Bekenntnisse über Werwiewannwowieoftundwarum zwischen zwei Deckeln veröffentlichen, darf ich natürlich nicht zurückbleiben.

Deshalb als kleiner „Vorgeschmack“ auf künftige Attraktionen ein Textauszug:

„Genervt versuchte Horst unter der Dusche stehend seinen Schwanzschmodder abzupuhlen. Schon erstaunlich, welche Mikrobiotope unterhalb der Nülle erwachsen, wenn man die Vorhaut nur gelegentlich mal zum Auslüften zurückzieht. Heute muss das aber sein, denn am Abend steht endlich mal wieder ein Date mit Petra an und wenn der Abend wenigstens einigermaßen so verläuft wie gedacht, erhofft und erwartet, wird auf jeden Fall geknattert. Gegen seinen Raucheratem kann er nicht viel tun, außer mit dem Rauchen aufzuhören (aber man muss ja nicht gleich zum Äußersten neigen), aber immerhin will er nicht auch noch genital negativ auffallen.

Er roch an seinem abgekratzten Smegma (hmm…, darf man träges und sich nur gelegentlich aufraffendes Smegma eigentlich als „Phlegma-Smegma“ bezeichnen?) und stellte erstaunt fest, dass es gar nicht mal so schlimm muffelt. Es riecht halt vor allem nach ihm und etwas käsig, da gibts schlimmeres…

Außerdem ist Petra auch nicht ohne. Ihre Spalte riecht irgendwie unangenehm nach einer Mischung aus Fisch, alter Milch und Intimlotion. Hoffentlich soll er sie nicht wieder lecken, das ist nicht eben ein Hochgenuß. Ein Bekannter erzählte ihm mal von einer seiner Freundinnen, die da unten dermaßen widerlich roch, dass er sich während des Schlabberns auf ihr übergeben musste, was ihr dann auch noch eine üble Entzündung einbrachte. Sein Bekannter gilt aber eigentlich als veritabler Dummschwätzer, deshalb wußte Horst nicht, wie weit er dieser Story Glauben schenken durfte …“

So, das ganze Werk wird voraussichtlich rechtzeitig zur Buchmesse fertig sein, Vorbestellungen nehme ich aber gerne bereits jetzt entgegen.