Selecion mas Rumpelfussball

Gibt ja nicht mehr soviel zu sagen, aber ich möchte dann doch nochmal kurz zitieren:

„TorrestorrestorrrrestorrrresTORRRRRRRRES!!!!!FERNANDOTORRRRES!!!!!GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!!!“

Es war dennoch ein sehr angenehmer Abend im Innenhof mit chillen und grillen und Fußverstauchen und netten Leuten und die DVB-T-Antenne stundenlang ausrichten und nach 24 Uhr noch mit einer letzten Bionade (musste ja noch fahren) die laue Nacht mit ihren Sternen genießen. Was macht da noch ein 0:1?

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Schafes Bruder

Im Namen von 1.111 lebensfrohen Schafen ein herzliches Dankeschön an die Türkei, deutsches Unvermögen nicht noch weiter ausgenutzt zu haben.

Dem Fernsehen ebenfalls herzlichen Dank für die bewußtseinserweiternde Erfahrung, ein Tor hören zu können, bevor ich es sehe und die seltene Gelegenheit, Herrn Platini minutenlang beim Telefonieren zuschauen zu dürfen.

Kann man die Namensrechte für den Begriff „Grottenkick“ eigentlich noch schützen lassen?

Guggemoldooo…

Liebes EM-Tagebuch!

Kurz vor Ende möchte ich bereits ein kleines Zwischenfazit ziehen, was meine Zuschaubemühungen betrifft:

Das Spiel Deutschland-Polen verfolgte ich in einem improvisiert aufgebauten Zirkuszelt meines Heimatortes, in welchem ich locker den Vorsitz des Ältestenrates hätte übernehmen können und tapfer gegen einen mannshohen Ventilator ankämpfen musste.

Den ersten Auftritt der Holländer konnte ich nach einer kleinen Odyssee letztlich bei angenehmen Wetter am Frankfurter Mainufer verfolgen. Fragmente des zweiten Gruppenspiels der Griechen nahm ich während meines Bummels über die Altonale wahr.

Deutschland – Portugal durfte ich wiederum im Gäste- und Verkehrszentrum Büsum verfolgen, wobei ich mir dieses Mal vorkam, wie der Sieger des diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerbs, der zu einem Geriatriekongress geladen wurde. Unmittelbar nach Schlusspfiff wurden die Leinwand hoch und die Vorhänge beiseite gezogen, was aber immerhin mit dem Blick auf nordseegetränkte Nachsonnenuntergangsdünen entschädigte.

Die Reste des Spiels Niederlage gegen Russland konnte ich in überschaubarem Kreis in der Autobahnraststätte Göttingen sehen. Den übrigen Spielen habe ich brav im heimischen bzw. Urlaubsdomizil beigewohnt oder wegen akuter Bessereszutunitis auch mal gar nicht.

Es besteht also noch ein wenig Orginalitätspotenzial für die noch ausstehenden Spiele. Das deutscheste der Halbfinals könnte ich mir beispielsweise in einem Public Viewing in einer Kläranlage anschauen oder auf einem Minifernseher einer Dönerbutze oder im Baumhaus der Nachbarskinder oderoderoder… Gut- und ernstgemeinten Tipps gegenüber bin ich absolut aufgeschlossen.

Im übrigen glauben ein paar besonders Hippe, nun das putinkische Gazpromistan zum neuen Turnierfavoriten ausrufen zu müssen. Da entweicht mir doch ein leicht tadelndes „Tssstsss!“. Dass Russland Europameister wird ist in etwa so wahrscheinlich, wie wenn Kid Rock, der alte Ernie-und-Bert-Befummler, „Sweet Home Alabama“ mit neuem Text aufnehmen und es damit bis an die Spitze der deutschen Single-Charts schaffen würde, hahahaha…ähhh…ooops….bin ja schon ruhig…

FahnAtisch

Ja, doch, schön wars, aber irgendwie zu kurz. Danke für die mehr oder weniger freundlichen Wünsche. Es hatte Meer, noch meer Meer (Ostsee 17, Nordsee 18 Grad) und meer…mehr Sonne als erwartet.

Momentan bin ich aber schon wieder damit beschäftigt, zunehmend genervt von der grassierenden Fähnchenschwingerei hier zu sein. Ich gehöre halt mal noch zu einer Generation, bei der dieses Deutschtümeln nicht zur Standartausstattung gehörte, deshalb mag ich mir auch gar nicht das Mäntelchen der objektiven Beobachtung umhängen (schon gar nicht bei den derzeitigen Temperaturen, puhh…). Trotzdem kommt mir das Ganze schon äußerst merkwürdig vor. Nach stundenlangen Autobahnfahrten und den damit verbundenen Eindrücken möchte ich im übrigen nicht unerwähnt lassen, dass bereits ein ans Auto geklemmtes Fähnchen den Benzinverbrauch um einen halben Liter pro 100 km hochschraubt. Dies nur, da meiner Beobachtung nach die eifrigsten Fähnchenraushalter auch gerne diejenigen sind, die Herzanfälle beim Tanken bekommen.

Das Fähnchen in den Wind halten scheint eine nicht untypisch deutsche Eigenschaft zu sein, deshalb werde ich es noch eine Woche aushalten, aber wenn mir im August noch einer mit Autofahne begegnet, dann werde ich höchstpersönlich….nun, das überlege ich mir noch…

Ach, und an manche, die noch Probleme damit haben sollten: Schwarz nach oben, herrje!!!

 

Oleee, oleee, oleee…

Ja, meine Damen und Herren, herzlich willkommen in der Net-Arena zur Begegnung zwischen dem Außenseiter Lordfoltermord und dem favorisierten Kreativitätsloch. Der Lord hält sich tapfer, aber zwingende Satzchancen waren bislang nicht zu erkennen. Das Kreativitätsloch beschränkt sich auf die übliche Spielweise, nämlich früh zu stören und keinen Formulierfluss aufkommen zu lassen.

Dem Lord fehlt einfach ein kreativer Ideengeber im Mittelfeld. Hier macht sich das urlaubsbedingte Fehlen einiger Gehirnzellen doch spürbar bemerkbar. die restlichen Ganglien scheinen auch noch nicht auf ihrem Leistungszenit zu sein…aus den hinteren Reihen bahnt sich nun eine geschickte Wortzusammenstellung an und möchte das Mittelfeld überbrücken aber die Formulierung geht letztendlich ins Aus. Das genaue Passspiel mit Worten scheint auch nicht zum Standardrepertoire des Außenseiters zu gehören…

Es ist ein ziemlich wirres Hin und Her, keine wirklich überzeugende Idee scheint sich hier durchsetzen zu können, so etwas möchte man sich eigentlich nicht die ganze Zeit anschauen….oh, da verliert das Kreativitäsloch die Idee, Lordfoltermord setzt zu einem schnellen Konter an, spielt geschickt Doppelpass mit einigen Nebensätzen und steuert direkt auf…ojeee, da grätscht das Kreativitätsloch böse dazwischen…das sieht nicht gut aus…von hier oben aus betrachtet scheint aus sich um eine Konsonantenverletzung mit starken Syntaxquetschungen zu handeln…das bedeutet wohl mindestens zwei Wochen Pause…Schade, aber andererseits muss man fast froh darüber sein, dass diese Zumutung von Spiel ein Ende hat.

Zurück ins Studio!

Sehet die Zeichen!!!

Nanu? Der Bundespräsident zu Besuch in meinem Heimatörtchen? Und das ganz volksnah in einem roten, angerosteten VW Golf älteren Baujahrs? Möchte er sich schon mal beliebt machen für eine eventuelle zweite Amtszeit? Ist das überhaupt der Bundespräsident? Aber wer sollte denn sonst mit der Deutschlandfahne am Auto durch die Gegend fahren? Merkwürdig…

 

Überhaupt sind in den letzten Tagen einige rätselhafte Beobachtungen zu machen. Ständig wird von Aufenthalten in der Schweiz bzw. Österreich gesprochen. Warum sind das neuerdings so omnipräsente Reiseziele? Was ist denn auf einmal los mit Ostsee, Kreta oder Malle?  Dann unterhalten sich Jugendliche über einen Herrn Panini oder so, den man tauschen möchte? Um welch perfide Form des Menschenhandels geht es denn hierbei?

 

Die Medien berichten anhaltend über die Fußverletzung eines italienischen Kapitäns. Nun, das ist sicherlich bedauerlich, aber der Mann ist doch garantiert bei einer Reederei beschäftigt und genießt daher die Vorteile einer betrieblichen Unfallversicherung. Warum also macht man darum ein derartiges Gewese?

 

Im Supermarkt fallen mir merkwürdige Lücken im Bereich des Knabbergebäcks auf. Wieso dies bitte? Seit wann werden Kartoffelchips aus Milch hergestellt? Außerdem beginnen die Menschen offenbar, Bier in großen Mengen zu hamstern. Will man jetzt mit aller Gewalt den Regenwald retten? „Haltet ein“ möchte ich dazwischenrufen, „Warsteiner rettet den Regenwald doch gar nicht“.

 

Zudem bekomme ich mit, dass sich Menschen in leicht verschwörerischer Art darüber unterhalten „wo sie denn am Sonntag gucken gehen wollen“. Mal abgesehen davon, dass der Terminus „gucken gehen“ ähnlich absurd ist wie „liegen riechen“, frage ich mich, wer sich wo was angucken möchte. Ist für Sonntag ein Kometenregen angesagt oder eine Sonnenfinsternis?

 

Nennt mich paranoid, aber ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass hier irgendwas im Gange ist. Da steckt doch bestimmt auch wieder dieser Schäuble dahinter. Ich werde es weiterhin argwöhnisch beäugen…

No Time for losers, cause…

In den Bergen werden im Sommer eine ganze Reihe von Herren unterschiedlicher Nationalität mehr oder weniger erfolgreich versuchen, das Runde im Eckigen unterzubringen. Dies bringt einige dazu, sich bereits jetzt vor lauter Vorfreude beim Probetrinken einzunässen oder ihre Stimmbänder und anderer Leute Nerven und Ohren mit Fangesängen zu malträtieren. Andere wiederum werden die ganze Chose locker ignorieren und im Keller nach ihren Lieben sehen.

 

Was viel schwerer zu ignorieren sein wird, ist die bereits jetzt beginnende Bedudelung mit sogenannten EM-Songs, und wer schon anlässlich der letzten WM glaubte, schlimmer geht’s nimmer, sieht sich ein weiteres Mal getäuscht. Das Reich der Öster schickt Frau (man beachte den Wortwitz) Stürmer mit Fieber aufs Feld, die Schweiz hat DJ Bobo ja nicht umsonst erfunden und lässt ihn diesmal ungewohnt intellektuell „Ole, ole“ anstimmen (die Schnippelchen auf den e’s solltet ihr euch einfach dazudenken und sorry, Herr von Beust, sie waren nicht gemeint).

 

Deutschland schickt die Revolverhelden sowie einen gewissen Herrn Pocher, der bislang offensichtlich nur Lesern des Feuilletons namhafter Tageszeitungen ein Begriff zu sein scheint.

 

Das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn wer etwas auf sich hält, schmückt sich dieser Tage mit Fußballsongs, wie endlos grausam!

 

Die offizielle EM-Häme Hymne stammt dieses Mal naheliegenderweise von unserem Lieblings-Almdudler, Herrn „Mrloverlover“ Shaggy. Ob dies eine kongeniale Weiterentwicklung von Goleo aus 2006 sein soll, muss glücklicherweise nicht von mir entschieden werden.

 

Dies alles hinterlässt doch eine völlig andere Form der Gänsehaut als der legendäre Anfield Roar mit dem finalen „You’ll neeeeeeeever walk alone“.

 

Waren das noch Zeiten, als die Herren „Katsche“ Schwarzenbeck, Franz B und DJ Gerd the Müller „Fußballistunserlebendemkönigfußballgehörtdiewelt“ intonierten und dabei so wunderbar tumb an den Kameras vorbeischauten.

 

P.S.: Herr Doll, Herr Doll: „Da lach ich mir doch den Arsch ab!“ War das wirklich so gemeint? Sollte es nicht eher heißen „Das geht mir am Ast vorbei“? Hier Hirn – Dort Mund. Verbindungsweg beachten bitte!