Das Böse ist immer und überall

Also, das mit dem Nacktscannen ist schon mal eine gute Maßnahme gegen den täglichen Terror aus der Luft. Das genügt aber sicher noch nicht. Zunächst sollten die Nacktscanner an eine Internetseite angeschlossen werden, denn schließlich sehen 4 Millionen Augen mehr als zwei und es finden sich bestimmt einige aufrechte Staatsbürger, die sich bereit erklären, ein wachsames Auge auf potentielle Bösmenschen zu werfen. Sicher gibt es dabei auch einige Spezialisten, die am besten beurteilen können, ob das Ding in der Körpermitte der Brünetten wirklich ein Tampon oder nicht doch ein gefährlicher Sprengsatz ist.

Weiterhin sollte man bei den Fluglinien die bisherigen Sitze gegen Käfige austauschen. Am sinnvollsten wären Liegendkäfige mit Kathederanschluss, diese könnten dann auch stapelweise montiert werden und somit die Beförderungskapazität der Flugzeuge erhöhen.  Sicherheit UND wirtschaftlicher Vorteil, was will man mehr?

Weiterhin empfehle ich, dass jeder Fluggast bei Ticketbestellung mindestens einen Familienangehörigen oder eine überprüfbar nahestehende Person benennen muss, die dann während des Fluges in „staatliche Aufsicht“ genommen und erst nach erfolgreich verlaufenem Flug wieder entlassen wird.

Schließlich sollten präventiv alle im Handel befindlichen „MacGyver“-DVDs konfisziert werden, damit nicht auch noch jeder Amateurbomber lernen kann, wie man aus Kaugummipapier, einen Stück Vollkornbrot und einem Schnürsenkel eine gefährliche Waffe basteln kann.

Dies sind nur einige gutgemeinte Vorschläge, aber uns sollte keine Anstengung zu groß sein, um unsere Sicherheit und Freiheit zu verteidigen, nicht wahr?

Ja,ja, noch schmunzelt ihr …

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Prominenz in Permanenz

Tja, lieber unbekannter Frankfurter Arbeitnehmer, der Du dich heute morgen zeitungslesenderweise per U-Bahn zu deinem Arbeitsplatz begabst und den Artikel über die zum „Wunder vom Hudson-River“ erklärte Notwasserung eines Flugzeugs in New York, welche ohne nennenswerten Personenschaden ablief, mit den Worten „Na, in deeem Fluchzeusch wär‘ isch aach gern abgesterrzt!“ kommentiertest, wie es wohl nur Frankfurter können, das hättest Du Dir nicht gedacht, dass Du so schnell zu Prominenz gelangst, gelle?

Einer deiner Mitfahrer, die das mitbekamen, ist nämlich Moderator einer Frühsendung eines Frankfurter Privatradios, welches Lord Foltermord auf dem Weg zu seiner Arbeit hin und wieder hört und deswegen auch sein Zitat Deiner Äußerung mitbekam und schwupps, schon könnte Dein frühmorgendlicher verbaler Auswurf überall auf der Welt gelesen werden.

Eben ist man noch eine literarisch ambitionierte Studentin einer Chicagoer Universität und nur einige Jahre später erinnert sich einer der ehemaligen Kommilitonen, der mittlerweile gewählter Präsident der USA  ist, an einen und bittet darum, eine kleines Poem zu seiner Amtseinführung zu schreiben, welches dann von einem Milliardenpublikum verfolgt und innerhalb von wenigen Minuten zum bekanntesten Gedicht der Welt werden wird.

Eben ist man noch ein gewesener bis verwesender Exhalbbisviertelpromi, an den sich bestenfalls noch Kriegsveteranen erinnern. Plötzlich wird man von einem privaten TV-Sender zu einem Kurzurlaub in einem australischen Dschungelcamp eingeladen, muss sich von einem Krokodil zerfetzen lassen und ist plötzlich nicht nur in des Reptils, sondern in aller Munde.

So schnell geht mit der Prominenz heutzutage…

Kevine allein zu Hause

Das ist ja seit einer Reihe von Jahren nicht mehr wirklich als originell zu bezeichnen, aber während eines Sommerlochs greifen Zeitungen ja gerne auf alles mögliche zurück.

 

So war heute als Kurzmeldung zu lesen, dass ein Paar, welches mit 18 Koffern in Richtung Paris unterwegs war, ihre drei Jahre alte Tochter schlichtweg am Flughafen Jerusalem vergessen hatte und es den beiden noch nicht mal im Flugzeug sitzend auffiel. Das Kind wurde natürlich in Begleitung nachgeflogen.

 

Was ist nun das wesentliche an dieser Mitteilung? Na??

 

Genau! Was zur Hölle war in diesen 18 Koffern?

 

174 Paar Schuhe, davon 2 für ihn?

Durchblutungstabletten für den Kopf?

Toilettenpapier?

Vi*gra?

Waren es vielleicht leere Koffer, weil man auf dem Rückweg möglichst viele dieser leckeren französischen Baguettes und Croissants mitnehmen wollte?

 

Und überhaupt: Wurde das Kind wirklich „vergessen“? Konnte es nicht auch sein, dass sich das Paar, nachdem ihm offeriert wurde, wieviel für das Übergepäck zu zahlen war, zuerst gegenseitig anschaute, dann die Koffer, dann das Kind, dann wieder einander, während simultan über beiden Köpfen eine Glühbirne in einer Denkblase erschien und sich daraufhin sechs der 18 Koffer unvermittelt in Reihe 8, Platz A aufeinandergestapelt und der oberste mit einem Gesicht bemalt wiederfanden?

 

Man wird ja mal spekulieren dürfen…so im Sommerloch…