Träx (III)

Was das soll: Prolog

Summertime – DJ Jazzy Jeff & the fresh Prince

Das muss man Schmitzens Willy zugute halten: Wenn er Samples einsetzt, dann wühlt er sich recht geschickt durch die Musikwelt. Stevie Wonder, Sister Sledge, Chic, Diana Ross, Grandmaster Flash, sogar The Clash wurden schon für seinen Hiphop genutzt, das mitunter gar nicht mal so ungeschickt und selten so offensichtlich wie Patrice Rushens „Forget me nots“ für sein „Men in Black“.

Da es mir bei dem genannten Song aber weniger um sein fröhlich-belangloses Gerappe, sondern um den musikalischen Background geht, müsste es folgerichtig eigentlich heißen:

Summer Madness – Kool and the Gang

Man kennt sie vor allem für Songs wie „Ladies Night“ oder „Cherish“, aber Herr Kühl und seine Truppe waren bereits in den 70ern aktiv. Da noch nicht ganz so erfolgreich und eher zwischen Funk und Jazz pendelnd. Quentin T. machte später noch ihr „Jungle Boogie“ aus jener Zeit bekannt, aber das war nicht der erste Soundtrackeinsatz. „Summer Madness“ untermalte bereits den ersten aller „Rocky“-Filme, ich muss aber zugeben, dass ich mich selber nicht mehr so konkret daran erinnern kann.

Diese ungewohnt ruhige, aus heutiger Sicht chillige, leicht jazzige Nummer mit Einsatz des damals noch recht neuen Moog-Synthies  löst bei mir stets ein sommerlich-entspanntes Grundgefühl aus. Da muss sich Herr Smith gar nicht bemühen und mir vom Cruisen mit dem Cabrio unter Palmen erzählen. Von diesem Track hätte ich gerne einen halbstündigen Chillout-Mix, gerne auch in einem geschickten Mash-Up mit Roy Ayers‘ „Everybody loves the Sunshine“, das hierzu wie Hinterteil auf Transportgefäss passt.

Wenn nun noch das Wetter mitspielt …

Herbstzeitlose(r)

Dieser 2011er-Sommer ist ein rechter Schlingel. Bereits im April/Mai ordentlich vorglühen, dann in den klassischen Sommermonaten die Menschen mit ihren Open-Air-Theatern/Kinos/Biergärten und Freibädern schön im Regen stehen lassen und schließlich, wenn schon alle die Winterreifen aufziehen lassen, nochmal ordentlich Nachschlag geben. Nachspielzeit für T-Shirts, Flipflops, Apfelschorle und Zitroneneis. Nur das mit den spät einsetzenden, lauen Nächten funktioniert nicht mehr so richtig.

Also ab in den Park! Natürlich kann man nichts gegen unumstößliche Naturgesetze tun, demzufolge lässt sich auch heute 76 Sekunden nach meinem persönlichen Platznehmen eine Jungfamilie mit hysterisch und laut schreiendem Baby direkt neben mir nieder. Meistens halte ich es aus oder höre gekonnt darüber hinweg, heute jedoch war keiner dieser Meistens-Tage, also rascher Tischwechsel.

Nunmehr am Nachbartisch Treffen der Golden Girls. Harmlos. Es werden Hochzeitsbilder der Enkel herumgezeigt. Die klassische Hochzeitsfotosituation, Hübsche Frau im blendend weißen Hochzeitskleid auf halber Höhe zu Mann. Wird nicht das letzte Mal sein … Ich kann die begleitenden Gedanken und Gefühle förmlich noch bei mir spüren, eine Mischung aus Stolz und überwundener Angst, er interessierte sich eventuell gar nicht für Frauen. Später Diskussion über wenig freigiebigen Bekannten, die in dem Statement mündete „Die mit dem meisten Geld sind die Geizigsten!“. Ursache und Wirkung, Ladies.

Dem sich an einem weiteren Nebentisch niederlassenden jungen Herren im lila Shirt hätte ich mal kurz stecken sollen, dass ein lässiger Gang nur dann eine Chance hat, ein solcher zu sein, wenn er nicht so sehr gewollt ist. Das sah eher nach akuter Hüftdysplasie oder unmittelbar bevorstehendem Coming-Out aus. Aber was kümmerts mich …?

Eigentlich wollte ich ja etwas lesen, eine Geschichte über einen Teddybären, der am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat, aber Sonne macht mich immer schnell passiv und ich verfiel alsbald in einen leicht dämmernden Zustand. Für gute 20 Minuten schob sich der Stamm eines Baumes zwischen mich und die Mittagssone (zugegeben, diese Formulierung opfert biologische und physikalische Genauigkeit der literarischen Freiheit) und gönnte mir eine kleine Grillpause.

Von der nicht allzuweit entfernten Straße plärrt Musik aus einem offenen Wagen herüber. Ich erkenne das aktuelle Stück von Bosse, das mir bereits am Donnerstag beim zeitweise verfolgten Bundesschlimmersongcontest als eines von wenigen positiv auffiel und dem ich den Sieg weitaus eher gegönnt hätte als dem Tim-Struppi aus Berlin mit seinem Offenbarungseid, dass Worte nicht seine Sprache sind (Protipp: Wenn einem die Worte fehlen, einfach mal die Klappe halten!) Obwohl Bosse glaube ich aus Niedersachsen kommen, besingen sie Frankfurt/Oder, einen Ort, dem meines Wissens noch nicht allzu viele musikalische Epen gewidmet wurden.

Im Song geht es im wesentlichen darum, dass es unwichtig ist, ob man gerade in Honolulu Cocktails aus Kokosnusshälften schlürft oder im ostdeutschen Gartenpavillon gemeinsam die elterlichen Schnapsvorräte vernichtet. Alles ist schön, wenn die richtige Person dabei ist.

Besser als damit kann man diesen hochsommerlichen ersten Oktobereintrag nicht beenden, also sucht euch eure Liebe oder wenn ihr sie bereits habt, zieht sie nah an euch, drückt sie liebevoll und flüstert ihr „Ich bin froh, dass Du da bist!“ oder etwas ähnliches ins Ohr. Jetzt sofort! Los!!!

Wichtiger Hinweis!

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Sommer!Nacht!Traum!

Gestern war in meinem Kunstkalender das folgende Bild zu sehen:

Es handelt sich um ein Fresko des französischen Malers Edouard Vuillard, welches im Palais des Chaillot in Paris verewigt ist und trägt den Namen „Ein Sommernachtstraum“, was kein Zufall ist (sofern man die Existenz von Zufallen überhaupt anerkennt), denn es ist natürlich eine bildliche Darstellung des Shakespear’schen Theaterstücks.

Rechts sieht man übrigens keinen sodomistischen Ansatz, sondern die Folgen eines Zauberspruchs, der Rest der Protagonisten hat offenbar Liebestropfen in die Augen geträufelt bekommen; naja, wie es halt so zugeht in Williams Sommernächten …

Das Ganze sollte ja auch nur daran erinnern, dass wir seit gestern tatsächlich Sommer haben (sollten). Dies bedeutet im Idealfall lange … nein, laaaange Nächte draußen oder auf der Terrasse, Open-Air-Kino mit späten Snacks, Freilichttheater und danach im stockdunkeln durch den Park stolpern, Spontansessions mit Gitarrengeklampfe auf der Wiese oder am Ufer, Rumgeknutsche auf Picknickdecken (libido als zuhause), in wunderbaren Armen  versunken im Freien einschlafen und total verstochen von der aufgehenden Sonne oder frühen Joggern geweckt werden, Eiscremeorgien und vor allem für die allerglücklichsten von uns FREI HABEN!

Dies nur zur Erinnerung und zum Ansporn. Macht mal hinne, es muss viel mehr Leichtigkeit und Liebe in der Luft liegen!

Blick auf den Sommer 2010

Ächz …

Ich formuliere es mal wie folgt:

Welche liebe Singledame aus dem Großraum Frankfurt mit hübscher Terrasse oder großem Balkon (diesmal nicht körperlich gemeint … zumindest nicht vordergründig) in ruhiger Lage hat Lust auf eine unbeschwerte Sommerliebelei mit witzigem Kerl ohne spürbaren Beziehungsdruck? Kann Obstgläser öffnen und bügeln.

Ach, nein, natürlich würde ich niiieeemals … so oberflächlich …

Also wünsche ich allen Sonnenfröschlein da draußen einfach einen wunderbaren Sommer mit viel Liegestuhl, Zitroneneis, langen verträumten Abenden, dem sternigsten Sternenhimmel wo gibt und selbstverständlich jeder Menge Liebe.

Hundstage-Checkliste

Aufstehen:

Eigentlich unzumutbar – grundsätzlich schon mal und jetzt im Besonderen. Ich bin mein eigener Sumpf. Alle Kräfte gedanklich sammeln und irgendwie erheben, et muss ja…

 

Ein Brot schmieren:

Zu schwer. Ich habe auch gar keinen Hunger…noch nicht…

 

Duschen:

Grundsätzlich eher zu anstrengend, aber definitiv unerlässlich. Statt mich abzutrocknen, was eine enorme Anstrengung bedeutet, würde ich mich lieber in die Luftschleuse am Eingang großer Kaufhäuser stellen. Das verursacht aber wieder nur Menschenaufläufe und Inhaftierung und ist somit viel zu anstrengend.

 

Rasieren:

Nö, zu anstrengend, fällt heute aus. Nein, auch nicht nassrasieren…

 

Auf die Arbeit begeben:

Grenzt eigentlich an extremen Masochismus, aber irgendwas tief in mir drin treibt mich anscheinend an. Bäh, weg damit!!!

 

Auf dem Weg zur Arbeit sekundenlang mit den Augen an einer luftig bekleideten, sehr attraktiven Frau kleben bleiben:

Geht grad so, aber auch nur, weil das mitdenAugenklebenbleiben ein wunderbar passiver Vorgang ist..mehr passiert aber auch nicht…

 

Arbeiten:

Pah, lächerlich!

 

Nahrungsaufnahme:

Eher widerwillig, da mit Aufwand verbunden. Stetiges Magenknurren nervt aber auch.

 

Aus dem Fenster schauen:

Angenehm passiv, ist akzeptabel.

 

Musik hören:

Nur nix allzu krachendes. Eigentlich geht nur Easy Listening, aber das nervt auch schnell. Wo ist denn diese „Ocean-Sounds“-CD? Aaaaaah, ja…

 

Fernsehen:

Geht so eben noch. Bin aber viel zu lange an einer kreuzlangweiligen Doku hängengeblieben, weil das Zappen so schlauchte…

 

Ein- und ausatmen:

Siehe „Duschen“, Satz 1.

 

Zum Kühlschrank gehen und die kühle Flasche Apfelsaft herausholen:

Das wären wieviel Schritte? Puh….ach, man soll ja eh nicht soviel Kaltes trinken und ich habe ja noch diesen Rest stilles, warmes Wasser neben mir stehen…

 

Den Abend in einer halboffenen Gaststätte, direkt an einem Natursee gelegen, verbringen:

Ja, grundsätzlich in Ordnung. Aber man klebt irgendwann an sich selbst fest und dann ist ja noch das Hin- und Wiederwegkommen, ächz…

 

Neuen Post fürs Blog schreiben:

Ha, das glaubt Ihr doch wohl selbst nicht! Das benötigte Kreativität und Energie. Beides nicht vorhanden…tut mir leid…