Everybody move your Brain …

Hier nur kurz eine kleine Unterhaltung, die ich gestern abend auf Twitter hatte:

MrX: Und überhaupt: Ich vermisse DJ Bobo. Weniger musikalisch, überwiegend menschlich. Den fand ich immer richtig nett.

Ich: Tjaja, die besten sterben jung …

MrX: Echt, ist der tot?

Ich: Naja, „Music is what i’m living for“ also ja.

MrX: Wikipedia sagt, der lebt noch. Was reden sie denn da?

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Geben wir es unumwunden zu:  Eine gelungene Kommunikation wäre daraus nicht mehr geworden.

Dem lieben Rene natürlich noch ein langes und zufriedenes Leben!

Zeugs von Nebenan

Ich schulde das einfach meinem Twitter-Ich, deshalb mal wieder einiges von meinem Gezwitscher der letzten Wochen:

 

Nun schaut nicht so, ich kann da doch auch nix für …!

140er

Noch ein letztes Mal dieses Jahr: Eine Kollektion auserlesener gezwitscherter Auswürfe meinerseits in maximal 140 Zeichen:

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Twistory

Hier mal wieder einige meiner literarischen Kurzatmigkeit entfleuchten Buchstabenzusammenstellungen in maximal 140 Zeichen aus den letzten Wochen:

Meine TL (= Timeline, also die Zusammentstellung der von mir beobachteten Twitterer) backt Vulva-Cupcakes, will in den hohen Jedi-Rat und benennt ihre Partner nach Lebensmitteln. Business as usual also.

Dem Krach nach zu urteilen, wählen die Vögel im Baum gegenüber gerade einen neuen Landesvorstand.

Dass in Schulen versiffte Erdbeeren aus China serviert werden, lässt dicke Tränen der Trauer auf mein taiwanesisches T-Shirt tropfen.

Vielen Dank an alle, die sich in den letzten 780 Jahren für die angemessene Würdigung Hildegard von Bingens eingesetzt haben.

Wie bitte? Nobelpreis für Stammkneipenforschung? Das nenne ich mal volksnah!

Donnerstag mittag bin ich auf der Buchmesse und signiere meine erste Patientenverfügung.

Bei YPS für Erwachsene hätte ich eher mit leuchtenden Kondomen oder Scherz-Vibratoren als Gimmick gerechnet.

Warte schon gespannt darauf, wie sich Sascha Hehn locker-lässig per Überrollbügel ins Traumschiff schwingt und losdüst.

Vorteil der knapper werdenden Jahrgänge: Es gibt zukünftig immer weniger Vollspacken.

Demnächst dann Gourmet-Yps mit Urzeit-Crepes als Gimmick.

Geräumige Einzellerwohnung. (Verleser)

Hallo, Frauen! Es kommt nicht auf die Länge an, das wisst Ihr doch. Also lasst ab von diesen Wimpernziehern! Das Klimpern ist wichtig.

Vor mir zuckelte zäh kilometerlang ein Installateursauto her. Darauf stand „Der Heizmeister“. Komplett gelogen!

Übrigens ist „rumgurken“ eine unentschlossene Fortbewegungsart und keine Salatvariation.

„Dann bis morgen im Cafe. Woran erkenne ich dich?“ „Ich habe einen Leberfleck unter dem Bauchnabel.“

Hallo, „wer-weiss-was?“! Wie kann ich mein Perpetuum Mobile auf Winterzeit umstellen?

Warum müssen Männer, die von der Natur mit einer Protzkarre ausgestattet wurden, dies stets mit einem Winzpenis kompensieren? Unverständlich

Sieht von außen aus wie ein Cafe, ist aber ein Testfeld für hypernervige Klingeltöne.

Eben „Himbeerelch“ statt „Hirnbereich“ gelesen. Es geht zuende, aber habt keine Angst, es tut gar nicht weh ..

Ob im Rokoko Krokodile Brokkoli bei Koliken aßen?

Habe etwas Angst, dass dieses Licht, auf das man am Ende zuläuft, von einer Energiesparlampe kommt.

Alten Winterpulli anprobiert. Bin jetzt um eine Nahttoderfahrung reicher.

„Uhr, das ist Lena, Lena, das ist die Uhr!“ „ZURÜCKSTELLEN, nicht vorstellen!“

Zwischen Uterus und Unterbux (1000 Places to be before you die)

Winterzeit ist wenn sich mitten in der Nacht deine Funkuhren mit lautem Geschnarre 11 Stunden vorstellen!

Sandy! Warum gibt man Hurricanes niedliche Frauennamen? Ich denke jetzt an ein Unwetter mit Petticoat, das mit Travolta tanzt.

Disney kauft Lucasfilm oder: Wie ich mir beinahe mit dem Laserschwert den Bürzel abtrennte.

Die von Disney angeregte Star-Wars-Neusynchronisation beinhaltet aus den bekannten Gründen dann „Ich bin Dein Onkel!“

Die sehr gefühlvolle Stewardess wollte dennoch keineswegs „Softschubse“ genannt werden.

Habt ihr Zwyfall, ob der neue Bond nicht gut sein könnte?

Zwei Gläser Rotwein = ralle. Legt mich einfach am Wertstoffhof ab!

Samstag, Bremen, schwitzige Großveranstaltung. Die Frisur hält. Dank Drei-Wetten-Taft. Gelle, Babsi?

Rasches Ende für Praxisgebühr. Wer noch eine haben möchte, muss sich beeilen.

Wir sind die, mit denen unsere Eltern gar nicht gerechnet hatten.

Jubelbilder aus NY und Chicago? Schön und gut – ich möchte aber mal Bilder von den Feiern in der Sesamstrasse sehen!

Irgendwie habe ich heute Konzentrations 3 Brötchen bitte!

laberrhabarber

Einige meiner Twitter-Neurosen der letzten Wochen:

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Wie wichtig jeder einzelne Buchstabe sein kann, weiß man spätestens, wenn man „fangfrischen Wolfsbarsch“ serviert bekommt.

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Wie degeneriert ich bin: Saß auf einer Gartenparty und zählte grinsend mit, wieviele Menschen im Dunkeln die Delle im Rasen nicht bemerkten.

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Um uns herum ist Galaxie. Klingt kosmisch, ist aber so!

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Tom Selleck hängt an seinem Schnurrbart? Hm, ich dachte, das wäre andersrum …

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One-Nite-Stands? Nein, danke! So langfristig möchte ich mich nicht binden.

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Das Ü-Ei für Jungs gibt es übrigens schon lange. Es hat sogar eine ausklappbare Seite in der Mitte.

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Ich möchte keine Freundin, die mich ständig auffordert, doch mal ein bisschen schicker zu gucken.

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Früher Vogel ließ mich wissen, er sei Veganer

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TV-Videotext: „Armstrong gibt sich unbeeindruckt.“ Das nenne ich mal einen coolen Umgang mit dem eigenen Tod. Yeah!

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„Boah, bist Du taub? Ich sagte NUDELSALAT, nicht Nutellasalat!!! … obwohl … nee, jetzt lass mal hier …“

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„Du kannst so etwas selbstverständlich tragen“ säuselte er. Sie errötete dezent, strich sich übers Kleid und hob den Bierkasten an.

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„Ich dachte, ich sollte Deine Haare beim Kotzen halten …?“ „Ja, wenn ICH kotze, nicht Du!“

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Wann wird das Buch „ZEN oder die Kunst der gelassenen Benzinpreiswahrnehmung“ erscheinen?

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Sah im TV Anderen zu, wie sie 3400 km den Appalachian Trail entlangwanderten. Jetzt Muskelkater und Blase am Fuß.

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„Tired of your old friends? Here’s my 10-weeks-buddy-change-program“

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Was macht Ihr eigentlich mit eurem Opa, wenn er anfängt, mit dem Stuhl zu sprechen?

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Heute schon der leeren Waschmaschine die Leviten gelesen, was in diesem Land alles falsch läuft. Feels good, Clint!

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Vorbeituckerndes Moped klang wie Westernhagen, wenn er „Säääxäää …“ brüllt. Vielleicht war es auch umgekehrt …

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Sarah Connor sucht „süße Näschen“ für die neue Kinderschokolade. Ich wusste nicht, dass der Produktname so wörtlich zu verstehen ist.

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there are 9 million bicycles in beijng. none of them was at miss meluas wedding. shame on you!

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Mist, wollte doch noch den Sinn des Lebens besorgen. Hat der Supermarkt noch auf oder muss ich an die Tanke?

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Wundert Euch nicht, dass Eure Kinder nicht mehr die Grundrechenarten beherrschen, wenn Ihr selbst ständig Laubbläser benutzt!

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Wenn auf Sky Harald Schmidt lãuft und niemand sieht es, ist es dann wirklich geschehen?

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Soziales Netzwerk

Um Außenstehenden die Bandbreite von sozialen Netzwerken darzustellen, war der gestrige Tag auf Twitter durchaus geeignet – meinem Twitter zumindest, denn für die Timeline – also die Meldungen, die man sich aus Millionen am Tag heraussucht – ist jeder selbst verantwortlich.

Zunächst machte sich globale Empörung breit, weil ein Buchverlag vorhatte, ein Buch mit Sprüchen zu veröffentlichen, die aus der Twitterwelt stammten, es jedoch nicht für nötig hielt, die jeweiligen Verfasser zu zitieren oder gar um Erlaubnis zu fragen oder sie an Einnahmen zu beteiligen. Nachdem den ganzen Tag über reichlich Proteste und Anwaltsdrohungen losgelassen wurden (wie niedlich, zu glauben, alle Twitterer hätten irgendwelche Anwälte auf Abruf im Hintergrund), machte sich am Abend die Meldung breit, der Verlag verzichte auf die Veröffentlichung des Buches. Fühlt die Macht von Greysk… äääh … Twitter!!! Der Verlag kann sich nun auch mit aller Kraft auf die Veröffentlichung von Katzenfotobänden und der Biografie von Frau Wulff konzentrieren.

Noch während man sich in meiner Timeline selbst feierte, retweetete jemand die Meldung einer mir unbekannten Person, dass es XY trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte leider nicht geschafft habe. Dem auf Twitter üblichen Humor folgend, unterstellte ich zunächst, das Foto eines völlig misslungenen Kuchens vorzufinden. Man sollte dabei wissen, dass mit der Handykamera aufgenommene Essensfotos eine ganz wichtige Raison d’Etre auf Twitter sind.

Leider ging es aber nicht um Kuchen. Ein Twitterer mit offenbar massiven Problemen hatte sich in Berlin vor die Bahn geworfen. Seine letzten Tweets zeigten Fotos von einem mit Tabletten gefüllten Glas sowie einen Bahnhof. Obwohl dies zu Rettungsaktionen einiger Twitterer führte, konnte die Tat nicht verhindert werden.

Es ist schwer zu beschreiben, was solche Erkenntnisse mit einem machen, wenn man in diesem Medium ansonsten überwiegend beschäftigt ist, sich lustige Bemerkungen auszudenken oder irgendwelchen Protestaktionen anzuschließen bzw. Protestaktionen gegen solche Protestaktionen zu starten. In solchen Momenten bricht das in solchen Netzwerken ja gerne süffisant zitierte „Real Life“ in die angebliche Scheinwelt der sozialen Netzwerke hinein, die es ja gar nicht ist, zumal man m.E. grundsätzlich davon ausgehen sollte, dass es nicht ein objektives reales Leben gibt. Aber das führt jetzt in eine andere Richtung …

Interessant auch, die nachfolgenden Reaktionen, nachdem sich diese News so nach und nach verbreitete. Einige – so auch ich -versuchten ihre Sprachlosigkeit auszudrücken, was eine gewisse Paradoxie offenbart. Andere gaben Einblicke in ihr Seelenleben, wieder Andere nutzten die Gelegenheit, um z.B. hilfreiche Telefonnummern von Seelsorgediensten zu verbreiten. Irgendwann fühlten sich dann wieder Andere berufen, klarzustellen, dass sie so etwas völlig kalt lässt, die Doppelmoral der Twitterer aufdeckten oder notorische Zusammenhänge der Art publizierten, dass es ja typisch wäre, sich hier über den Freitod eines den meisten unbekannten Menschen aufzuregen, während in Afrika jeden Tag … und die Blauwale … die Arbeitsbedingungen von Angestellten in Knetmassefabriken und derlei mehr.

Dies widerum führte zu durchaus nachvollziehbaren kritischen Reaktionen anderer Twitterer, was letztlich beweist, dass Twitter und andere Netzwerke eben auch eine Nachbarschaft sind; nur eben eine sehr große, sehr transparente und teilweise dumme und glücklicherweise auch selektierbare Nachbarschaft.

Hallo Nachbarn! Manchmal nervt Ihr, aber ich möchte nicht auf euch verzichten.

Die Telefonseelsorge ist übrigens bundesweit unter den Rufnummern

0800/111 0 111  und 0800/111 0 222

erreichbar. Dort sitzen ausgebildete und sehr engagierte Menschen, die einem unter Wahrung der Anonymität weiterhelfen möchten. Wenn ihr Euch mit schlimmen Gedanken plagt, gebt ihnen doch eine Chance!

Arbeitsnachweis

Wenn ihr glaubt, Ihr könntet meinem Gelaber entkommen, indem Ihr mir einfach nicht auf Twitter folgt, habt Ihr Euch aber mal schön geschnitten. Hier einiges von meinem Gezwitscher der letzten Wochen. Ja, ich gebe zu, eine gewisse Fußballorientierung ist nicht ganz zu leugnen. Kommt halt klar damit!

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Die Kunst ist, sich mit diesem extrem erwachsen-seriösen Ton ein Spongebob-Eis zu bestellen.

Der Tag, an dem mich ein LKW-Fahrer vor sich einfädeln lässt … ach, was soll ich mir dafür ausdenken, das wird eh nie geschehen.

Tonight at Airport-Cinemas: The Hangar Games

Nein, nein, tut mir leid, aber für dieses 72-Stunden-Deo fehlt mir definitiv die Zeit.

Streiche geräuschvoll Frischkäse auf ein Brot. The Sound of Philadelphia.

halbwach Treppenstufen nehmen ist bei mir auch eher Dubstep.

Ich hoffe, mein Gesicht wird lang genug sein, wenn in einigen Jahren die ersten Rasierer mit 13 Klingen auf den Markt kommen.

Hmm … mein Ellenbogen schmeckt heute irgendwie komisch. Eurer auch?

Wenn Jungs in die Pubertät kommen, möchten sie plötzlich gerne hanutas mit Spielerfrauen-Sammelbildchen haben.

Die Venus schiebt sich gleich vor die Sonne. Ich lebe hinter dem Mond und schiebe mir gleich ein Mars rein.

Wenn ich noch EINMAL eine Kontaktanzeige sehe, die mit „Schlaflos in …“ beginnt, heißwachse ich mir die Augen.

Hallo Schufa, ich bin griechischer Ex-Lehman-Bros-Banker, lungenkrank und spielsüchtig. Wie wärs mit nem Kredit für ein Toastbrot?

Also, im Elektrogroßmarkt scheint das mit der Herdprämie noch nicht angekommen zu sein. Servicewüste Deutschland!

Wird das vorher eigentlich ausgelost, wer sich beim Mannschaftsfoto so hinstellen muss, als sei er gerade am A-a machen?

Bin auf dem Heimweg in einen Kleinstadt-Autokorso geraten, d.h. ein sinnlos hupendes Auto vor mir an der Ampel. Wild wild Life!

„Voll auf den Mann! … Dieser Strahl …“ Äh, wir sind schon noch beim Fussball, gelle, Bela?

Welche selbsterniedrigende Ader verleitet mich eigentlich immer wieder dazu, an Fussball-Tippspielen teilzunehmen?

Gelten 36,3 Grad Körpertemperatur bereits als Fussballfieber? Dann habe ich *gääähn* das wohl doch …

Beschwert euch nicht über die Qualität der Spiele. Was erwartet Ihr von Flachbildschirmen?

Hilfe, ich werde alt! Kann bislang gegen keine Mannschaft aufrichtigen Haß entwickeln. Gibts da nicht was bei Ratiopharm?

Sorry, aufgrund der widrigen Platzverhältnisse ist derzeit ein ordnungsgemäßes Twittern nicht möglich.

„Du wischst Krankenhausböden anstatt Dein Manuskript anzubieten? Was soll das?“ „Du sagtest doch, ich solle Kliniken putzen gehen.“

„three stains on the shirt, shoes still need some cleaning …“

Die Vroni und der Hias sind zwar nun geschieden, sie bleiben aber auch weiterhin gute Geschwister füreinander.

Wie hübsch wäre das, wenn Menschen ihre Freude nicht durch Autocorsi sondern durch Massenhandstände in den Straßen kund täten.

„Tja, sieht so aus, als leiden Sie unter weckerinduzierter Schlafstörung. Ich empfehle eine Ohrenamputation.“

Wir Menschen mal wieder … wollen weder schlafen gehen noch aufstehen. Tsss …

„Boah, das is voll rassistisch, Du Mongo!“ (Passantengespräch, kürzlich).

„Depp teilt Vermögen mit der Ex!“ ist aber schon eine ziemliche Chauvi-Schlagzeile.

Gottschalk und Bohlen in einer Sendung? OMG, der Maya-Kalender hat doch recht!

Diejenige mit dem Fischstäbchen-Tattoo am Steiß könnte vielleiiiicht die Frau fürs Leben sein …

„Oma, mein Schuhschnürband is gerissen, ich brauch Geld für n neues!“ Aha, der alte Senkeltrick mal wieder …

Erschreckend! Viele IKEA-Mitarbeiter sollen am Björn-Out-Syndrom leiden.

Die Ägypter, voll die Ökos, gnihi. Ein Müslibruder als Präsident. Hält jetzt die Demeterkratie Einzug?

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